Müll im Meer braucht Lösungen, keine Verschärfung

Der Grüne Punkt zeichnet Erklärung gegen oxo-abbaubare Kunststoffe / Einsatz dieser Materialien sorgt für mehr Mikroplastik im Meer

(PresseBox) ( Köln, )
Der Grüne Punkt gehört zu den Unterzeichnern einer von der Ellen MacArthur Foundation initiierten Erklärung, die vor oxo-abbaubaren Kunststoffen warnt und ein entsprechendes globales Verbot fordert. Oxo-abbaubare Kunststoffe zersetzen sich unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff. Die Erklärung zitiert zahlreiche Untersuchungen, nach denen das Material in der Natur nicht abgebaut wird, sondern zu mikroskopisch kleinen Partikeln zerfällt. Da das Material nicht stabil ist, lasse es sich auch nicht recyceln – vielmehr müsse sichergestellt sein, dass es zum Recycling vorgesehene Kunststoffmengen nicht kontaminiere.

Über 150 Unterzeichner, führende Unternehmen, Industrieverbände, NGOs, Wissenschaftler und Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben daher die Erklärung veröffentlicht mit der Forderung, oxo-abbaubare Kunststoffe weltweit zu verbieten. „Dieser Erklärung haben wir uns mit Überzeugung angeschlossen“, sagt Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „Wenn oxo-abbaubare Kunststoffe tatsächlich zu Mikroplastik zerfallen, schädigen sie Tiere und Pflanzen und landen über die Nahrungskette irgendwann wieder auf unserem Teller. Das ist mit dem Konzept einer Kreislaufwirtschaft nicht vereinbar.“

Die Erklärung sieht oxo-abbaubare Kunststoffe nicht als Ausweg aus den Problemen, die sich durch die Vermüllung der Meere mit Kunststoffen ergeben. Vielmehr sorgten sie für mehr Mikroplastik in der Umwelt. „Wir müssen verhindern, dass Müll und insbesondere Plastik überhaupt ins Meer gelangen“, fordert Wiener. „Dazu sind Abfallvermeidung, Recycling und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft unerlässlich. Plastik ist ein wertvoller Rohstoff, wir sollten ihn sparsam einsetzen.“

Eine echte Kreislaufwirtschaft sorge dafür, dass Kunststoff nach Gebrauch sorgfältig erfasst und für die Wiederverwendung aufbereitet werde. „Wie bei Glas, Papier und Metallen muss es auch bei Kunststoff ganz alltäglich werden, dass das Material im Kreislauf geführt wird – sei es, dass Rezyklate durch die Hersteller von Neuware beigemischt oder von Produktherstellern statt neuen Plastiks eingesetzt werden. Das spart Rohstoffe, verhindert die Vermüllung der Meere und reduziert zudem die Emission von Treibhausgasen“, betont Michael Wiener.

 
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