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Pressemitteilung BoxID: 350809 (Deutscher Verband für Post,Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT))
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DVPT-Umfrage zu E-Postbrief und De-Mail dämpft schnelle Erfolgserwartungen

E-Postbrief und De-Mail - Alternative für die Zukunft?

(PresseBox) (Offenbach, ) Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT), hat seine Mitglieder zum Einsatz der elektronischen Briefkommunikation befragt. Das Ergebnis aus allen Branchen und vielen Öffentlichen Verwaltungen zeigt, dass bislang nur jedes fünfte Unternehmen ernsthaft an die Einführung in den nächsten zwölf Monaten denkt. 23 Prozent planen die Einführung generell nicht. Allerdings wären auch mehr als 71 Prozent aller Befragten zur Einführung bereit, wenn ihre Geschäftspartner mit ihnen über dieses Konvergenzprodukt korrespondieren wollen. Während rund ein Drittel der Unternehmen hohe Kosten für die Einführung im Betrieb und zur Integration in die bestehenden IT-Prozesse erwarten, erhoffen sich 51 Prozent Kostenersparnis durch Prozessoptimierung und Versand. 52 Prozent der Befragten halten einen Preis pro Sendung (digital ohne Medienbrüche vom Absender zum Empfänger) bis 20 Cent für angemessen. Nur acht Prozent wären bereit einen Preis von mehr als 40 Cent zu akzeptieren.

Das Fazit der DVPT: Befürworter sehen in dem Online-Brief eine interessante und zeitgemäße Alternative zum physischen Briefversand, fühlen sich aber längst nicht ausreichend zum Thema Datensicherheit, Recht, Kosten und internationale Kompatibilität informiert. Solange die Unternehmen und Behörden nicht in größerem Umfang die neuen Produkte der elektronischen Briefkommunikation nutzen, werden sich die Verbraucher wegen des höheren Aufwands gegenüber der heutigen E-Mail-Praxis kaum zum Einstieg entscheiden. Vor allem nicht, wenn mit der sicheren Übermittlung von Bußgeldbescheiden oder Gerichtsterminen argumentiert wird.

Als Erste beabsichtigt die Deutsche Post AG zum 1. Juli 2010 ihren E-Postbrief (bisheriger Arbeitstitel: Onlinebrief) als verbindliche, vertrauliche, und verlässliche Schriftkommunikation einzuführen. Dabei müssen, ebenso wie bei der vom Innenministerium initiierten DE-Mail, Absender und Empfänger ihre Identität nachweisen, wenn sie eine rechtssichere Internet-Briefadresse beantragen wollen. Dazu müssen sie in einer Postfiliale ihren Personalausweis bzw. Reisepass vorlegen. Die Überprüfung erfolgt per Postident-Verfahren. Die Registrierung bei der DE-Mail erfolgt in gleicher Weise über die beteiligten E-Mail- und Telekommunikationsunternehmen. Mittlerweile ist auch das Pilotprojekt der De-Mail abgeschlossen und soll nach Aussagen der Bundesregierung ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte nach Verabschiedung des DE-Mail-Gesetzes starten.

Um kurz vor dem Start der Produkteinführung die grundsätzliche Akzeptanz von De-Mail und E-Postbrief bei den potentiellen Nutzern abschätzen zu können, hat der DVPT seine Mitglieder befragt. 41 Prozent halten die absolute Datensicherheit für die wichtigste Erfolgsvoraussetzung, wobei aber noch 67 Prozent aller Befragten angeben, in diesem Punkt weitere Informationen zu benötigen. Den größten Nutzen bei De-Mail sehen 31,6 Prozent der Befragten in der schnellen Zustellung. Rechtsverbindlichkeit ist für 28,9 Prozent der Mitglieder nützlich. "Bei der De-Mail sind wesentliche Fragen aus rechtlicher Sicht noch offen, wie die Vertretungsregelung in Unternehmen", so die Einschätzung von DVPT-Vorstand Elmar Müller. Eine De-Mail bzw. der E-Briefpost gilt erst dann als zugestellt, wenn sie im elektronischen Postfach des Nutzers liegt der als Einziger den elektronischen Brief öffnen darf. "Die Authenzität des Users muss ein Teil der Sicherheitspolitik des Unternehmens werden, eine direkte Zuordnung des Users am jeweiligen Arbeitsplatz ist erforderlich", so Müller.

Der DVPT ist seit mehr als einem Jahr bundesweit mit eigenen Informationsveranstaltungen, wie auch im Rahmen zahlreicher IHK-Veranstaltungen zur elektronischen Briefkommunikation und zur Revisionssicherheit im Einsatz. Insbesondere für die Konvergenz von Medien, Technologien und Informationsverarbeitung hat der DVPT einen "strategischen Fachbeirat zur Konvergenzentwicklung" mit ausgewählten Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen ins Leben gerufen. Im Zuge dieser Aufgabenstellung versucht der Fachbeirat insbesondere in diesem Thema, Lösungen für Politik, Wirtschaft und Industrie zu erarbeiten, die die Umsetzung und Realisierung im Sinne der Nutzer ermöglichen. Darüber hinaus veranstaltet der DVPT am 4. November 2010 im Rahmen der "Woche der Kommunikation" in der Frankfurter IHK ein spezielles Managementforum Postmarkt zur elektronischen Briefkommunikation.

Deutscher Verband für Post,Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT)

Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT) ist Deutschlands größte und etablierteste Interessenvertretung für Anwender auf ihrem Gebiet und setzt sich für die Liberalisierung von Märkten, Vielfalt der Angebote und Chancengleichheit aller Geschäftsmodelle ein. Er sieht es als seine ureigenste Aufgabe an, eine neutrale und unabhängige Moderation zwischen den Anwendern und den Anbietern des Marktes im Sinne der Nutzer durchzuführen, um Innovationen und Marktentwicklungen zu fördern.

Er wurde 1968 als Verband der Postbenutzer e.V. gegründet, ist politisch und wirtschaftlich unabhängig. Als Anwender-Fachverband vertritt er die Interessen seiner Geschäftskunden-Mitglieder in den Bereichen Post, Informationstechnologie und Telekommunikation. Er unterstützt Unternehmen zusätzlich bei Strategieentwicklungen, Markteinschätzungen und Investitionsentscheidungen. Der DVPT veranstaltet regelmäßig zu aktuellen Themen Anwenderseminare und Managementforen und schafft somit Kommunikationsplattformen für Geschäftskunden.

Die DVPT-Akademie bietet Aus- und Weiterbildungsprogramme, wie Seminare und Qualifizierungs-Kurse mit Zertifikat, an, um den steigenden Informations- und Qualifizierungsbedarf gerecht zu werden.

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