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Pressemitteilung BoxID: 239152 (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin))
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DIW Konjunkturbarometer: Weiteres kräftiges Produktionsminus zum Jahresauftakt

(PresseBox) (Berlin, ) Für das laufende Quartal signalisiert das DIW Konjunkturbarometer eine weitere Schrumpfung um 1,4 Prozent und damit eine Fortsetzung der kräftigen Abwärtsbewegung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet diese Schätzung einen Rückgang um 4,5 Prozent. Die Abschwächung der deutschen Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal des Vorjahres mit einem nunmehr amtlichen Rückgang um 2,1 Prozent noch kräftiger ausgefallen als bislang erwartet."Da die deutsche Volkswirtschaft bereits mit einem statistischen Unterhang von 2 Prozentpunkten in das laufende Jahr gestartet ist, liegt ein Rückgang der Jahreswirtschaftsleistung von deutlich mehr als 3 Prozent nunmehr im wahrscheinlichen Bereich. Ein derart kräftiger Rückgang der ökonomischen Aktivität wäre in der west- bzw. gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte bislang einmalig", sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths.

Getrieben wird die Abwärtsentwicklung durch die ungewöhnlich starke Abkühlung im Produzierenden Gewerbe, dessen negativer Wachstumsbeitrag einen Großteil der gesamtwirtschaftlichen Schrumpfung ausmacht. Die Wertschöpfung im Bausektor dürfte ebenfalls nachgeben, wenn auch deutlich weniger stark als im Verarbeitenden Gewerbe. Die Schwäche in der Industrie strahlt mehr und mehr auch auf die unternehmensnahen Dienstleister aus, deren Wertschöpfung ebenfalls abnimmt. Die übrigen Dienstleistungen sind bislang weniger stark betroffen, da sie von der stabileren Entwicklung des privaten Verbrauchs profitieren bzw. unmittelbar den konjunkturell kaum schwankungsanfälligen öffentlichen Bereich widerspiegeln.

Für den weiteren konjunkturellen Verlauf spielt die Entwicklung der Auslandsmärkte die entscheidende Rolle. "Die staatliche Stabilisierungspolitik kann dazu beitragen, das Überspringen des Abschwungs auf die konsumnahen Bereiche zu dämpfen. Ein Ersatz für die derzeit abrupt wegbrechende Nachfrage nach Investitionsgütern ist damit aber nicht zu schaffen", so Stefan Kooths. Die exportorientierte Ausrichtung auf hochwertige Investitionsgüter ist zwar derzeit hauptverantwortlich für die Heftigkeit, mit der die deutsche Wirtschaft vom Abschwung in weiten Teilen der Welt getroffen wird. Allerdings liegt in dieser Spezialisierung - verbunden mit der mittelständischen Struktur und der hohen Kundenorientierung - auch die Chance, durch die Erschließung neuer Märkte und neuer Anwendungsfelder für deutsche Kapitalgüter nach und nach wieder zusätzliche Aufträge hereinzuholen. "Das geht nicht über Nacht, aber hinsichtlich der Aussichten für alternative Absatzfelder sind die deutschen Exporteure sicherlich in einer besseren Position als die meisten Wettbewerber", so Kooths weiter.

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