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Osteoporose: Eine teure Volkskrankheit

Präventionsmaßnahmen fördern und Kosten einsparen

(PresseBox) (Mannheim, ) Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gehört Osteoporose zu den meistunterschätzten Volkskrankheiten und betrifft ungefähr 10 Prozent der Weltbevölkerung. Alarmierende Zahlen, die aufgrund von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung weiter steigen. Mit zunehmendem Alter erkranken immer mehr an dieser Stoffwechselerkrankung der Knochen - eine enorme Belastung für das Gesundheitssystem. "Denn bisher gibt es kein Heilmittel für poröse Knochenstrukturen, sodass sich eine Behandlung bis zum Lebensende fortsetzt", erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Konstantinos Kafchitsas, Oberarzt der Orthopädischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. "Auch das Risiko für Knochenbrüche steigt, was nicht nur das Leid von Patienten vergrößert, sondern auch intensivere Maßnahmen wie Operationen nach sich zieht."

Überfordertes Gesundheitssystem Nach Ermittlungen des IGES Instituts - einer digitalen Datenbank - erkranken derzeit in Deutschland circa 6,3 Millionen Menschen über 50 Jahren und damit jeder Fünfte dieser Altersgruppe an Osteoporose. Ab dem 70. Lebensjahr leidet sogar mehr als jeder dritte Bundesbürger unter Knochenschwund. "Wie auch schon vorangegangene Studien beweisen diese Zahlen, dass fortlaufender Bewegungsmangel sowie eine geringe Anzahl an Präventionsmaßnahmen unserem Gesundheitswesen finanziellen Schaden zufügen", sagt Priv.-Doz. Dr. med. Kafchitsas. Ursachen dafür gibt es viele: Unsere Knochengesundheit steht oft nicht an oberster Stelle. Anderen Erkrankungen wie beispielsweise Grippe kommt eine viel größere Beachtung zu. So lassen sich jährlich bis zu 20 Millionen Deutsche vorsorglich gegen Viren impfen. Im Gegensatz dazu unterziehen sich nur etwa 9 Prozent der Patienten, die bereits einen osteoporotischen Wirbelkörperbruch erlitten haben, einer Knochendichtemessung. Und das, obwohl für diese Risikogruppe eine etwa 20-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, innerhalb eines Jahres unter einer weiteren Fraktur zu leiden. Hier gibt es also ein Ungleichgewicht von Betroffenen in Relation zu getroffenen Vorsorgemaßnahmen.

Patientenaufklärung fördern

Ursachen für diese Tendenz lassen sich vor allem in der Unterversorgung von Patienten sowie fehlender Sensibilisierung für die Stoffwechselerkrankung finden. "Menschen, die in ihrem familiären Umfeld bereits einen Betroffenen kennen, informieren sich zwar viel intensiver über das Thema", betont der Experte. "Nur ein kleiner Teil unterzieht sich jedoch regelmäßig einer Knochendichtemessung zur Prävention von Brüchen." Auch vorbeugende Maßnahmen mithilfe von Calcium und Vitamin D sowie zusätzlicher sportlicher Betätigung finden in vielen Fällen nicht statt.

Hier sehen Experten daher noch großes Aufklärungspotenzial. Denn nur wer schon in jungen Jahren die Knochengesundheit fördert, vermindert das Risiko einer Osteoporose.

Kosten sparen

Je mehr Menschen an Osteoporose erkranken, desto häufiger kommt es bei Betroffenen zu Wirbelkörperbrüchen aufgrund poröser Knochenstrukturen. In den meisten Fällen hilft dann nur noch ein operativer Eingriff, um Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität wiederherzustellen. Heutzutage gibt es verschiedene Verfahren, mit deren Hilfe sich osteoporotische Wirbelkörperbrüche wieder aufrichten lassen. In neuesten Studien1 erweist sich die sogenannte Radiofrequenz- Kyphoplastie als kostengünstigste und vor allem für Patienten schonendste Alternative. "Hier behandeln wir unter Lokalanästhesie die eingebrochenen Wirbelkörper", weiß Priv.-Doz. Dr. med. Kafchitsas. "Mittels eines hochviskösen Zements, der über eine kleine Kanüle an betroffene Stellen gelangt und an Ort und Stelle aushärtet, füllen wir die beschädigten Strukturen wieder auf. Der Zement fügt sich dabei optimal in die kleinen Knochenbälkchen ein und umliegendes gesundes Knochengewebe bleibt unverletzt." Weiterer Vorteil: Patienten erfahren schon kurz nach dem Eingriff eine Schmerzlinderung und kehren nach Hause zurück. Außerdem bringt eine kurze Aufenthaltsdauer im Krankenhaus dem Gesundheitssystem finanzielle Vorteile. Im besten Fall kommen diese Einsparungen dringend erforderlichen Präventionsmaßnahmen zugute.

(1) "Ertrag und Verlust bei VA im G-DRG-System 2012. Ein Vergleich des Versorgungsaufwands bei VP und KP"; online erschienen am 17.10.12 in "Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie", Thieme- Verlag / "Vergütung der Kyphoplastie im DRG-System 2011-12. Material- vs. Versorgungskosten"; online erschienen am 18.10.12 in "Der Unfallchirurg", Springer-Verlag / DOI: 10.1007/s00113-012- 2273-1