Dr. Michael Otto erhält den "Deutschen CSR-Preis für herausragendes CSR-Engagement"

Festliche Preisübergabe am Dienstag, dem 4. April 2017 im Rahmen des "Deutschen CSR-Forums" im Forum am Schlosspark, Ludwigsburg

(PresseBox) (Stuttgart, ) Gut 500 Ehrengäste aus der Wirtschaft, Politik, der Wissenschaft und der Medien erlebten am Abend des 04.04.2017 die Verleihung des Deutschen CSR-Preises für herausragendes CSR-Engagement an Dr. Michael Otto, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Otto Group, Hamburg.

Die Jury des Deutschen CSR-Preises unter der Leitung von Wolfgang Scheunemann, Initiator des Deutschen CSR-Forums, und Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, hatte in einem mehrstufigen Verfahren beschlossen, Dr. Michael Otto mit dem Deutschen CSR-Preis 2017 für vorbildliches gesellschaftliches Engagement auszuzeichnen. "Die Preisverleihung an Dr. Michael Otto würdigt einen Menschen, der sein ganzes Leben lang die Grundsätze gesellschaftlicher Verantwortung als Unternehmer lebt", betonte Scheunemann. "Mit seinem Einsatz leistet er einen wertvollen Beitrag, den Gedanken an die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen weltweit zu verbreiten. Sein Name steht für eine zukunftsfähige Welt", so Prof. Schuster.

Die Festrede auf Dr. Otto hielt Jakob von Uexküll, Gründer des "Right Livelihood Award" ("Alternativer Nobelpreis") und des World Future Council. Er meinte: „Die Jury konnte keine bessere Wahl treffen, denn Michael Otto hat nicht nur dafür gesorgt, dass die Otto-Gruppe bei CSR eine Vorreiter-Rolle gespielt hat und weiterhin spielt, sondern auch viele andere Unternehmer im In- und Ausland für CSR gewinnen, ja begeistern können. So ist er sowohl Vor-Denker wie Vor-Praktiker bei Corporate Social Responsibility! Denn Nachhaltigkeit, Verantwortung und Ökologie ist zwar alternativlos, wenn wir eine lebenswerte Erde für unsere Kinder und zukünftige Generationen erhalten wollen, aber in der Praxis eine große Herausforderung.“

Von Uexküll ließ das Leben von Dr. Otto Revue passieren und berichtete über die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Otto Group, die vielen Stiftungen und Institutionen, die er gegründet hat oder langfristig fördert und sein soziales Engagement in Hamburg. (Download der Vita von Dr. Michael Otto und der Laudatio von Jakob von Uexküll siehe unten)

Anschließend warnte von Uexküll vor vielen Fehlentwicklungen der Gesellschaften weltweit.

• Er zitierte den ehemaligen Chef des IWF, Michael Camdessus, dass sich mehrere hundert Millionen afrikanische Klima-Flüchtlinge in den nächsten 20 Jahren auf den Weg nach Europa machen werden, wenn wir ihnen nicht ermöglichen, zu Hause zu überleben. Hier gehe es nicht um die üblichen Hilfeleistungen, sondern um die massive Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, um die Regeneration von verwüsteten und erodierten Landflächen, um das Recht der Menschen auf Wasser und Nahrung.

• Er stimmt mit dem früheren Deutsche-Bank-Manager Pavan Sukhdev überein, dass die Externalisierung von Produktionskosten, also ihre Abwälzung auf die Um- und Nachwelt, unlauterer Wettbewerb sei, ja Betrug am Kunden. Von Uexküll: „Aber ihre vollständige Internalisierung würde viele Unternehmer in den Bankrott treiben – ganz abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten, da die meisten dieser Kosten bei Zulieferern in oft weltweiten Produktionsketten verursacht werden.“

 Dr. Michael Otto habe diese Herausforderung angenommen, um eine zukunftsfähige Welt als Unternehmer mitzuschaffen. Er wisse, dass diese Aufgabe noch lange nicht gelöst ist, ja, dass viele „unangenehme Wahrheiten“ (Al Gore) uns noch bevorstehen.

• Kein gutes Zeugnis gibt er den heute Verantwortlichen und zitiert den britischen Ökologen Jonathon Porritt: „Ich fürchte mich bei dem Gedanken, wie wütend junge Menschen sein werden, wenn ihnen das volle Ausmaß der Fahrlässigkeit meiner Generation klar wird.“

Von Uexküll: „Es ist fast 200 Jahre her, dass das oberste Gericht der USA 1819 Corporations zu Bürgern erklärte, mit allen Rechten, aber ohne Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft. Die Gefahren dieser inzwischen weltweiten Ideologie kennen wir. Dr. Michael Otto hat sehr früh gewusst, dass es keine Rechte ohne Pflichten und Verantwortlichkeiten geben kann und dies wegweisend in die Praxis ungesetzt, in einem weltweit agierenden Konzern. Wir wissen, wie schwierig  diese Praxis ist, in einer Welt voller Konkurrenz, Neid und Gier nach Sensationen. Hier über Jahrzehnte erfolgreich seinen Weg zu gehen, mit immer neuen Initiativen, erfordert viel Kraft, Mut, Empathie und Intuition.“

Von Uexküll endete seine Laudatio mit den Worten: „Vor 150 Jahren schrieb der britische Sozialkritiker John Ruskin: ,Privates Unternehmertum sollte nie behindert werden, sondern, im Gegenteil, stark gefördert werden, so lange es sich wirklich um Unternehmertum handelt, d.h. die Ausübung von Einfallsreichtum und Kühnheit auf neuen Gebieten. Aber ‚privates Unternehmertum‘, das die Nachbarschaft vergiftet oder auf individuellen Gewinn auf Kosten der Gemeinschaft spekuliert, sollte sehr scharf behindert werden.’ Es ist mir eine große Freude, Michael Otto, als hervorragenden Vertreter des Unternehmertums, welches laut Ruskin stark gefördert werden sollte, zu dem heutigen Preis zu gratulieren!“

Alle Materialien zur Preisverleihung:

Preisverleihung www.csrforum.eu/F7/presse/2017-04-04-pri-DCP-Auflieger.pdf
Begründung www.csrforum.eu/F7/presse/2017-04-04-pri-DCP-Begruendung.pdf
Laudatio www.csrforum.eu/F7/presse/2017-04-04-pri-DCP-Laudautio.pdf
Sieger in den Kategorien www.csrforum.eu/F7/presse/2017-04-04-pri-DCP-Sieger.pdf
Fotos von Dr. Otto www.ottogroup.com/de/presse/material.php
Deutsches CSR-Forum www.csrforum.eu/F7/presse/2017-04-03-pri-DCF-Allgemein.pdf

Weitere Pressematerialien und Logos www.csrforum.eu/presse

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