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Pressemitteilung BoxID: 513886 (Deutsche TV-Plattform e.V.)
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Digitales Antennenfernsehen in Deutschland braucht klare Zukunftsimpulse

Deutsche TV-Plattform plädiert für Weiterentwicklung von portablem Fernsehempfang - Verkauf von DVB-T-Empfängern und neue Programmaufschaltungen belegen großes Potential der Fernsehterrestrik

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Schon seit dreieinhalb Jahren ist die TV-Terrestrik in Deutschland vollständig digitalisiert. Doch wie geht es weiter mit der Antennentechnik? Die Deutsche TV-Plattform appelliert an die Branche, jetzt zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung des ÜberallFernsehen zu geben.

Das seit Ende 2008 in Deutschland flächendeckend und komplett digital verfügbare Antennenfernsehen DVB-T ist bei den Zuschauern nach wie vor sehr beliebt. Dies bestätigen aktuelle Verkaufszahlen der GfK Retail & Technology GmbH. So sind im vergangenen Jahr zum Beispiel für die Nutzung von DVB-T allein 690.000 Set-Top-Boxen und 720.000 USB-Empfänger verkauft worden. Letztere machen mit geringem Aufwand TV-Geräte oder PCs und Laptops fit für das digitale Antennenfernsehen. Selbst für Smartphones und Tablet PCs gibt es inzwischen solche preiswerten DVB-T-Lösungen.

Hervorzuheben ist auch das Engagement der Automobilindustrie, denn in hundertausenden PKW der Oberklasse gehört der Digitalfernsehempfang quasi zum Standard. DVB-T ist der einzige Verbreitungsweg, mit dem digitales Fernsehen unterwegs gesehen werden kann. Dieses einmalige Merkmal des terrestrischen TV-Empfangs erfüllt den Wunsch der Kunden, mobil und flexibel die Angebote des Rundfunks zu nutzen. Durch ein neuentwickeltes automatisches "Handover" Verfahren konnte dabei der unterbrechungsfreie TV-Mobilempfang zusammen mit der Automobilindustrie weiter erheblich verbessert werden.

Das Potential der Terrestrik bietet auch den Programmveranstaltern die Chance zusätzlicher Verbreitung. So sind seit Jahresbeginn acht weitere Themensender in diversen Regionen wie Berlin-Brandenburg, Hannover-Braunschweig und im Rhein-Main-Ballungsraum aufgeschaltet worden. Kunden in diesen Gebieten sollten einen Sendersuchlauf an ihren Empfangsgeräten starten, um die zusätzlichen Angebote zu genießen. Dies gilt im Übrigen auch für Regionen, in denen Programme durch die Neubelegung von UHF-Frequenzen zu Gunsten des LTE-Mobilfunks auf andere Kanäle verlegt wurden.

Sogar interaktive HbbTV-Angebote sind heute schon über DVB-T nutzbar, wenn Zuschauer die smarten TV-Geräte zusätzlich zur Antenne auch per LAN oder WLAN mit dem Internet verbinden. Damit wächst die Inhalte- und Nutzungsvielfalt der terrestrisch versorgten Fernsehhaushalte - einfach per Knopfdruck auf der roten Taste der Fernbedienung.

Leider zeichnet sich seit Februar 2012 ab, dass die Zukunft der Terrestrik zunehmend in Frage gestellt wird. Auf der Weltfunkkonferenz WRC wurden die Weichen für die gleichberechtigte Nutzung von weiteren Rundfunkfrequenzen im UHF-Spektrum für Mobilfunk gestellt. Sollte dieses Modell auch für Deutschland greifen, könnte es erhebliche Einschränkungen für die Nutzung der Terrestrik durch die TV-Sender bedeuten. Nach der bereits erfolgten Umsetzung der Digitalen Dividende wäre eine weitere Frequenzumverteilung die Folge.

"Wer über den weiteren Abbau von Frequenzen bis in das 700 MHz-Spektrum diskutiert, verbaut dem Antennenfernsehen vitale Zukunfts-Chancen", warnt Dr. Helmut Stein, Leiter der bisherigen AG Terrestrik und Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform: "Nötig sind jetzt klare Impulse durch konkrete Pläne aller Beteiligten zur Weiterentwicklung der digitalen Terrestrik sowie eine Unterstützung der Bundes- und Landespolitik". Die Deutsche TV-Plattform appelliert daher an die Entscheidungsträger in der gesamten Wertschöpfungskette, die notwendigen Weichenstellungen zur Sicherung und für den weiteren Ausbau der Terrestrik vorzunehmen - besonders im Interesse der Zuschauer, die das Überallfernsehen schätzen und weiter in Empfangsgeräte investieren.

Deutsche TV-Plattform e.V.

Die Deutsche TV-Plattform ist ein Zusammenschluss von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, Geräteherstellern, Infrastrukturbetreibern, Service- und Technik-Providern, Forschungsinstituten und Universitäten, Bundes- und Landesbehörden sowie anderen, mit den digitalen Medien befassten Unternehmen, Verbänden und Institutionen.

Ziel des gemeinnützigen Vereins ist seit über 20 Jahren die Einführung von digitalen Technologien auf Grundlage offener Standards. In speziellen Arbeitsgruppen der Deutschen TV-Plattform engagieren sich Vertreter aus nahezu allen Bereichen der Medienbranche und der Unterhaltungselektronik für wichtige Weichenstellungen bei Schwerpunktthemen des digitalen Rundfunks.

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