PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 865456 (diversicon gGmbH)
  • diversicon gGmbH
  • Dessauer Str. 36
  • 10963 Berlin
  • http://diversicon.de/
  • Ansprechpartner
  • Sally Ollech
  • +49 (30) 98336788

Bewerbungsstart der diversicon-Academy

(PresseBox) (Berlin, ) Die erste Bewerbungsphase für die diversicon-Academy startet am 01. August 2017. Arbeitslose Autistinnen und Autisten mit Wohnsitz in Berlin/Brandenburg können sich ab jetzt für das berufsvorbereitende Training bewerben.

Für Menschen im Autismus-Spektrum stellen soziale Interaktionen und Kommunikation auf Grund ihrer autistischen Besonderheiten oft eine Herausforderung dar, erschweren die Berufstätigkeit und führen in vielen Fällen in lange Phasen der Arbeitslosigkeit. In einem neu konzipierten Training fördert diversicon gezielt die Fähigkeiten von Autistinnen und Autisten, um sie dabei zu unterstützen, für sie passende Wege in den ersten Arbeitsmarkt und eine dauerhafte Festanstellung zu finden. Hierfür werden insbesondere Selbst-, Sozialund Methodenkompetenzen trainiert, um die berufliche Handlungsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Das etwa zweimonatige Training der diversicon-Academy findet im Rahmen einer sog. Qualifizierungs- und Aktivierungsmaßnahme in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit statt. Die Module sind autismusspezifisch und berufsorientiert aufgebaut und gehen damit auf die besonderen Stärken und Schwächen der Teilnehmenden ein. Um das Training bestmöglich an den Bedürfnissen der autistischen Zielgruppe auszurichten, wird Vielfalt bereits im Academy-Team gelebt: hier arbeiten sowohl Trainerinnen und Trainer mit als auch ohne Autismus.

Ab dem 01. August 2017 können sich arbeitslose und arbeitssuchende Autistinnen und Autisten mit Wohnsitz in Berlin/Brandenburg für das Training der diversicon-Academy bewerben.

Informationen zu dem Trainingsangebot der diversicon-Academy: https://diversicon.de/academy/

 

diversicon gGmbH

Das Social-Business-Startup diversicon wurde Anfang 2017 durch die Berliner Dirk Müller- Remus und René Kuhlemann gegründet. Bereits 2011 gründete Müller-Remus das IT-Beratungsunternehmen auticon, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen im Autismus-Spektrum mit einer Leidenschaft für IT fest einzustellen. Heute ist es ein international anerkanntes IT-Dienstleistungsunternehmen, das komplexe und vielfältige IT-Projekte, u.a. bei vielen DAX-Kunden, durchführt. diversicon hat es sich jetzt zum Ziel gesetzt, auch Menschen im Autismus-Spektrum außerhalb des IT-Bereiches in Arbeit zu vermitteln und ihre besonderen Talente für Unternehmen verfügbar zu machen.

Der Ausgangspunkt
diversicon widmet sich dem gesellschaftlichen Problem einer hohen Arbeitslosigkeit von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Menschen mit ASS haben häufig besondere Fähigkeiten. Sie sind intrinsisch motiviert und vielfach gut ausgebildet. Oft haben sie jedoch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation und deshalb Probleme bei der Arbeitsplatzsuche. Man geht davon aus, dass 85 % der rund 800.000 Betroffenen in Deutschland arbeitslos sind. Hierunter sind viele nicht aktivierte Fachkräfte für Unternehmen. Dies ist folglich nicht nur ein soziales, sondern auch ein volkswirtschaftliches Problem mit hohen gesellschaftlichen Kosten. Es ist eine Situation, bei der es nur Verlierer gibt: arbeitslose Menschen mit Autismus, Unternehmen, die Fachkräfte suchen und den Staat, der jährlich erhebliche Summen an Transferleistungen zahlt.

Die sozialunternehmerische Lösung
diversicon identifiziert die besonderen Fähigkeiten von Autistinnen und Autisten und trainiert sie in Selbst-, Sozial-, und Methodenkompetenz. Für Unternehmen und Organisationen agiert diversicon als Personalvermittler und unterstützt diese bei der Suche nach besonderen Fachkräften, die zu Diversität und Inklusion beitragen.

Kurzum: diversicon fördert, vermittelt und coacht qualifizierte Fachkräfte mit Autismus und strebt damit eine Win-Win-Win-Situation auf drei Ebenen an:

- Menschen mit ASS werden in Arbeit vermittelt. Ein fester Arbeitsplatz führt bei Autistinnen und Autisten langfristig zu einem höheren Selbstwertgefühl sowie selbstsichererem Auftreten und ermöglicht es ihnen, ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.
- Unternehmen finden geeignete Fachkräfte mit einem besonderen Blick auf Prozesse und Produkte und profitieren von einem nachhaltigen betriebswirtschaftlichen Mehrwert.
- Die Gesellschaft profitiert von gelebter Inklusion und Diversität. Zudem muss der Staat weniger Transferleistungen zahlen - jede geschaffene Arbeitsstelle spart jährlich 19.600 EUR ein.