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Grüne rügen Aufnahme giftigen Mülls aus Italien

Über die Herkunft des Materials gibt es widersprüchliche Angaben

(PresseBox) (Möser, ) Die Mülldeponie Schafweide bei Ebersberg wird offenbar mit Giftmüll aus Italien aufgefüllt. Das Landratsamt räumte ein, dass das Material in Italien nicht deponiert werden darf. In einer Ladung wurden hohe Werte krebserregender Stoffe gefunden. Die Fuhre musste deshalb in Italien bleiben. Über die Herkunft des Materials gibt es widersprüchliche Angaben, berichtet das Branchenmagazin EUROPATICKER Umweltruf (http://www.europaticker.de).

Über die Herkunft des Materials gibt es widersprüchliche Angaben.

Offenbar gibt es unterschiedliche Meinungen, was auf die Mülldeponie Schafweide bei Ebersberg gekippt wird. Denn während der Landrats-Büroleiter Norbert Neugebauer gebetsmühlenartig betont, der aus Italien angelieferte Abraum sei nicht giftiger als normaler Hausmüll”, wird in Italien mit Atemmasken und Gefahrschutzanzügen gearbeitet.

Seit Juli 2006 sind schon fast 5000 Tonnen Abraum von der Sanierung eines Gaswerks aus Südtirol nach Ebersberg geliefert worden. Doch erst jetzt, als bei der Stichprobe einer Lkw-Ladung noch in Italien überhöhte Werte mit krebserregenden Stoffen entdeckt wurden, wurde die mögliche Gefahr öffentlich. Das Landratsamt Ebersberg betonte, dass alles, was nach Ebersberg gekommen sei, unter den Grenzwerten liege. „Da würde ich sogar darauf zelten”, behauptete Landratsamts-Abteilungsleiter Andreas Stephan.

In Südtirol wird das offenbar anders gesehen. Dort arbeiten die Fachleute bei der Abtragung des verseuchten Erdreichs mit Weltraum-Anzügen und Atemmasken in einem Zelt. „Das ist eine grundsätzliche Vorsichtsmaßnahme, weil beim Abtransport des Erdreichs auch Feinstaub freigesetzt wird”, erklärt Luigi Minach, Direktor der örtlichen Landesumweltagentur. Das bestätigt auch Neugebauer. Aber wenn das Material in Ebersberg angeliefert werde, staube es nicht mehr.

Auch das sehen die Italiener anders. Den beunruhigten Anliegern in Meran wurde versichert, das „hoch kontaminierte Material wird in Untertage-Deponien nach Süddeutschland gefahren” die Schwafweide ist eine Übertage-Deponie. Und in der Regionalzeitung „Dolomiten” wurde die Meraner Bautenstadträtin Angelika Margesin zitiert, das „stark verseuchte Material” werde „auf die Sonderdeponie im Landkreis Ebersberg in Bayern” gebracht. Die Schafweide ist keine Sonderdeponie.

Insgesamt 50 000 Tonnen sollen aus Italien nach Ebersberg geschafft werden, von Juli 2006 bis Juni 2007 soll die Müllverschiebung dauern, heißt es bei der Regierung von Oberbayern. Offenbar war dies weitgehend unbekannt, denn im Oktober 2004 hatte der Landrat dem Kreisausschuss Ebersberg noch mitgeteilt, der Abraum werde aus den Großräumen München und Augsburg kommen.

Inzwischen ist klar: Seit Juli 2006 wurden 175 Lkw-Fuhren angeliefert insgesamt 4874 Tonnen.

Den ausführlichen Bericht:
In Italien darf das Material nicht deponiert werden.
finden Sie im EUROPTICKER Umweltruf unter:
http://www.umweltruf.de/ticker/news_druck0.php3?nummer=730

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Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 7. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
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