CFD-Verband sieht BaFin-Verfügung zur Stärkung des Anlegerschutzes in Deutschland differenziert

Frankfurt am Main, (PresseBox) - Der CFD-Verband hat die Allgemeinverfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 08.05.2017 zur Kenntnis genommen, wonach Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFDs) beschränkt und Kontrakte mit einer Nachschusspflicht Privatkunden nicht mehr angeboten werden dürfen.

Grundsätzlich unterstützt der Verband alle Maßnahmen, die dem Schutz von Privatanlegern dienen. Der Verband hält aber ein pauschales Verbot der Nachschusspflicht für wenig zielführend. Vielmehr sollte sich eine differenziertere Betrachtung der Beschränkung von Nachschusspflichten an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Erfahrenen Tradern sollte die Entscheidung über das Eingehen einer Nachschusspflicht selbst überlassen werden, während weniger erfahrene Kunden mittels entsprechender Risikobegrenzungsmodelle von einer Nachschusspflicht ausgenommen werden könnten. Viele der im Verband organisierten Mitgliedsunternehmen nehmen seit Längerem die dafür notwendige, differenzierte Betrachtung der Kundentypen vor und bieten entsprechende zusätzliche Produktkategorien sowie weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung an.

Eine Studie unter Mitgliedern des CFD-Verbandes belegt, dass diese Maßnahmen bereits Früchte tragen. Während Statistiken aus Frankreich und Irland von Verlusten von bis 90% berichten, liegt die entsprechende Quote in Deutschland bei knapp 60%.

Zusätzliche Maßnahmen zum Schutz von Privatanlegern sind allerdings auch nach Auffassung des CFD-Verbandes bei grenzüberschreitenden Produktangeboten notwendig, da viele ausländische Anbieter von internationalen Aufsichtsbehörden mit niedrigeren regulatorischen Standards überwacht werden, aber weder über eine BaFin-Lizenz verfügen noch einer Regulierung durch die BaFin unterliegen . Der CFD-Verband ist der Überzeugung, dass der Großteil von irreführenden Werbeversprechungen von diesen Anbietern abgegeben wird. Schwerpunkte der Verbraucherschutzarbeit sollten daher auf Marktzugangskriterien sowie auf die Themen Marketing und Vertrieb von CFD-Produkten in Deutschland gelegt werden.

In Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung seiner Mitglieder hat der CFD-Verband einen Transparenz- und Fairness-Kodex entwickelt, der allgemeingültige Qualitätsstandards enthält. Dieser Kodex wird fortlaufend weiterentwickelt, um sämtlichen Belangen des Anlegerschutz Rechnung zu tragen.

Contracts for Difference Verband e.V.

Der CFD-Verband ist das Kompetenzzentrum zum Thema CFD-Handel in Deutschland. Seine 14 Mitgliedsunternehmen repräsentieren rund 80 Prozent des deutschen Gesamtmarktes. Der Verband setzt sich für einen transparenten CFD-Handel sowie hohe Anlegerschutz- und Regulierungsstandards in Deutschland ein. Alle Mitglieder verfügen über eine BaFin-Lizenz oder werden von der BaFin reguliert.

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