PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 599312 (DFine Europe GmbH)
  • DFine Europe GmbH
  • Dynamostraße 3
  • 68165 Mannheim
  • http://www.dfineinc.eu
  • Ansprechpartner
  • Miriam Muñoz
  • +49 (4221) 9345-334

Stoffwechsel der Knochen

Hormonhaushalt beeinflusst Osteoporose

(PresseBox) (Mannheim, ) Unsere Knochen sind kein statisches Gebilde, sondern ein Organ, das lebenslangen Umbauvorgängen unterworfen ist. Im Kindesalter bestimmen genetische Veranlagungen, Kalzium, Vitamin D und körperliche Belastungen das Knochenwachstum. "Mit Beginn der Pubertät hängt der Stoffwechsel dann auch von den Geschlechtshormonen ab", weiß Chefarzt Dr. med. Christian Drathen, Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg. "Dabei steuern unter anderem auch die Östrogene die Einlagerung von Kalzium in den Knochen und gewährleisten so ihre Stabilität." Gewöhnlich überwiegt bis zum 35. Lebensjahr der sogenannte Aufbauprozess. Danach nimmt die Dichte unseres Skeletts ab und das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, steigt. Besonders Frauen gelten aufgrund ihres Hormonhaushalts als gefährdet. Dank aktuellem Wissensstand lässt sich der Krankheitsverlauf heutzutage jedoch eindämmen. Mithilfe der sogenannten Radiofrequenz-Kyphoplastie gibt es inzwischen sogar die Möglichkeit, gebrochene Wirbel sanft wieder aufzubauen.

Frauen früher betroffen als Männer

Neben einem späten Einsetzen der ersten Regel verkürzen auch ein früher Eintritt der Wechseljahre sowie eine Entfernung der Eierstöcke die Zeit der schützenden Hormonproduktion und begünstigen damit Osteoporose. Besonders gefährdet sind Frauen jenseits der Menopause. Als Ursache hierfür lässt sich der plötzliche Abfall des Östrogenspiegels nach den Wechseljahren ausmachen, der den übermäßigen Abbau gesunder Knochenmasse begünstigt. "In der Folge kommt es zu einem gesteigerten Abbau der vorher formgebenden Matrix und Aufgrund einer reduzierten Stabilität des Knochens zu vermehrten Brüchen mit einer Verkrümmung der Wirbelsäule", erläutert Dr. Drathen. "Dadurch verlieren die Knochen an Festigkeit, was verstärkt zu Frakturen führt." Osteoporose durch Testosteronmangel bei Männern kommt übrigens eher selten vor. Dennoch verlieren sie ab etwa 65 Jahren aufgrund des natürlichen Abbaus genauso viel Knochenmasse wie Frauen. Im Alter von 75 Jahren liegt das Risiko einer Erkrankung bei beiden Geschlechtern dann etwa gleich hoch.

Osteoporose behandeln

Um Verletzungen aufgrund von Knochenschwund vorzubeugen, sollten Betroffene auf ausreichend Bewegung sowie Vitamin-D-haltiges und kalziumreiches Essen achten. Liegt eine Erkrankung vor, helfen oftmals Medikamente, den Verlauf zu verlangsamen. Bei Frauen stabilisiert beispielsweise eine Hormonersatz-Therapie die Knochensubstanz und vermindert so die Gefahr von Frakturen. Als Langzeitmaßnahme eignet sich die Methode jedoch aufgrund der hohen Risiken nur bedingt. "Osteoporose lässt sich zwar weder bei Frauen noch bei Männern heilen, aber in ihrem Ausmaß eindämmen, sodass weniger Frakturen auftreten und der Knochenabbau gebremst wird", erklärt Dr. Drathen. "Kommt es dennoch zu einem Wirbelkörperbruch, hilft in vielen Fällen die sogenannte Radiofrequenz-Kyphoplastie, ein neuartiges Verfahren, das Patienten schnell und sicher von Schmerzen befreit." Im Gegensatz zu bisherigen Eingriffen kommt hierbei ein speziell entwickelter gummiartiger Knochenzement zum Einsatz. Gezielt und kontrolliert gelangt diese zähe Masse über einen einzigen kleinen Zugang in den betroffenen Wirbelkörper. Unter Zugabe von Radiofrequenzenergie kann der Zement mit größerer Härte eingebracht werden als bei herkömmlichen Zementarten. Ohne umliegendes Gewebe zu beschädigen, richtet dieser den gebrochenen Wirbel wieder auf. So erhält die Wirbelsäule neue Stabilität und Patienten spüren sofort eine Linderung ihrer Beschwerden. Übrigens: Krankenkassen zahlen den Eingriff und Patienten profitieren neben der hohen Sicherheit von einer schnelleren Rehabilitationszeit.