Unterstützung der laborseitigen Routineprozesse - Neugeborenen-Screeninglabor MV

(PresseBox) ( , )
Im Januar 2003 wurde eine neue Software im Neugeborenen-Screeninglabor Mecklenburg-Vorpommern am Universitätsklinikum Greifswald eingeführt. Die Lösung wurde gemeinsam mit dem Screeninglabor und der dr.heydenreich GmbH entwickelt und soll den Screeningprozess unterstützen. Die Basis bilden Open Source Software und Web-Technologien, so dass künftig die Vorteile der Telemedizin für eine schnelle Informierung bei unklaren und kritischen Befunden genutzt werden können.

Das Neugeborenenscreening ist eine empfohlene Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von genetisch bedingten Stoffwechselerkrankungen. Ziel ist es, Krankheiten schon in der präklinischen Phase zu erkennen und die Therapie einzuleiten. Im Jahr 2002 gab es in Deutschland 15 Zentren mit mehr als 10.000 Analysen pro Jahr. Ein Zentrum ist das Neugeborenen-Screeninglabor MV, wo jährlich rund 15.000 Neugeborene getestet werden.

Zur Durchführung des Tests müssen Trockenblutproben auf Filterpapier hergestellt werden. Um eine sichere Interpretation und Nachsorge zu garantieren, sind auf diesen Testkarten auch die Angaben zur Identifizierung des Kindes, Angaben der Mutter, Versicherungsnummer, Einsendedatum usw. verzeichnet. Bisher wurden die Daten der Testkarte und die Ergebnisse der Messgeräte per Hand in eine Datenbank eingegeben. Auch die Brieferstellung wurde manuell durchgeführt. Dies war sehr aufwändig und zeitintensiv. Verstärkt wurde der Aufwand durch die Übernahme von Daten der neuen Methode Tandem-Massenspektrometrie (TMS).

Zur Unterstützung der laborseitigen Routineprozesse wurde daher eine neue Software entwickelt. Das Ziel bestand darin, eine schnelle Reaktion auf kritische Befunde des Neugeborenenscreenings zu ermöglichen. Dabei ist es notwendig den organisatorischen Ablauf zu optimieren und die zeitlichen Abläufe zu straffen.

Das Ergebnis ist eine datenbankorientierte Web-Anwendung auf der Basis des Open Source Web-Application Servers Zope für die Verwaltung aller Informationen im Screening-Labor. Die Testkarten werden mit einem Scanner digitalisiert und die Daten an das System übergeben. Dabei können sowohl Maschinenschriften als auch blockhandschriftliche Einträge übernommen werden. Die Steuerung der Laborgeräte und die Ergebnisübernahme erfolgt automatisch über Schnittstellen. Über die Ausgabe von Listen mit entsprechenden Markierungen werden sofort kritische Befunde sichtbar. Befundbriefe werden automatisch im MS-Word-Format erstellt und können editiert werden.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.