DIW Konjunkturbarometer Juni 2017: Industrie zehrt noch von günstiger Auftragslage

Berlin, (PresseBox) - Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert ein kräftiges Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal. Der Index liegt im Juni bei 104 Punkten – deutlich über der 100-Punkte-Marke, die einen durchschnittlichen Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung anzeigt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zulegen. „Die euphorische Stimmung in den Unternehmen spricht dafür, dass die deutsche Wirtschaft das rasante Tempo des Auftaktquartals nahezu halten kann“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass die Erwartungen in den Unternehmen längst nicht so optimistisch sind wie deren Einschätzung der aktuellen Lage – die derzeit hohen Zuwächse wird die deutsche Wirtschaft nicht auf Dauer halten können.“

So sind die Auftragsbücher der Industrie zwar noch immer prall gefüllt, seit der Jahreswende stagnieren die Auftragseingänge jedoch. Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland: „Die Impulse vom verarbeitenden Gewerbe, vor allem aber aus den Dienstleistungsbereichen, werden wohl künftig etwas schwächer ausfallen als zuletzt.“ Die Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland entwickelt sich nach wie vor günstig, allerdings dürfte sich der private Verbrauch angesichts stärker anziehender Preise etwas abschwächen.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Donnerstag, den 27. Juli.


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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)

Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und berät auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabhängig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert.

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