Investitionen so hoch wie nie

Zukunftsweisend: 400 Millionen Euro in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen investiert. Neue Projekte und Bauvorhaben in der Planung

(PresseBox) ( Leverkusen, )
„Das ist das beste Ergebnis der Chempark-Geschichte“, fasst Chempark-Leiter Lars Friedrich beim Jahresmediengespräch die Bilanz des Chemieparks zusammen. Im vergangenen Jahr investierten die Unternehmen im Chempark über 400 Millionen Euro in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen – über 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Friedrich: „Die Unternehmen set­zen auf unseren Chempark und investieren kräftig. Das verdeut­licht die Attraktivität unseres Standortes und ist gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Chemie hier in Krefeld.“ Die insgesamt 415 Millionen setzen sich aus 191 Millionen für neue Anlagen und 224 Millionen für Instandhaltung zusammen. Gemeinsam mit den Verbundstandorten Dormagen und Leverkusen ist der Chempark Krefeld-Uerdingen einer der wichtigsten Chemiestandorte in Europa. In Summe wurden 2018 an den drei Standorten rund 1,5 Milliarden Euro investiert. „Wir blicken auf elf Jahre Chempark-Geschichte und mehr als 140 Jahre Standortgeschichte zurück. Currenta als Chemieparkbetreiber hat sich in den vergangenen Jahren etabliert und wird diesen Kurs konsequent fortsetzen“, betont Friedrich.

Größter Arbeitgeber und Ausbilder in Krefeld
Insbesondere die Zahl der Beschäftigten unterstreicht die Bedeutung des Chempark als größten Arbeitgeber in Krefeld: Derzeit arbeiten dort über 8.000 Menschen, davon mehr als 5.600 Mitarbeiter bei Chempark-Firmen und über 2.400 bei Partnerfirmen. Besonders profitierte im vergangenen Jahr auch der Mittelstand. Friedrich: „Viele Mitarbeiter wohnen und leben in unmittelbarer Nähe zum Chempark. Mit der steigenden Zahl der Beschäftigten, die im Chempark ihr Geld verdienen, steigt auch die Kaufkraft in der Region. Auch viele Pendler, die im Chempark arbeiten, nehmen Dienstleistungen im Standortumfeld wahr oder kaufen Produkte in und aus der Region.“ Das Jahresnetto-Einkommen der Chempark-Mitarbeiter entspricht einer Kaufkraft von rund 270 Millionen Euro – ein Betrag, der Krefeld und der gesamten Region zugutekommt. Dies gilt auch für die Ausbildung im Chempark: 428 junge Menschen erlernen derzeit in Krefeld-Uerdingen technische und naturwissenschaftliche Berufe. Damit sind rund acht Prozent der Stammbelegschaft Auszubildende. Currenta als Betreiber der Ausbildung bildet nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für Covestro, Lanxess und weitere Unternehmen aus. Auch duale Studiengänge werden in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein angeboten.

NRW-Landesregierung setzt positive industriepolitische Signale
Trotz der guten Bilanzzahlen 2018 macht der Chempark-Leiter klar, dass langfristig angelegte Investitionen im Krefelder Werk wie auch an den anderen beiden Niederrheinstandorten keine Selbstläufer sind. Die industriepolitischen Initiativen der schwarz-gelben Landesregierung zeigen aber schon sehr konkrete Erfolge: So konnte in einem Pilotprojekt von Lanxess im Zusammenspiel mit NRW-Wirtschaftsministerium und Bezirksregierung Köln der Prozess von der Investitionsentscheidung bis zur Erteilung der Genehmigung deutlich verkürzt werden. Was bislang rund 20 Monate dauerte, klappte jetzt für eine Produktionsanlage im Leverkusener Werk in 12 Monaten – allein durch Digitalisierung, Parallelisierung und Straffung der Verfahrensabläufe in der Behörde. „Jetzt wünschen wir uns natürlich, dass aus diesem erfolgreichen Beispiel ein grundsätzlich gültiger Verfahrensstandard wird, damit Investitionen in Innovation fortan schneller umgesetzt werden können“, erklärte Friedrich.

Zur Verbesserung des Investitionsklimas holte der Chempark-Leiter noch weiter aus: Ausgaben für Forschung und Wagniskapital sollten steuerlich gefördert und Schutzrechte für Innovationen weiter gestärkt werden – unabhängig von der Größe des Unternehmens. Die Hightech-Strategie der Bundesregierung müsse konsequent fortgesetzt und die naturwissenschaftliche Bildung – auch im Rahmen der Hochschulfinanzierung – ausgebaut werden. Außerdem warb Friedrich bei neuen Regelungen für einen „Innovations-Check“ zur Abschätzung von Gesetzesfolgen – auf Landes- wie auf Bundesebene.

Brexit-Unsicherheiten auch für den Chempark
Europapolitik bewegt auch den Chempark – nämlich unter dem Stichwort „Brexit“. Denn NRW ist der bedeutendste Chemiestandort in Deutschland: Rund ein Drittel aller Umsätze in der deutschen chemischen Industrie erwirtschaften die hiesigen Unternehmen. Zugleich ist das Vereinigte Königreich der achtgrößte Handelspartner der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie. Nur ein Beispiel, wie im Falle eines ungeordneten Brexits der Handel gestört würde, bietet die EU-Chemikalienverordnung REACH. Denn nach einem Austritt der Briten dürften chemische Stoffe, die im Vereinigten Königreich für den Vertrieb in der EU registriert wurden, nicht mehr ohne Weiteres in der EU verkauft werden. „Und das hat dann gravierende Auswirkungen auf die Lieferketten – auch auf die der Chempark-Unternehmen“, warnte Friedrich.

Chempark würdigt Kompromiss der „Kohle-Kommission“
Friedrich unterstrich, dass die Empfehlungen des Abschlussberichtes der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung („Kohle-Kommission“), die auch das Land NRW maßgeblich mitgestaltet hat, viel Positives beinhalten. Hervorzuheben sind die Voraussetzung der Gewährleistung von Versorgungssicherheit, die angestrebten Maßnahmen zur Kompensation der Strompreiserhöhungen aus dem Kohleausstieg sowie insbesondere auch das deutliche Bekenntnis zum Ausbau der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme (sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)). „Gerade die Fortführung der KWK-Technologie ist für die chemische Industrie enorm relevant. Nun kommt es aber darauf an, dass der Gesetzgeber sich dafür einsetzt die Empfehlungen im Rahmen des angelegten Ausstiegs aus der Kohleverstromung vollumfänglich umzusetzen“, so der Chempark-Leiter. Dabei müssen die für 2023, 2026 und 2029 vorgesehenen Haltepunkte unter anderem dafür genutzt werden, um zu überprüfen, ob alle Voraussetzungen erfüllt werden, damit die Qualität der Energieversorgung trotz der Stilllegung von Kohlekraftwerken gerade auch im Industrieschwerpunkt Nordrhein-Westfalen gewährleistet bleibt.

Verkehrsinfrastruktur bleibt Dauerbrennerthema
Mit Blick auf die öffentlichen Transportinfrastrukturen zeigte sich Friedrich besorgt: Zwar wird das Verkehrsnetz in Deutschland im internationalen Vergleich noch als gut bewertet. Straßen, Brücken, Schienen und Schleusen sind jedoch in die Jahre gekommen – eine Folge dessen, dass in der Vergangenheit zu wenig für ihren Erhalt getan wurde. „Die chemische Industrie ist als eine der transportintensivsten Branchen besonders stark auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen. Der Bundesverkehrswegeplan hat bereits positive Akzente gesetzt – gerade für die Straßen und gerade für NRW. Aber neben unseren Dauerbrennerthemen – der schnellen Sanierung beziehungsweise dem zügigen Ersatzbau der Rheinbrücken A 1 und A 40 – braucht es den gleichen Ehrgeiz aber auch auf der Schiene und auf den Binnenwasserwegen, damit drohende Engpässe aufgelöst werden können“, erklärte der Chempark-Leiter.

Rheinblick: Bauvorhaben in der Nachbarschaft des Chempark
Der Chempark und die Stadt sind seit vielen Jahren in Gesprächen zum Bauprojekt Rheinblick. Die grundsätzliche Position des Chempark ist klar: Das Gelände südlich vom Chempark Krefeld-Uerdingen sollte aufgewertet werden, jedoch durch eine Nutzung, die sich langfristig mit dem Betrieb des dort seit 1877 befindlichen Industriestandortes vereinbaren lässt. Ein wichtiges Thema für die Planungssicherheit des Chempark sind –neben der Lärmthematik – die der Stadt bekannten rechtlichen Auflagen der Seveso-III-Richtlinie. Nur mit Berücksichtigung dieser Punkte kann Rheinblick rechtssicher gebaut werden. Fachrechtliche Entwicklungen fordern, dass die gutachterliche Betrachtung angemessener Abstände von dem geplanten Rheinblick-Projekt zum Chemiepark aktualisiert wird. Der Chemiepark ist ein wesentlicher Wirtschaftsmotor in Krefeld und gibt über 8.000 Beschäftigten einen Arbeitsplatz. „Diese Jobs dürfen auch im Interesse der Stadtgemeinschaft nicht gefährdet werden“, betont der Chempark-Leiter. Abgesehen von den Abständen, die durch die Seveso-III-Richtlinie gefordert werden, hat der Chemiepark weitere k.o.-Kriterien benannt, die bei dem Bauvorhaben gelöst sein müssen. „Unter der Voraussetzung, dass die Konflikte gelöst werden, unterstützen wir das Bauprojekt“, sagt Friedrich.

Projekte am Standort

Investition in neue Datenautobahn
Das Zukunftsthema Digitalisierung ist längst in der Chempark-Gegenwart angekommen und bestimmt schon heute die Investitionen. So hat Currenta ein redundant ausgelegtes Glasfasernetz in und zwischen den Chempark-Standorten aufgebaut und dafür rund 20 Millionen Euro in die Hand genommen. Damit gehören Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Leverkusen in Deutschland, wenn nicht sogar Europa, zu den ersten Chemieparks, die ein Glasfasernetz mit umfangreichen Datenmanagement-Services realisiert haben. Chempark-Leiter Lars Friedrich fasst es so zusammen: „Currenta erweitert damit nicht nur sein Produktportfolio, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Standortattraktivität und von Arbeitsplätzen.“

Der rasche Ausbau von 400 Kilometern Glasfaserkabeln war möglich, da Currenta die existierenden Rohrbrücken als Datenträger der Zukunft nutzt. Aktuell sind ein Viertel aller Gebäude der Erstkunden Covestro und Lanxess angeschlossen. Mit der IT-Netzinfrastruktur wurden aber auch die Grundvoraussetzungen geschaffen, um weitere IT-Services für alle Unternehmen im Chempark zu entwickeln.

Sechs Millionen für entscheidende Infrastruktur
Investitionen in entscheidende Infrastruktur – davon profitieren alle Unternehmen im Chempark. Ohne Betriebswasser und den Transport von Rohstoffen wären viele Prozesse im Chemiepark nicht möglich. Um die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Produktion zu schaffen, investiert Currenta beispielsweise in die Betriebswasserversorgung und die Hafenlogistik aktuell rund sechs Millionen Euro.

Neuer Schüttgutkran – neue Möglichkeiten
Einer der wichtigsten Transportwege, über den Rohstoffe in den Chempark kommen, ist – neben Schiene und Straße – der Rhein. Bei der Abwicklung am Hafen wird zwischen dem Umschlag von „festen“ und „flüssigen“ Rohstoffen unterschieden. Die Feststoffe, wie beispielsweise Salz, fördert der Schüttgutkran über die Rheinuferstraße vom Schiff in den Standort – dieser Kran wird erneuert. 2,5 Millionen Euro gibt Currenta für den neuen Schüttgutkran und die anliegende Infrastruktur aus. Diese Investition ist zentral, denn: ohne Schüttgut, keine Produktion im Chempark. Mit dem neuen Kran erweitert der Chemieparkbetreiber Currenta bis 2020 die Logistik am Hafen, mit dem Ziel, zusätzliche Rohstoffe über den Kai abzufertigen. Eine klare Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standortes. Ein Umschlag von 720.000 Tonnen Schüttgütern pro Jahr wird hiermit möglich sein. Eine schwer vorstellbare Zahl? Die geplante Schüttgutmenge entspricht etwa dem Gewicht von 18.000 Lkw – oder 120.000 afrikanischen Elefanten.

Flusswasserwerk und Wasserversorgung am Standort
Ob für die Produktion, zur Kühlung von Prozessen oder für den menschlichen Gebrauch: Im Chempark benötigen alle Wasser. Für jede Verwendung gibt es das entsprechende Wasser: beispielsweise vollentsalztes Wasser, Betriebswasser oder Trinkwasser.  Aufgrund der Erweiterungen der Unternehmen im Chempark ist der Bedarf an Betriebswasser in den vergangenen Jahren um 20 Prozent gestiegen. In diese Infrastruktur investiert Currenta 2019 rund vier Millionen Euro. Das Betriebswasser kommt überwiegend aus dem Rhein, wird beispielsweise zur Kühlung von chemischen Prozessen oder zur Reinigung von Anlagen benutzt, nach Gebrauch aufwendig und systematisch gereinigt und am Schluss dem Fluss wieder zugeführt. Im Flusswasserwerk – wo das Wasser dem Rhein entnommen wird – baut Currenta einen neuen leistungsstarken Pumpenpark auf. Zusätzlich wird das Rohrnetz im nördlichen Chempark-Gelände ausgebaut. Die Fertigstellung ist für diesen Sommer geplant. Weitere Investitionen im Bereich Betriebswasserversorgung sind bereits in Planung.

Lanxess baut Produktion am Standort Krefeld-Uerdingen aus
Lanxess investierte im Jahr 2018 in sein weltweites Produktionsnetzwerk für Hochleistungskunststoffe und errichtet am Standort in Krefeld-Uerdingen für einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag eine weitere Compoundieranlage. Lanxess wird dort in einer weiteren Produktionsanlage zusätzliche technische Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan produzieren, die insbesondere in der Automobilbranche sowie der Elektroindustrie zum Einsatz kommen. Der Produktionsstart ist in der zweiten Jahreshälfte 2019 geplant. Darüber hinaus entstehen ein Warenlager und eine Siloanlage. Baubeginn war im vierten Quartal 2018. Durch die Investition werden rund 20 neue Arbeitsplätze am Standort Krefeld-Uerdingen geschaffen. Die neue Compoundieranlage wird so ausgelegt sein, dass Lanxess den Betrieb in den kommenden Jahren bedarfsgerecht um weitere Kapazitäten erweitern kann.

Lanxess treibt auch die Optimierung seines globalen Produktionsnetzwerkes zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten weiter voran. Durch gezieltes „Debottlenecking“ am Standort Krefeld-Uerdingen hat der Spezialchemie-Konzern sein Produktangebot an mikronisierten Rotpigmenten der Marke Bayferrox und Colortherm um mehr als 5.000 Jahrestonnen erhöht. Mikronisierte Eisenoxidpigmente von Lanxess werden vor allem zur Herstellung qualitativ hochwertiger Farben und Lacksysteme sowie zur Einfärbung von Kunststoffen eingesetzt.

Auch 2019 plant der Konzern weiter in Krefeld-Uerdingen, seinem zweitgrößten Standort weltweit, zu investieren. Lanxess ist mit insgesamt rund 1.800 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Chempark Krefeld-Uerdingen.

Covestro setzt auf Nachhaltigkeit und Innovation
Umweltschutz und Ressourcenschonung spielen für Covestro eine zentrale Rolle. Ein wichtiges Ziel des Unternehmens: Eigene Innovationen vorantreiben, die der Nachhaltigkeit dienen. Innovationen wie die Sauerstoffverzehrkathode (SVK) – ein besonders energiesparendes Verfahren zur Chlorproduktion, das von Covestro und Partnern entwickelt wurde und in Krefeld-Uerdingen bereits erfolgreich eingesetzt wird. Covestro plant daher, das Verfahren am Standort noch stärker einzusetzen.

Chlor ist gewissermaßen der „Motor der Chemie“ und wird für rund zwei Drittel aller Kunststoffe bei der Produktion benötigt. Der Prozess der Chlorherstellung kostet in der Regel aber viel Energie. Das Besondere an der Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie: Mit ihr lässt sich gegenüber dem gängigen Verfahren zur Chlor-Herstellung die benötigte elektrische Spannung von drei Volt auf zwei Volt senken. Das klingt wenig, aber es ist ein entscheidendes Volt. Denn würde Chlor theoretisch von allen Unternehmen flächendeckend mittels SVK-Technologie hergestellt, ließe sich in Deutschland der gesamte jährliche Strombedarf um rund ein Prozent senken. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch einer Großstadt wie Köln.

Sport auf CO2
Wie wichtig Nachhaltigkeit für Covestro ist, beweist das Unternehmen auch mit seinen Rohstoffen, die sich in den verschiedensten Produkten wiederfinden. Eine der neusten Anwendungs-Ideen können die Krefelder selbst in Augenschein nehmen: den neuen CO2-basierten Sportboden beim Crefelder Hockey und Tennis Club 1890 e.V. (CHTC). Fest im Sportunterboden eingearbeitet, nutzt Covestro das klimaschädliche Kohlendioxid als Lieferant des wichtigen Elements Kohlenstoff anstelle von Rohstoffen auf Erdölbasis. Eine Win-win-Situation: „Mit dem neuen Ausgangsmaterial für Sportböden erweitert Covestro nicht nur sein Angebot an innovativen und nachhaltigen Rohstofflösungen um eine weitere Komponente, sondern hilft auch, die Umwelt zu schonen“, sagte NRW-Standortleiter Dr. Daniel Koch bei der Einweihung des Sportbodens.

NRW-Führung neu aufgestellt
Apropos Koch: Dieser ist seit Juli 2018 Leiter der NRW-Werke bei Covestro. Er trat damit die Nachfolge von Dr. Klaus Jaeger an, der die globale Leitung der Polycarbonat-Produktion und -Technologie übernommen hat. Einen weiteren Wechsel im NRW-Management gab es in Krefeld-Uerdingen. Dr. Sven Michael Hansen hat im Mai 2018 die Produktionsleitung von Covestro am Standort übernommen. Sein Ziel – mit Teamwork zum Erfolg: „Als Unternehmen können wir nur gemeinsam erfolgreich sein. Hier sehe ich auch einen Teil meiner Aufgabe: Ich möchte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch meine Arbeit am Standort so unterstützen, dass alle ihre Aufgaben erfüllen können, wir gemeinsam Erfolg haben und dabei jeden Abend gesund nach Hause gehen“, betont Hansen.

Covestro als attraktiver Arbeitgeber
In Krefeld-Uerdingen stellen die rund 1.000 Mitarbeiter und ca. 130 Auszubildenden von Covestro bereits seit über 50 Jahren Hochleistungskunststoffe her. Der Standort ist Geburtsstätte des Polycarbonats und einer der größten Produzenten von Polycarbonaten in Westeuropa. Wesentliche Faktoren für diesen Erfolg sind neben wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen die Motivation, der Einsatz und die Identifikation der Mitarbeiter.

Das spiegelt sich auch in Arbeitgeberrankings wider: So ist Covestro 2018 vom Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter (VAA) der Chemischen Industrie als einer der attraktivsten Arbeitgeber der Branche ausgezeichnet worden. Die jährliche Stimmungsumfrage des VAA gilt als das führende Branchenbarometer der chemischen Industrie. In den letzten Jahren lag Covestro immer im oberen Bereich des Rankings.

Wo Lanxess-Produkte aus Krefeld im Alltag zu finden sind
In dem weltweit größten Produktionswerk für Farbpigmente werden anorganische Eisenoxid- und Chromoxid-Pigmente für die Baustoff- und Kunststoffindustrie sowie für Farben- und Lackhersteller produziert. Von der Baustoffindustrie werden Farbpigmente von Lanxess beispielsweise zur Einfärbung von Betonteilen, Pflaster- oder Dachsteinen eingesetzt. Farbpigmente von Lanxess finden sich darüber hinaus beispielsweise im Anstrich des Pariser Eiffelturms, in den roten Bodenbelägen vor dem Londoner Buckingham Palace und rund um das Kongress-Gebäude im französischen Cannes. Auch die bunte Glasfaserbeton-Fassade des größten Fußball-Stadions Südafrikas und Austragungsort der Weltmeisterschaft 2010, dem „Soccer City“ in Johannesburg, ist mit Pigmenten von Lanxess durchfärbt.

Lanxess betreibt zudem in Krefeld eine der weltweit größten Kunststoffproduktionen. Anwendung finden die hier hergestellten Hochleistungs-Kunststoffe des Geschäftsbereichs High Performance Materials vor allem in der Automobil- und Elektro- sowie in der Bauindustrie. Besonders in der Automobilindustrie sind Hightech-Kunststoffe ein wichtiger Trend der Zukunft: In nahezu allen Bereichen eines Fahrzeugs ist durch Leichtbau-Werkstoffe und Leichtbau-Technologien eine Gewichtseinsparung möglich. Kunststoffe können, abhängig von den Anforderungen an das jeweilige Bauteil, schwere Metallteile komplett ersetzen oder mit verschiedenen Werkstoffen kombiniert werden. So lässt sich das Gewicht einzelner Komponenten verringern, ohne dass andere Eigenschaften wie zum Beispiel die Sicherheit negativ beeinflusst werden. Weniger Gewicht in Fahrzeugen bedeutet weniger Spritverbrauch und somit einen geringeren CO₂-Ausstoß. Das schont die Umwelt und die Geldbörse.

Der Lanxess-Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates stellt am Standort Krefeld verschiedene hochwertige Zwischenprodukte her, die unter anderem im Pharmabereich eingesetzt werden. So produziert Lanxess in Uerdingen beispielsweise synthetisches Menthol. Es wird bei vielen pharmazeutischen Anwendungen – zum Beispiel zur Kühlung bei schmerzhaften Verletzungen – eingesetzt. Synthetisch hergestelltes Menthol ist darüber hinaus aber auch ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen, etwa im Bereich der Mundpflege oder für Kaugummis.

Zinkoxid ist für die Herstellung vieler Produkte des täglichen Lebens unersetzlich. So wird es etwa als wichtiges Verarbeitungshilfsmittel in der Reifenindustrie und wegen seiner antiseptischen Wirkung auch in der Pharma- sowie in der Kosmetikindustrie eingesetzt. Zinkoxid-Produkte von LANXESS helfen durch einen ausgezeichneten UV-Schutz bei der Formulierung von Sonnenschutzmitteln und Hautcrèmes, zudem sind sie wegen ihres neutralen pH-Wertes besonders hautfreundlich. Darüber hinaus werden sie aber auch in Materialien für den Außenbereich wie beispielsweise Lacke eingesetzt.
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