"Nicht alles, was am Markt läuft, ist gut für die wissenschaftliche Ausbildung"

FU-Präsident Alt fordert strengere Qualitätsmaßstäbe für Studiengänge

Bonn, (PresseBox) - Der Präsident der Freien Universität Berlin, Peter-André Alt, kritisiert den Wildwuchs an Studienangeboten in Deutschland. "Die Vielfalt der Offerten ist kein Indikator für Qualität, sondern ein Merkmal fehlender Abstimmung und Kontrolle", schreibt Alt in der September-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre".

Das Themenspektrum unter den mehr als 16.000 Studiengängen an Deutschlands Hochschulen reiche von "Abenteuer- und Erlebnispädagogik" bis zu "Zukunftssicheres Bauen". Man könne "Digitale Spiele" studieren, es gebe einen Bachelor in "Hazard Control" und einen Master in "Fitnessökonomie". "Jede Mode wird hier zur Disziplin erhoben, jeder Trend mündet in ein Programm", fügt der FU-Präsident hinzu.

Die Überlebenschancen solcher Studiengänge seien aber gering. "Ein Zusammenwerfen von Einzelaspekten und Themen ergibt noch keine Disziplin. Allein auf dem Fundament einer Fachkultur mit ihren eigenen Methoden und formalen Verfahrensweisen der Erkenntnissicherung lässt sich jedoch eine wissenschaftsbasierte Qualifikation vermitteln", so Alt weiter. Das deutsche Hochschulsystem solle sich daher auf den Kernbestand der Disziplinen besinnen und strengere Qualitätsmaßstäbe für seine Studiengänge etablieren.

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