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TAX-I: Wo wie lange für die Steuern gearbeitet werden muss

(PresseBox) ( Zürich, )
Der TAX-I zeigt anhand einer Kalenderdarstellung die Steuerbelastung für Privatpersonen in den Schweizer Kantonen an. Über die attraktivste Steuerbelastung verfügte auch im Jahr 2013 der Kanton Zug. Ein identischer Haushalt hat seine Steuern in Zug bereits am 19. Februar bezahlt, in Neuenburg erst am 8. April.

Dieser Tage flattern wieder die Steuererklärungen ins Haus. Einmal ausgefüllt ergibt sich aufgrund von Wohnort, Familienund Einkommenssituation der zu bezahlende Steuerbetrag. Unser TAX-I (TAX Independence Day) stellt die unterschiedliche Steuerbelastung der Kantone auf eingängige Weise dar. Der TAX-I bezeichnet den Tag, an dem ein Steuerzahler das Geld zum Bezahlen seiner Steuern verdient hat. Die Berechnung geht von der Annahme aus, dass jeder Steuerzahler vom 1. Januar an erwerbstätig ist und in der Folge sein Erwerbseinkommen zuerst ausschliesslich zum Bezahlen seiner Steuern verwendet (vgl. Abb. 1).

Niedrigste Steuerbelastung in Zug

Ein kinderloses Ehepaar mit einem Bruttoeinkommen von CHF 150'000 geniesst im Kanton Zug die schweizweit niedrigste Steuerbelastung. Dieser Referenzhaushalt hat im Kanton Zug bereits am 19. Februar bzw. nach 50 Tagen das Geld zum Entrichten seiner Steuern verdient. Die zweitniedrigste Steuerbelastung geniesst ein identischer Haushalt im Kanton Schwyz, gefolgt von den weiteren Zentralschweizer Kantonen Nidwalden, Obwalden und Appenzell Innerrhoden. Die höchste Steuerbelastung weist der Kanton Neuenburg auf. Hier muss der gleiche Haushaltstyp 48 Tage länger arbeiten, um seine Steuern entrichten zu können. Im Jahr 2011 betrug diese Differenz noch 52 Tage. Aufgrund der Steuersenkung beim Schlusslicht Neuenburg sind die Kantone bei der Steuerbelastung für den Referenzhaushalt näher zueinander gerückt (vgl.Abb. 2).

Einzig Neuenburg mit bedeutender Steuersenkung

Bei der Positionierung der Kantone haben sich nur wenige Verschiebungen ergeben. Diese fanden vorwiegend im steuerlichen Mittelfeld statt. Jedoch hat sich kein Kanton signifikant anders positioniert. Lediglich in den Kantonen Schwyz und St. Gallen hat die steuerliche Belastung des Referenzhaushalts zugenommen, während sie im Kanton Neuenburg am deutlichsten abgenommen hat. Die hier steuerpflichtigen Ehepaare mit der entsprechenden Einkommenssituation mussten im Jahr 2013 fünf Tage weniger lang arbeiten, um ihre Steuerrechnung begleichen zu können als noch zwei Jahre zuvor.

Die Resultate zeigen, dass der Steuerwettbewerb bei den natürlichen Personen in den letzten zwei Jahren an Dynamik eingebüsst hat. In der jüngsten Vergangenheit haben Steuersenkungen vermehrt bei den Unternehmenssteuern stattgefunden. Allerdings hat der steuerliche Aktivismus angesichts der in zahlreichen Kantonen weniger komfortablen Finanzsituation sowie kostspieligen Reformprojekten (Spitalfinanzierung, Unternehmenssteuerreform III) insgesamt abgenommen.

TAX-I: Methodik

Je nach Steuersatz des Wohnkantons sowie der Einkommens- und Familiensituation erreicht eine steuerpflichtige Person den TAX-I (Tax Independence Day) früher oder später. Die Berechnung erfolgt aus einer Mikroperspektive anhand von Modellhaushalten. Für die hier abgebildeten Resultate haben wir ein verheiratetes Doppelverdiener-Paar mit einem Haushaltseinkommen von CHF 150'000 gewählt. Das Pro-Kopf-Einkommen entspricht somit dem Schweizer Medianlohn, welcher gemäss Bundesamt für Statistik im Jahr 2011 CHF 5'979 pro Monat betrug. Für diesen Modellhaushalt haben wir die Steuerbelastung in Prozent des Bruttoeinkommens berechnet. Diese Grösse beinhaltet die Einkommenssteuern (Bund, Kanton, Gemeinde) sowie die obligatorischen Sozialabgaben (AHV, IV, EO, ALV). Für die Analyse werden tatsächliche Zahlen und geltende Steuerreglemente verwendet. Die präsentierten Resultate beziehen sich auf das Jahr 2013.
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