Weltpremiere des Volocopter Serienmodells 2X

Das Taxi der Lüfte steht kurz vor seiner Markteinführung

(PresseBox) (Friedrichshafen, ) Das deutsche Start-up e-volo feiert vom 05.-08.04.2017 auf Europas größter Messe der Allgemeinen Luftfahrt AERO in Friedrichshafen die Weltpremiere des ersten Serienmodells eines manntragenden Multicopters. Nach einer Entwicklungszeit von sechs Jahren präsentiert e-volo dort den Volocopter 2X, ein serienfähiges, senkrechtstartendes Fluggerät (VTOL) mit reinem Elektroantrieb für 2 Passagiere. Neben der hohen Ausfallsicherheit und dem emissionsfreiem Fliegen ist vor allem die geringe Lärmentwicklung der Volocopter der Hauptvorteil gegenüber anderen senkrechtstartenden Fluggeräten.

Der Volocopter 2X ist die konsequente Weiterentwicklung des Prototyps VC200 in Richtung Alltagseinsatz. Sein Batterie-Wechselsystem ermöglicht den zügigen Austausch und macht ihn in nur wenigen Minuten wieder einsatzbereit. Auch optisch kann der 2X überzeugen. Das sportliche Design ist geprägt durch eine filigrane Rotorebene und eine Kanzel, in der 2 Erwachsene komfortabel Platz nehmen. Als Sonderausstattung werden verglaste Türen und gepolsterte Ledersitze angeboten.

Der Volocopter 2X ist für die Zulassung als Ultraleichtfluggerät entwickelt und soll in der neu zu schaffenden deutschen UL-Kategorie „Multicopter" im Jahr 2018 seine Musterzulassung erhalten. Mit einer Sportpilotenlizenz (SPL) für Multicopter wird jedermann den Volocopter 2X fliegen dürfen, und dies dank seiner automatischen Höhen- und Lageregelung sehr einfach und sehr sicher.

Mit Erteilung der Musterzulassung beginnt die Serienproduktion des Volocopter 2X für den deutschen Luftsport-Markt. Bis dahin sollen mehrere Vorserienmodelle für Testflüge und Vorführungen eingesetzt werden.

Der Volocopter 2X wurde nicht nur für den Einsatz als Luftsportgerät entwickelt, sondern er dient auch als Demonstrator für zukünftige urbane Mobilitätssysteme. Schon im Jahr 2018 können die ersten Volocopter 2X mit Sondergenehmigung als Lufttaxi bei Pilotprojekten eingesetzt werden. Dabei erlaubt die Technik auch ferngesteuerte und sogar autonome Flüge. Bei e-volo geht man davon aus, dass bei den ersten Flugtaxi-Pilotprojekten aufgrund der aktuell geltenden Regularien die Volocopter 2X noch von Piloten gesteuert werden. Ferngesteuerte oder autonome Taxiflüge können bei Bedarf zunächst auch unbemannt durchgeführt werden.

Für die Zukunft strebt e-volo eine kommerzielle Zulassung der Volocopter an, welche Taxiflüge mit gewerblichem Personentransport ermöglicht. Die Entwicklung eines 4-Sitzer Volocopters mit internationaler Zulassung (EASA/FAA) ist einer der nächsten geplanten Schritte in der Firmenentwicklung von e-volo.

Entwicklungsgeschichte der Volocopter

April 2017

e-volo feiert auf der Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen die Weltpremiere des ersten Serienmodells eines manntragenden Multicopters. Der 2X ist die konsequente Weiterentwicklung des Prototyps VC200 in Richtung Alltagseinsatz. Sein Batterie-Wechselsystem macht ihn in nur wenigen Minuten wieder einsatzbereit. Das sportliche Design ist geprägt durch eine filigrane Rotorebene und eine Kanzel, in der 2 Erwachsene komfortabel Platz nehmen.

März 2016

Der bemannte Erstflug am 30.03.2016 des weltweit einzigen zugelassenen Multicopters, dem Prototyp Volocopter VC200, stellte einen weiteren Schritt in der Art der Fortbewegung der Menschheit dar.

Im Februar 2016 hatte der Volocopter VC200 von der zuständigen deutschen Luftfahrtbehörde bereits die vorläufige Verkehrszulassung (VVZ) als Ultraleicht-Luftfahrtgerät erhalten. Im Rahmen des Erprobungsprogramms hat das Karlsruher Unternehmen nun damit begonnen, bemannte Flüge durchzuführen.

November 2013

Unbemannter Jungfernflug des Prototyps VC200.

Der Jungfernflug des VC200 sowie erste Testflüge werden in der dm-arena in Karlsruhe erfolgreich durchgeführt. Bei mehreren Indoor-Flügen von mehreren Minuten Dauer mit etlichen sanften Starts und Landungen werden alle Erwartungen an das Konzept der Volocopter übertroffen.

Januar 2013

Das innovative Konzept des elektrischen Senkrechtstarters hat das Bundesministerium für Verkehr derart überzeugt, dass es ein mehrjähriges Erprobungsprogramm zur Schaffung einer neuen Luftfahrtkategorie für den Volocopter beschlossen hat.

Der DULV (Deutscher Ultraleichtflug Verband) erhält den Auftrag, hierfür eine Bauvorschrift, eine Betriebsordnung sowie das Ausbildungswesen für die späteren Piloten in Zusammenarbeit mit e-volo auszuarbeiten.

Oktober 2011

Bemannter Erstflug mit einem elektrischen Multicopter schreibt Luftfahrtgeschichte.

Den Volocopter-Erfindern gelingt der weltweit erste bemannte Flug mit einem elektrischen Multicopter. Der Flug mit dem Testträger VC1 dauert genau 90 Sekunden. Die weltweite Medienresonanz überrollt das Erfinderteam, gibt aber bereits einen Hinweis auf das wirtschaftliche Potential des Volocopters. Anfragen und Anwendungsideen aus der ganzen Welt bekräftigen das e-volo Team in dem Vorhaben ein zulassungsfähiges Luftfahrzeug zu entwickeln.

Technische Beschreibung der Volocopter

Der Volocopter ist aus Faserverbundwerkstoffen in Leichtbauweise gefertigt und beherrscht neben dem Reiseflug die Fähigkeit zum senkrechten Starten und Landen sowie auf der Stelle schweben. Das Fluggerät ist vollständig elektrisch angetrieben. Die Elektromotoren der 18 Antriebseinheiten werden von 9 unabhängigen Akkus versorgt. Der Volocopter erreicht systemweit einen hohen Grad an Ausfallsicherheit durch redundante Auslegung. Dieses Prinzip realisiert der Volocopter in allen für einen sicheren Flugbetrieb nötigen Systemteilen und -komponenten.

Die für den der Schwerkraft entgegengesetzten Auftrieb nötige Schubkraft erzeugen beim Volocopter 18 individuell und unabhängig angetriebene Rotoren mit jeweils zwei feststehenden Blättern. Im Unterschied zum Hubschrauber kann beim Volocopter der Anstellwinkel der einzelnen Rotorblätter nicht verstellt werden. Die Größe der erzeugten Schubkraft wird einzig durch die Drehzahlen der einzelnen Rotoren bestimmt.

Durch geeignete Kombination der durch Drehzahlunterschiede der einzelnen Rotoren erzeugten Drehmomente um die Hochachse (Gieren) und senkrecht dazu (Nicken/Rollen) sowie durch Verändern des von allen Rotoren gemeinsam erzeugten Gesamtschubes, kann der Volocopter alle drei rotatorischen Freiheitsgrade (Nicken, Rollen, Gieren) und aufgrund der festen Ausrichtung der Rotoren einen translatorischen Freiheitsgrad (vertikal, „nach oben/unten") direkt beeinflussen. In Kombination mit dem Lagewinkel kann er insgesamt jedoch Flugbewegungen zusätzlich indirekt auch horizontal („nach vorne/hinten" und „nach rechts/links") ausführen und beherrscht damit allen sechs möglichen rotatorischen und translatorischen Freiheitsgrade.

Beim Volocopter mit seinen 18 Rotoren mit festem Blattanstellwinkel sorgt ein mehrfach redundantes Flugsteuerungssystem für eine exakte Fluglage- und Positionsstabilität. Im Vergleich zu herkömmlichen Luftfahrzeugen sogar wesentlich stabiler. So folgt er exakt den Pilotenvorgaben und gleicht äußere Einflüsse weitestgehend selbständig aus. Dies entlastet den Piloten, der den Volocopter dadurch auch in schwierigen Umgebungsbedingungen sicher steuern kann.

Das Flugsteuerungssystem besteht aus mehreren vollständig unabhängigen Einheiten. Jede Flugsteuerungseinheit beinhaltet einen vollständigen Satz Lagesensorik, bestehend aus Druckmesser, Gyroskop, Beschleunigungsmesser und Magnetfeldmesser für alle drei Raumachsen. Jede Flugsteuerungseinheit ist für sich alleine in der Lage den Volocopter vollständig zu kontrollieren. Dabei steuert der Pilot mit nur einer Hand alle Flug-Achsen intuitiv über Achs- und Drehbewegungen des Joysticks. Die Pilotenvorgaben für Steigen und Sinken erfolgen mit einem Daumen-Höhenregler. Zur Landung drückt der Pilot den Höhenregler einfach nach unten, bis der Volocopter am Boden steht. Die Steuerung verlangsamt in Bodennähe automatisch das Sinken und der Volocopter setzt sanft auf.

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