Wachstum - Europa hat es jetzt selbst in der Hand

Darmstadt, (PresseBox) - Europa selbst hat es in der Hand gestärkt aus der aktuellen Krise hervorzugehen: Mit der Entscheidung aus Karlsruhe kann der Rettungsschirm ESM jetzt den kriselnden Euro-Staaten Hilfe bieten. Die sollten sie dringlichst nutzen, um ihre Haushalte zu sanieren. Mit der Haftung der wirtschaftlich starken Staaten für die schwachen Mitglieder des Euroraums bindet sich Europa stärker zusammen: Aus der gemeinsamen Vertretung von wirtschaftlichen Interessen und der einheitlichen Gestaltung von Märkten sollte ein gemeinsames Verständnis von Wirtschafts- und Industriepolitik, Haushalts- und Fiskalpolitik entstehen.

Noch stärker als vor der Euro-Krise gilt: Unseren Wohlstand in Europa werden wir nicht gegeneinander sichern, sondern nur gemeinsam. Finanzkrise, Staatsschuldenkrise und Euro-Krise sind leider auch Nährboden für Partikular-Interessen und Re-Nationalisierungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, für Protektionismus und einzelstaatliche Alleingänge. Man mag die finanzwirtschaftlichen Mechanismen der aktuellen Entscheidungen in der Euro-Zone durchaus unterschiedlich bewerten. Sie folgen aber letztlich dem Prinzip der Solidarität zum Aufbau langfristiger wirtschaftlicher Stärke. An anderer Stelle sollte Europa sich jetzt nicht entsolidarisieren - beispielsweise in der Wirtschaftspolitik. Staaten sollten nicht selbst unternehmerisch aktiv werden, ausländische Unternehmen im Wettbewerb mit inländischen schwächen oder durch Sondersteuern Zukunftsbranchen in der Entfaltung ihrer Wachstumsdynamik behindern. Zielführende Wirtschaftspolitik setzt wachstumsfördernde Rahmenbedingungen im Einklang mit europäischen Standards, damit europäische Unternehmen, sich im globalen Wettbewerb behaupten können.

Europa muss der Schaffung von Wachstum höchste Priorität geben, insbesondere mit Blick auf Wachstumspotenzial in Zukunftsbranchen, wie Informations- und Kommunikationstechnologie, Nanotechnologie, Biotechnologie und Umwelttechnologie. Europa ist gut beraten, Investitionen zu fördern statt Kapital zu entziehen und die Entwicklung globaler Unternehmens-Champions, auch über Zusammenschlüsse, zuzulassen - unter Wahrung der wettbewerblichen Identität des europäischen Binnenmarkts.

Gerade Investitionen im Telekommunikationssektor können weit darüber hinaus wirken - sie sind Inkubator für Innovationen und massive Produktivitätsgewinne in Logistik, Gesundheit, Bildung, Tourismus und vielen Wirtschaftssektoren mehr. 40 Prozent aller volkswirtschaftlichen Produktivitätsgewinne in Europa kommen aus Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Telekommunikationssektor trägt fünf Prozent zum europäischen BIP bei. Experten schätzen, dass eine Erhöhung der Breitband-Versorgung um Zehn-Prozent-Punkte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,2-Prozent-Punkte steigert. Die Chance dafür, zeichnet sich ab: Im Juli nun hat die zuständige Vize-Präsidentin Neelie Kroes eine Neuausrichtung der europäischen Regulierungspolitik angekündigt, eine Regulierungspolitik mit kurzfristig wirksamen Investitionsanreizen und langfristiger Stabilität bis mindestens ins Jahr 2020.

Die Deutsche Telekom und andere große Telekommunikations- und IT-Unternehmen in Europa können im globalen Wettbewerb nur bestehen, wenn die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf Integration und Kooperation setzen - Protektionismus und Kleinstaaterei werden nicht zu wirtschaftlichem Wachstum führen. Da ist der Solidaritätsgedanke des Rettungsschirms ESM ein gutes Vorbild.

Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom ist mit fast 130 Millionen Mobilfunkkunden sowie 33 Millionen Festnetz- und über 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 30. Juni 2012). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit über 233.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte der Konzern einen Umsatz von 58,7 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2011).

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.