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Pressemitteilung BoxID: 242882 (Deutscher Industrie- und Handelskammertag)
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Mehr Deutsche Unternehmen blicken nach Angola

Repräsentanz der deutschen Wirtschaft in Luanda soll 2009 kommen

(PresseBox) (Berlin, ) "Neue Partnerschaften auf Augenhöhe" sieht DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben als vorrangiges Ziel des 2. Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforums. Er betonte in seiner Rede vor mehr als 250 Unternehmern aus Deutschland und Angola heute in Berlin: "Eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist langfristig nur durch Vermittlung von Fachwissen und einen gleichberechtigten Umgang miteinander möglich."

Wansleben kündigte an, dass der DIHK gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium beabsichtige, noch in diesem Jahr eine Repräsentanz der deutschen Wirtschaft in Luanda zu eröffnen. Das Interesse der deutschen Wirtschaft an Angola sei kein Zufall, unterstrich Wansleben in seiner Begrüßung von Angolas Präsident José Eduardo dos Santos: "Es ist Ihnen in den letzten Jahren gelungen, die Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen in Ihrem Land signifikant zu verbessern. Das bietet uns die Chance, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen deutlich auszubauen."

Bei einem jährlichen Wirtschaftswachstum von rund 20 Prozent hätten nicht nur Global Player, sondern gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen gute Geschäftsmöglichkeiten. Trotz Weltwirtschaftskrise und fallender Rohstoffpreise bleibe Angola auf einem überdurchschnittlichen Wachstumspfad. Wansleben erklärte: "Der DIHK rechnet damit, dass der deutsch-angolanische Außenhandel noch in diesem Jahr die Marke von 1 Mrd. Euro überschreiten wird, nach rund 800 Mio. Euro in 2008." Das Land profitiere von seinen Erdöleinnahmen und seiner soliden Finanzpolitik der vergangenen Jahre. Wansleben: "Angola ist damit der Newcomer auf dem afrikanischen Kontinent. Experten gehen auch für die kommenden Jahre von zweistelligen Wachstumsraten aus." Im bilateralen Handel mit Deutschland beeindrucke die Geschwindigkeit, mit der Angola sich zum drittwichtigsten Partner der Bundesrepublik in Afrika südlich der Sahara entwickelte. Deutsche Unternehmen seien, so Wansleben weiter, insbesondere in den Bereichen Energie und Bergbau sowie Verkehrsinfrastruktur engagiert.

Die Anwesenheit des angolanischen Staatspräsidenten dos Santos und des Bundeswirtschaftsministers zu Guttenberg unterstreicht die Bedeutung des Wirtschaftsforums. Dos Santos wurde von fünf Ministern und einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Höhepunkt des Forums war die Unterzeichnung einer bilateralen Wirtschaftspartnerschaft und mehrerer Abkommen auf Unternehmensebene.