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Pressemitteilung BoxID: 931256 (Digitalstadt Darmstadt GmbH)
  • Digitalstadt Darmstadt GmbH
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Ein Jahr nach dem Bitkom-Wettbewerb "Digitale Stadt"

Digitalstadt Darmstadt geht große Schritte in Richtung Modellstadt und präsentiert sich vom 20. bis 22. November auf der Smart Country Convention in Berlin / Oberbürgermeister Partsch bei Podiumsdiskussion

(PresseBox) (Darmstadt, ) Die Digitalstadt Darmstadt entwickelt sich seit Gewinn des Bitkom-Wettbewerbs „Digitale Stadt“ in großen Schritten zur digitalen Vorzeigestadt. Wie weit man bei der Projektumsetzung in den aktuell 14 Themenbereichen ist, wo Herausforderungen liegen und wie der Alltag in der Smart City aussieht, dazu präsentiert sich die Digitalstadt Darmstadt GmbH bei der Smart Country Convention vom 20. bis 22. November 2018 im CityCube Berlin.

Oberbürgermeister Jochen Partsch wird am Dienstag (20.11.) beim „Forum digitale Städte“ im Rahmen der Podiumsdiskussion „Ein Jahr nach dem Wettbewerb digitale Stadt“ mit den anderen vier Finalstädten Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg ins Gespräch gehen: „Von Anfang an war es unser Ziel, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu steigern. Das gelingt uns durch eine starke Vernetzung von 14 Projektbereichen, die in unterschiedlicher Weise den Lebensalltag in dieser Stadt tangieren und Mehrwerte für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft schaffen. Es ist unser spezieller Ansatz, der uns von anderen Städten unterscheidet und uns zum Leuchtturm macht. Unser Anspruch ist es, in einer lebenswerten Stadt, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und dabei Nachhaltigkeit, Datenschutz und Datensicherheit sicherzustellen. Um dem Prozess im öffentlichen Sektor in unserer Digitalstadt Darmstadt entscheidende Impulse geben zu können, ist der Austausch mit Partnern, Freunden und Experten zu neuen innovativen Möglichkeiten im Bereich Digitalisierung entscheidend. Die Smart Country Convention ist ein optimaler Begegnungsort, um sich bundesweit mit erfolgreichen digitalen Lösungen für Städte, Landkreise und Gemeinden sowie für den öffentlichen Raum im Allgemeinen zu beschäftigen. Dieses Potenzial wollen wir für unsere Arbeit nutzen und direkt einfließen lassen.“

Der Digitalverband Bitkom sieht in Darmstadt ein positives Beispiel für die flächendeckende digitale Entwicklung von Städten und Regionen. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: „Effizient, bequem, bürgernah, umweltfreundlich: In der Smart City wird Urbanität neu definiert. Entscheidend ist, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort in den Mittelpunkt zu stellen und Technologien zur Unterstützung einer nachhaltigen Stadtentwicklung einzusetzen. Darmstadt hat sich ambitionierte Ziele gesetzt und ist auf einem guten Weg. Unser Ziel muss sein, in Deutschland nach diesem Vorbild überall digitale Städte und Regionen zu schaffen. Mit der Smart Country Convention, die in diesem Jahr erstmals stattfindet und die sich um die Digitalisierung von Verwaltung und öffentlichen Dienstleistungen dreht, werden wir diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher kommen.“

Bisher zeigt sich das aufbauende und stringente Vorgehen der Digitalstadt Darmstadt etwa in umgesetzter notwendiger Infrastruktur, wie beispielsweise einem schnellen 4,5G-Mobilfunk- und Breitbandnetz und flächendeckendem WLAN in der City, dem Funknetzwerk LoRaWAN für das Internet der Dinge sowie der Umsetzung vieler verschiedener Projekte in den 14 Projektbereichen. Die Digitalstadt Darmstadt lebt auch von ihrer starken Bürgerbeteiligung, die offline und online intensiviert wurde. Darüber hinaus ist eine konkrete Strategie für das Gesamtprojekt erarbeitet worden. Schritte, wie die Einrichtung eines Ethik- und Technologiebeirats, der in dieser Form einmalig ist, untermauern den Modellcharakter Darmstadts in der Digitalisierung.

„Die Einzigartigkeit der Digitalstadt Darmstadt wird vor allem durch die Umsetzung der vielseitigen Projekte mit unseren Partnern und Unterstützern sichtbar, bei denen immer der Nutzen und Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerschaft im Fokus steht. Die Sponsoren des Bitkom sind dabei eine wichtige Säule unserer Arbeit auf dem Weg, ein Leuchtturm im internationalen Smart City-Umfeld zu werden“, sagt José David da Torre Suárez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH, und wird von GF Joachim Fröhlich ergänzt: „Nur mit starken Partnern an unserer Seite wird es uns möglich sein, ein urbanes digitales Ökosystem für die Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt aufzubauen und dieses kontinuierlich zu verbessern.“ Die Stadtgesellschaft steht dabei immer im Fokus: 

„Für uns ist es wichtig, auf die Belange der Darmstädterinnen und Darmstädter sowie der Stadt selbst bestmöglich eingehen zu können. Hier bauen wir auch auf die Expertise unserer Partner und binden sie aktiv in die Bürgerbeteiligung ein. Das hat bereits die Teilnahme der Hauptsponsoren und des Bitkom an unserem großen Bürgerevent Digitalstadt-ARENA Ende September gezeigt. Das ist die Basis für eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit“, so Simone Schlosser Geschäftsführerin der Digitalstadt Darmstadt GmbH.

Darmstadt ist eine nachhaltige Stadt. Umweltschutz und Ressourcenschonung sind wesentliche Aspekte der Stadtregierung und werden auch von der Bürgerschaft getragen. Der Bereich Umwelt spielt daher auch für die Digitalstadt Darmstadt eine wichtige Rolle. Die Deutsche Telekom AG bringt als eines der wegweisenden Projekte neuartige Messsäulen ein, die nach den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Luftqualitätswerte, wie CO2, NOX und Feinstaub, messen und den Aufbau eines flächendeckenden Sensornetzes zur Umweltmessung in Darmstadt ergänzen. Diese Daten geben darüber Aufschluss, wie andere eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt in Darmstadt sich auf das Stadtgebiet auswirken. Ein weiteres Projekt, das derzeit mit dem Partner Vodafone voran gebracht wird, ist der Einsatz intelligenter Straßenbeleuchtungen (Smart Lighting), die mittels Sensoren ebenfalls Umweltwerte erfassen und darüber hinaus Straßenzustände analysieren können.

Darmstadts Mobilitätskonzept, das auch Teil der Modellregion Rhein-Main mit Schwerpunkt Elektromobilität ist, umfasst neben gut ausgebautem Straßennetz und zahlreichen Maßnahmen für Fußgänger und Radfahrer sowie Sharing-Auswahl auch ein gut ausgebautes ÖPNV-Angebot mit dicht getaktetem Bus- und Straßenbahnnetz. Für eine zukunftsgerichtete Modellstadt, wie Darmstadt sie bereits ist, soll modernste Infrastruktur zum Einsatz kommen. Mit dem Partner Deutsche Telekom werden Kommunikationslösungen genutzt, um den Probebetrieb der teilautonomen Straßenbahn zu ermöglichen, die mittels Sensoren und hochauflösendem Bildmaterial auf eine schnelle Datenübertragung in Echtzeit angewiesen ist. Darüber hinaus engagiert sich die Deutsche Telekom im Bereich des intelligenten Parkens (Park&Joy) sowie bei der Erweiterung der Ladesäulen-Infrastruktur, um die Attraktivität der E-Mobilität zu steigern.

Um den hohen Ansprüchen an die Cyber-Sicherheit in Darmstadt gerecht zu werden, sind Innovationen notwendig. Aruba, ein Unternehmen von Hewlett Packard Enterprise, bringt sich hier mit modernen Lösungen im Bereich der IT-Sicherheit ein. „Introspect“ nutzt künstliche Intelligenz, um Datennetzwerke auf mögliche Bedrohungen zu erkennen, ehe diese Schaden anrichten können. Dies ist insbesondere bei der Vielzahl von eingesetzten Sensoren und Systemen in Darmstadt eine wichtige Maßnahme, um die zunehmende Gefahr von Cyber-Angriffen zu reduzieren. Die Digitalstadt Darmstadt setzt diese Lösung als eine der ersten Städte überhaupt ein. Neben der digitalen Sicherheit sollen aber auch die öffentliche Sicherheit und der Katastrophenschutz gestärkt werden. Hier sind derzeit Bodycams für die Berufsfeuerwehr im Einsatz, die durch Vodafone bereitgestellt werden. Ziel ist es, mit Videokameras und Bodycams eine schnellere Lageeinschätzung sowie eine effektivere Lenkung der Einsatzkräfte und Ressourcen der Feuerwehr in Darmstadt und seinen Stadtteilen umzusetzen.

Die Digitalstadt Darmstadt erfasst und verarbeitet große Datenmengen. Diese Datenpakete müssen gespeichert und zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus besteht die Herausforderung darin, diese durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen. Das Stichwort lautet: Internet of Things (IoT). Als Experte für den Umgang mit Datenschnittstellen unterstützt die Darmstädter Software AG hier bei der Vernetzung der vielen Projektbereiche der Digitalstadt Darmstadt. Die SAP SE ist dabei ein weiterer Projektpartner der ebenfalls im Bereich der Softwareinfrastruktur und Vernetzung der Daten seine Expertise für die erfolgreiche Entwicklung einbringt. Hewlett Packard Enterprise unterstützt gemeinsam mit dem Softwarehersteller Stratoscale die Digitalstadt Darmstadt auch dabei, ein agiles und leistungsstarkes IT-Fundament aufzubauen und so den sicheren sowie flexiblen Betrieb dieser komplexen Infrastruktur sicherzustellen.

Hintergrund:

Die Smart Country Convention ist eine neue Veranstaltung rund um die Digitalisierung des Public Sector und wird vom Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit der Messe Berlin durchgeführt. Das dreitägige Event findet jedes Jahr im November auf dem Berliner Messegelände statt und bringt alle relevanten Akteure aus Verwaltung, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Als Kombination aus Kongress, Workshops, Expo und Networking widmet sich die Smart Country Convention der Digitalisierung von Städten, Gemeinden und des öffentlichen Raums. Dabei geht es sowohl um die digitale Verwaltung als auch um die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Mobilität, Sicherheit, Abfall, Wasser, Bildung, Gesundheit und Wohnen. Die Smart Country Convention 2018 setzt sich aus drei Bühnen mit über 300 Sessions, mehr als 500 involvierten Rednern, 50 Fachkonferenzen und Workshops sowie 120 Ausstellern im Expo-Bereich zusammen. Erwartet werden mehr als 10.000 Teilnehmer.

Die Digitalstadt Darmstadt auf der Smart Country Convention:

Zu finden ist die Digitalstadt Darmstadt an allen drei Tagen am Bitkom-Stand in Halle B. Neben dem Auftritt von Oberbürgermeister Jochen Partsch wird zudem die Geschäftsführerin des EAD Darmstadt, Sabine Kleindiek, am Dienstag (20.11.) um 14.30 Uhr zum Thema „Smart Waste in der Praxis“ einen Vortrag halten. In ihrem Workshop „LoRaWAN - IoT für Smart Cities“ arbeiten Antonio Jorba, Lead Cybersicherheit der Digitalstadt Darmstadt GmbH, und Tim Giesendorf, IoT Solutions Architect der COUNT+CARE GmbH & Co. KG, ebenfalls am Dienstag (20.11.) ab 14.30 Uhr mit dem Funknetz, das in Darmstadt eingesetzt wird und für den Open Data Startup Hackathon (ganztägig am 20. und 21.11.) stellt die Digitalstadt aus dem Bereich Mobilität Verkehrsdaten zur Verfügung.

Mehr Informationen und Tickets für die Smart Country Convention gibt es auf www.smartcountry.berlin