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Pressemitteilung BoxID: 235115 (ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft)
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Erschreckend viele Unternehmer schlecht vorbereitet

Ecovis präsentiert Studie über Unternehmensnachfolge

(PresseBox) (Berlin , ) Kein Firmenchef ist dagegen gefeit, dass er schwer erkrankt oder verletzt wird und daher zumindest zeitweise handlungsunfähig ist - von einem plötzlichen Todesfall ganz zu schweigen. Doch fast jeder zweite Unternehmer hat keinen Notfallplan, der verhindert, dass die Firma in einer solchen Situation steuerlos dahin treibt. Noch weniger haben die reguläre Nachfolge geregelt; selbst bei den über 52-jährigen hat nur eine Minderheit dafür schon die Weichen gestellt. Je kleiner die Unternehmen, desto weniger sind sie vorbereitet. Dies hat eine Umfrage bei mittelständischen Firmen aus der Region Berlin/Brandenburg ergeben, die von der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder zusammen mit dem Beratungsunternehmen Ecovis durchgeführt wurde. "Angesichts der Tragweite, die der Stabwechsel in Familienunternehmen für deren Existenz und weitere Entwicklung, für die Mitarbeiter und das Familienvermögen hat, ist dieses Ergebnis erschreckend", sagt Ecovis-Steuerberater Thomas Brandt.

Nur 56 Prozent der befragten Unternehmen haben einen Notfallplan. Bei 42 Prozent steht ein voll eingearbeiteter Nachfolger bereit, um bei einem Ausfall des Chefs die Geschäftsführung zu sichern. Bei 7 Prozent der Firmen ist der Ersatzkandidat nur teilweise auf diese Aufgabe vorbereitet. Am schlechtesten haben die jüngeren (bis 51 Jahre alten) Geschäftsführer personell für den Ernstfall vorgesorgt: 60 Prozent von ihnen haben keinen Nachfolger eingearbeitet.

Eine reguläre Übergabe des Unternehmens in andere Hände planen rund zwei Drittel der über 52jährigen Firmenchefs - im Schnitt in etwa sieben Jahren. Doch nur 40 Prozent von ihnen verfügen auch über einen richtigen Nachfolgeplan - also insgesamt nur jeder vierte in dieser Altersgruppe.

Von den Jüngeren (bis 51 Jahre) hat immerhin jeder zweite die Nachfolge auf seiner längerfristigen Agenda, und zwar in durchschnittlich 13 Jahren. Von denen, die so weit voraus denken, hat hier aber nur ein knappes Drittel (31 Prozent) einen konkreten Plan für die Übergabe der Verantwortung - durchgerechnet also lediglich jeder sechste in dieser Altersgruppe.

Einen wesentlichen Unterschied macht die Betriebsgröße aus: Über 70 Prozent der Unternehmen mit 26 und mehr Mitarbeitern planen eine Nachfolge in den nächsten x Jahren, jedoch weniger als die Hälfte der kleineren (mit höchstens 25 Mitarbeitern), obwohl der Altersdurchschnitt der Firmenchefs in beiden Gruppen ziemlich gleich ist. Und: Die Frage, wer Nachfolger werden soll, ist nur noch bei 11 Prozent der größeren Unternehmen noch offen, aber bei 29 Prozent der kleineren.

Nur 36 Prozent der befragten Berliner und Brandenburger Unternehmer finden ihren Nachfolger in der eigenen Familie - deutlich weniger im Vergleich zu bundesweiten Untersuchungen, etwa des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Deutliche Unterschiede zeigen sich allerdings zwischen den Altersgruppen: Die bis 51jährigen Firmenchefs in der Region bevorzugen als Nachfolger eines oder mehrere Kinder (43 Prozent), nur neun Prozent setzen auf fähige Mitarbeiter. Dagegen haben bei den älteren Unternehmern familienfremde Mitstreiter aus der Firma nahezu die gleichen Chancen (knapp 30 Prozent) wie Söhne und Töchter (32 Prozent). "Das liegt", so Thomas Brandt "wohl daran, dass schon klarer ist, ob die Kinder bereit und fähig sind, die Verantwortung für die Firma zu übernehmen".

In dieses Bild passt, dass die Hälfte der jüngeren Geschäftsführer, die dazu antworteten, das Unternehmen unentgeltlich - sprich: per Schenkung an die nächste Generation - übergeben will. Dagegen strebt jeder zweite aus der ab 52-plus-Gruppe einen Verkauf an; nur jeder dritte favorisiert die unentgeltliche Übergabe.

Als größte Hürden einer Nachfolgeregelung sehen die Unternehmer beider Altersgruppen die Finanzierung des Kaufpreises durch den Erwerber und eine steuerlich günstige Gestaltung. Rund 46 Prozent der Älteren finden es zudem besonders schwierig, einen geeigneten Nachfolger zu finden, dagegen nur 32 Prozent der bis 51-jährigen. Generell ist das Problembewusstsein in der 52-plus-Gruppe stärker ausgeprägt (siehe Abbildung).

Fachkundige Beratung in Sachen Nachfolge ist vor allem bei der steuerlichen Optimierung, der Gestaltung der Gesellschaftsverträge, der Finanzierung sowie hinsichtlich Testament/Erbvertrag gefragt. Professionellen Steuer- und Rechtsrat würden dabei die bis 51-jährigen deutlich stärker in Anspruch nehmen als die älteren Firmenchefs, während diese häufiger Beistand bei Verhandlungen mit dem Nachfolger suchen.

Bevorzugter Nachfolgeberater ist übrigens der vertraute Steuerberater: Ihn nennen in beiden Altersgruppen jeweils 71 Prozent, gefolgt vom Hausanwalt (insgesamt 47 Prozent), der bei den Jüngeren stärker punktet. "Mit unserem fachübergreifenden Beratungsangebot sind wir damit bestens auf die Bedürfnisse unserer Mandanten in Nachfolgefragen eingestellt", erklärt Marcus Bodem, Rechtsanwalt bei Ecovis. Nur 26 Prozent der älteren und sieben Prozent der jüngeren Firmenchefs möchten sich dagegen bei diesem Thema ihrer Bank anvertrauen.

Wenn Sie mehr wissen möchten

Eine Kurzfassung der Studie mit Empfehlungen für die Praxis können Sie bei uns anfordern (siehe Kontakt). Die gesamte Studie mit weiteren Auswertungen steht Ihnen im Internet unter www.berlin.ecovis.com zum Download zur Verfügung.

ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft

Ecovis ist ein Beratungsunternehmen für den Mittelstand und zählt in Deutschland zu den Top 10 der Branche. In den mehr als 120 Büros in Deutschland sowie den über 30 internationalen Partnerkanzleien arbeiten etwa 2.700 Mitarbeiter. Die Beratungsschwerpunkte und Kernkompetenzen von Ecovis liegen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung. Ihre besondere Be-ratungsstärke beziehen die Ecovis-Kanzleien aus dem Zusammenspiel mit dem Back-Office sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und Un-ternehmensberatern. Der im Back-Office zur Verfügung stehende Expertenpool ermöglicht eine große Beratungsbandbreite und garantiert den Mandanten, darunter mehr als 20.000 gewerbliche Kunden, kompetente Beratungsleistungen auf höchstem Qualitätsniveau. Die fachübergreifende Zusammenar-beit schafft neue Beratungsansätze und ermöglicht spezielle Branchenlösungen.

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