Neues Forschungsprojekt gestartet

Neuentwicklung eines Behälter/ Verpackungssystems zur gesetzeskonformen Sammlung und Beförderung von Bildschirmaltgeräten

(PresseBox) ( Brake, )
Am 24. März 2006 ist das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) in Kraft getreten, mit dem die EU-Richtlinien 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten und 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (sog. WEEE-Richtlinie) in deutsches Recht umgesetzt wurden (WEEE: Waste Electrical and Electronic Equipment - Elektro- und Elektronik- Altgeräte).

Die Sammlung und Bereitstellung der Altgeräte erfolgen in Deutschland aufgrund § 9 Abs. 4 ElektroG zur Verringerung des logistischen Aufwandes in fünf Sammelgruppen. Um eine geordnete Verwertung und die gesetzlich geforderte Überprüfung auf Wiederverwendbarkeit der Altgeräte durchführen zu können, gibt das ElektroG für diese fünf Gruppen nicht nur Mindestverwertungsquoten vor, sondern präzisiert auch, wie die Altgerätesammlung zu erfolgen hat und welche Mindestanforderungen die hierbei zum Einsatz kommenden Sammelbehälter erfüllen müssen.

Trotz dieser klaren Vorgaben hat sich nach Inkrafttreten des ElektroG bei der Sammelgruppe 3 (insbesondere bei Bildschirmgeräten) mangels geeigneter Behältersysteme eine Entsorgungspraxis etabliert, die in vielen Punkten den Vorgaben des Gesetzes widerspricht. So werden Bildschirmgeräte i. d. R. weder separat noch bruchsicher erfasst (siehe Abbildung 1), die Geräte werden oft durch unsachgemäße Transport- und Umladevorgänge beschädigt und zuletzt werden volle Sammelcontainer beim Erstbehandler i.d.R. abgekippt, so dass es insgesamt zu erheblichen Beschädigungen der angelieferten Geräte kommt.

Aufgrund dieser beschriebenen Problematik starten die Unternehmen Dr. Brüning Engineering, ELPRO Elektronik-Produkt-Recycling GmbH und die Gebr. Koch GmbH & Co. KG zusammen mit dem Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) im Rahmen eines ZIM-Kooperationsprojektes die Entwicklung eines gesetzeskonformen Behältertyps.

Dieser zu entwickelnde Ptototyp soll erstmals zur einer zerstörungsfreien Sammlung und einer sich anschließenden Beförderung von Bildschirm-Altgeräten führen, so dass diese ohne Umweltgefahren einer Wiederverwendung bzw. Verwertung im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zugeführt werden können Das Projekt wird im Rahmen des Programms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)" gefördert und hat eine Laufzeit von 15 Monaten.
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