Verlegerpräsidenten auf der Tarifflucht

(PresseBox) ( Berlin, )
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung der Verlage Heinen und M. DuMont Schauberg kritisiert, mehrere Lokalredaktionen von Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt- Anzeiger in eine tariflose Redaktionsgemeinschaft auszulagern. Besonders pikant an der geplanten Tarifflucht sei, dass sie vom amtierenden Präsidenten Helmut Heinen und dem Ehrenpräsidenten Alfred Neven DuMont des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger begangen werde, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Wie die beiden Verlage am heutigen Dienstag bekannt gaben, sollen zum 1. Juni mehrere Lokalredaktionen unter dem Dach der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft GmbH gebündelt werden. Das soll etwa 30 Redakteursstellen kosten, die die beiden Verlage sozialverträglich abbauen wollen. Die Tarifverträge für Zeitungsjournalisten gelten in der Redaktionsgemeinschaft nicht.

"Die Vernichtung journalistischer Arbeitsplätze ist schon schlimm genug", kritisierte der DJV-Vorsitzende. "Darüber hinaus zeigt die Überführung der verbleibenden Redakteursstellen in die tariflose GmbH auf erschreckende Weise, welchen Stellenwert die Tarifverträge für die beiden Verlegerpräsidenten haben." Das sei auch vor dem Hintergrund der seit Monaten andauernden Tarifverhandlungen für die Zeitungsjournalisten ein "Schlag ins Gesicht der tariftreuen Verlage".
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