Internet-Protokoll der naechsten Generation auf dem Vormarsch

(PresseBox) ( Köln, )
Internet-Protokoll der nächsten Generation auf dem Vormarsch Immer mehr Provider unterstützen Ipv6 / Insbesondere mobile Endgeräte sollen dem neuen Protokoll zum Durchbruch verhelfen Frankfurt, den 12. September 2006 - Laut Angaben des Deutschen Commercial Internet Exchange (DE-CIX) sind die Voraussetzungen für den Durchbruch des neuen Internet-Protokolls IP Version 6 (IPv6) geschaffen worden. Damit stehen die derzeitigen Probleme im Zusammenhang mit dem über zwanzig Jahre alten IPv4 unmittelbar vor der Lösung. IPv6 steht für höhere Sicherheit, flexiblere Adressierung und die bessere Unterstützung von Multimediaanwendungen. Der entscheidende Vorteil im Vergleich zu IPv4 liegt darin, dass wesentlich mehr als die bisher rund vier Milliarden Internet-Adressen zugewiesen werden können. Insbesondere im IT-Wachstumsmarkt Asien wird der Durchbruch von IPv6 sehnsüchtig erwartet, da dort mittlerweile eine Adressknappheit vorherrscht, die mit Notbehelfen überbrückt wird.

Beim DE-CIX zeigt man sich optimistisch, was die flächendeckende Verbreitung von IPv6 angeht und liefert hierfür Zahlen: "Von den zweihundert am Deutschen Internet-Austauschknoten DE-CIX angeschlossenen Internet-Providern unterstützen bereits mehr als fünfzig das Internet Protokoll der nächsten Generation IPv6", berichtet Frank Orlowski, Director Business Development beim DE-CIX. "Darunter sind größere Provider wie beispielsweise Verizon und Schlund & Partner vertreten. Aber auch das Deutsche Forschungsnetz (DFN) und mittelständische Provider wie die Münchner SpaceNet AG sind auf diesem Gebiet tätig."
Derzeit bietet der DE-CIX interessierten Providern kostenlose IPv6 Anschlüsse an seiner Plattform an. Laut Aussage Frank Orlowskis sind auch viele Deutsche Internet Provider bereits darauf vorbereitet, Dienste basierend auf IPv6 anzubieten. Zwar erzielten die Kunden des DE-CIX mit IPv6 aktuell noch keine nennenswerte Umsätze. "Wir gehen aber stark davon aus, dass sich dies in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv ändern wird", so Frank Orlowski. "Für die Provider ist es deshalb wichtig, die Weichen heute auf IPv6 und damit auf Zukunft zu stellen."

Gestützt wird diese Annahme durch die steigende Nachfrage nach IPv6 Diensten im asiatischen Raum. In Korea beispielsweise wurde frühzeitig und mit staatlicher Unterstützung IPv6 Infrastruktur aufgebaut, um dem neuen Internet Protokoll den Weg in den Massenmarkt zu ebnen. Dort werden bereits in großflächigen Feldversuchen IPv6-Anschlüsse von Kunden genutzt, während in Deutschland neue Produkte wie beispielsweise IPTV noch auf IPv4 basieren.

Ein zusätzliches Potenzial ist in der zunehmenden Verbreitung von mobilen Endgeräten mit Internet-Connectivity über die Mobilfunknetze der dritten Generation (3G, UMTS) zu sehen. Während heute in den meisten Fällen diese Endgeräte noch private IP Adressen zugewiesen bekommen, könnte in einer IPv6 Umgebung jedes Endgerät eine eigene öffentliche IP erhalten. Speziell für die Nutzung von Peer-2-Peer Diensten ist es ganz wesentlich, das alle Teilnehmer über öffentliche IP Adressen erreichbar sind. "Die Tatsache, dass inzwischen 35% der Provider am DE-CIX auch IPv6 unterstützen, zeigt, dass es sich schon lange nicht mehr um eine Nischenlösung handelt. Für die anderen Anbieter wird es zunehmend Zeit ihren Rückstand aufzuholen", so Gert Döring vom Münchner Provider Spacenet.
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