Abiturnoten und Leistungstests als zuverlässige Kriterien für den Studienerfolg

(PresseBox) ( Bonn, )
Die Kombination von Abiturnoten und Leistungstests liefert die sicherste Prognose über den künftigen Erfolg eines Studienbewerbers. Auswahlgespräche, bei denen nichtleistungsbezogene Kriterien zur Beurteilung herangezogen werden, unterliegen der subjektiven Einschätzung und sind daher als Entscheidungsgrundlage für ein Zulassungsverfahren ungeeignet. Zu diesem Ergebnis gelangt Professor Oliver Wilhelm von der Humboldt-Universität Berlin in einem Beitrag, der in der Dezemberausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ erscheint. Befürworter eines spezifischen Zulassungsverfahrens müßten nachprüfbare Belege vorlegen, betont Wilhelm. Bei Abiturnoten und Leistungstests sei die Vorhersagekraft für den Studienerfolg empirisch belegt.

Für eine Stärkung des Abiturs spricht sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, in einem weiteren Beitrag aus. Ein Abitur mit Prüfungspflicht in fünf Kernfächern, zu denen Deutsch, mindestens eine Fremdsprache und Naturwissenschaft sowie Mathematik und Geschichte gehören sollten, garantiere eine breite studienvorbereitende Grundbildung, von der Schule wie Hochschulen profitieren könnten.

Daß es hochschuleigene Auswahlverfahren derzeit nur in bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern gibt, bedauert die Wittenberger Hochschulforscherin Irena Lischka. Wenn in einigen geisteswissenschaftlichen Studiengängen drei von vier Studienanfängern das Studium abbrächen oder ihr Fach wechselten, mache dies deutlich, daß gerade auch hier Auswahlverfahren dazu beitragen könnten, die Wahrscheinlichkeit eines Studienerfolgs zu erhöhen.
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