Dürr nach Rekordjahr 2008 gut gerüstet - offensives Maßnahmenpaket 2009

(PresseBox) ( Stuttgart, )
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- Gute Kapitalstruktur und langfristig gesicherte Finanzierung verbessern Marktchancen
- Maßnahmenpaket: Kostensenkung, Kapazitätsanpassung, Produktund Marktoffensive
- Belebung der Auftragslage ab zweitem Quartal 2009 erwartet

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2008 tritt Dürr dem weltweiten Konjunkturabschwung gestärkt und offensiv entgegen. Der Konzern ist mit einer Eigenkapitalquote von über 31%, einer niedrigen Finanzverschuldung sowie bis 2011 fest vereinbarten Kreditlinien finanziell solide aufgestellt. "Auch in 2009 werden von der Automobil- und Flugzeugindustrie wichtige strategische Projekte vergeben, bei denen für Dürr gute Chancen bestehen", sagte Dürr- Vorstandschef Ralf Dieter bei der Bilanzvorlage. Ein detailliertes Maßnahmenpaket sieht neben Ausgaben- und Kapazitätskürzungen auch eine Produkt- und Marktoffensive vor, um zusätzliche Nachfrage zu generieren. Für 2009 erwartet Dürr einen moderaten Rückgang von Geschäftsvolumen und Ergebnis.

"Dürr ist gut vorbereitet auf die Krise und wird gestärkt aus ihr hervorgehen. Wir haben den Konzern in den vergangenen Jahren wesentlich schlanker, flexibler und effizienter aufgestellt. Außerdem wurden zahlreiche Innovationen zur Marktreife gebracht, die bei unseren Kunden zu niedrigeren Gesamtkosten führen und energieeffizient sind. Diese Angebote werden wir intensiv vermarkten", so Dürr-Chef Dieter. Aktuelle Innovationen umfassen das energiesparende Lackierkabinenkonzept EcoDryScrubber, Energie-Audits sowie Auswucht- und Reinigungsmaschinen für verbrauchsarme Automobilmotoren. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2010" baut Dürr zudem das Geschäft mit der Flugzeugindustrie und den japanischen Automobilherstellern aus.

Dazu vereinbarte das Unternehmen zuletzt eine Kooperation mit dem japanischen Anlagenbauer Parker Engineering. Intern setzt Dürr auf strikte Ausgabenkontrolle, ein enges Vorrats- und Forderungsmanagement sowie auf flexible Arbeitszeitinstrumente. Außerdem hat das Unternehmen das bisher defizitäre Endmontage-Fördertechnikgeschäft auf profitable Kernprodukte redimensioniert. In Frankreich und den USA werden die Kapazitäten an die Nachfrage angepasst, dadurch entfallen bis Ende des ersten Quartals 2009 250 Stellen.

Ziele für 2008 weitgehend erreicht

Im Jahr 2008 hat Dürr seine Ziele weitgehend erreicht. Bei einem Umsatzplus von 8,5% erhöhte sich das EBIT um 30%. Das Konzernergebnis konnte mit 46,3 Mio. € mehr als verdoppelt werden. Auf dieser Basis schlägt Dürr der Hauptversammlung am 30. April eine Dividende von 0,70 € je Aktie (Vorjahr: 0,40 € je Aktie) vor.

Eigenkapitalquote und Nettofinanzverschuldung erreichten mit 31,4% beziehungsweise 34,4 Mio. € die besten Jahresendwerte seit zehn Jahren. Der operative Cashflow war 2008 mit 30,9 Mio. € klar positiv, obwohl die Automobilindustrie im Dezember mehrere weitgehend verhandelte Aufträge verschob und dadurch erwartete Anzahlungen nicht vereinnahmt werden konnten. Aus der Kreditlinie über 200 Mio. €, die Dürr im September 2008 vereinbart hat, wurden zum Jahresende 2008 10 Mio. € beansprucht.
"Unsere finanzielle Stärke ist heute ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Das zeigen die Gespräche mit unseren Kunden, die angesichts der Marktabschwächung solide Partner suchen" sagte Dürr-Finanzvorstand Ralph Heuwing.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich dank strikten Kostenmanagements mit 1,2% deutlich langsamer als der Umsatz. Ohne den Einmalaufwand von 9,4 Mio. €, der vorwiegend für den vorzeitigen Rückkauf von 50% der Dürr-Unternehmensanleihe anfiel, verbesserte sich das Finanzergebnis um 4,1 Mio. € auf -16,9 Mio. €. Dazu trug insbesondere die niedrigere durchschnittliche Verschuldung bei. Der Auftragseingang verringerte sich 2008, bereinigt um das zurückgefahrene Endmontage-Fördertechnikgeschäft, um 14% auf 1.464,0 Mio. €. Maßgebend dafür waren die Auftragsverschiebungen im Volumen von rund 200 Mio. € am Jahresende.

Ausblick

Für 2009 erwartet Dürr einen moderaten Rückgang von Geschäftsvolumen und Ergebnis. Aktuelle Gespräche mit Kunden aus der Automobilindustrie bestätigen, dass im Jahresverlauf mehrere strategisch wichtige Projekte vergeben werden sollen. Aus heutiger Sicht rechnet Dürr daher ab dem zweiten Quartal mit einer Belebung des Auftragseingangs. Der Auftragsbestand von 925 Mio. € am Jahresende 2008 sowie das kontinuierliche Servicegeschäft, das weiter ausgebaut wird, sichern einen guten Teil des Umsatzes im Jahr 2009 ab. Das Endmontage-Fördertechnikgeschäft und das im Aufbau befindliche Flugzeuggeschäft, die 2008 in Summe noch Verluste von rund 10 Mio. € auswiesen, werden 2009 die Ergebniswende erreichen. Darüber hinaus werden die weltweite IT-Harmonisierung, effizientere Geschäftprozesse und die Kapazitätsanpassungen zu positiven Ergebniseffekten führen.
Das Finanzergebnis wird sich aufgrund des Anleiherückkaufs und des dadurch geringeren Zinsaufwands verbessern.
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