Multimedia ohne Umwege

Continental setzt bei zukünftigen Infotainmentsystemen im Auto auf Standards aus der Unterhaltungselektronik

(PresseBox) ( Hannover, )
Zukünftige Infotainmentsysteme von Continental basieren auf der erstmals auf der IAA 2007 vorgestellten Multi Media Platform (MMP). Auf der CeBIT 2008 ist ein leistungsfähiger Prototyp mit Dual Core-Prozessor auf dem Messestand von Microsoft (Halle 4, Stand A26) zu sehen. In einer zukünftigen High-End-Version der MMP wird es einen zusätzlichen Multimedia-Prozessor mit 600 Megahertz und einen für 3D-Darstellungen optimierten Grafikprozessor geben. Continental setzt bei dieser Kombination aus skalierbarer Hardware und flexibler Software auf das Betriebssystem Microsoft Auto. Flexibel ist die Multi Media Platform vor allen Dingen in Bezug auf den Anschluss neuer mobiler Endgeräte. Hierfür wird das Infotainmentsystem regelmäßig per Softwareaktualisierung auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.

Nachdem die Multi Media Platform (MMP) auf der IAA 2007 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, gibt Continental nun technische Details zur Hardware seiner neuen leistungsfähigen Infotainmentplattform bekannt. Die MMP ist ein eigens für Infotainmentanwendungen entwickelter Fahrzeugrechner, den die Automobilhersteller in neue Automodelle integrieren können. Die MMP bündelt heutige Standardfunktionen wie Radio, CD/DVD-Spieler oder Navigationssystem und bietet zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für Mobiltelefone und mobile Audioplayer. Zukünftig soll die MMP als "Zentral-Rechner" auch die Darstellung verschiedener Fahrzeugfunktionen wie Klimasteuerung oder Bordcomputerfunktionen ermöglichen.

Zukunftskompatibel
Um dem Trend zu immer leistungsfähigeren mobilen Endgeräten wie MP3-Player, PDA oder Smartphones zu entsprechen, ist geplant, die MMP über die gesamte Fahrzeuglebensdauer mit Software-Updates auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. So wird der Infotainmentcomputer nahtlos mit zukünftigen Neuentwicklungen aus der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zusammenarbeiten. Grundlage hierfür ist die Partnerschaft von Continental mit Microsoft. Continental nutzt die Betriebssoftware Microsoft Auto als Basis für die MMP. Microsoft Auto sorgt im Hintergrund für die einfache Anbindung der mobilen Endgeräte und bringt ein Paket von Multimedia-Anwendungen mit. Microsoft ist gleichzeitig der Schlüssel zu einer zeitnahen, unkomplizierten und sicheren Aktualisierung der Systemsoftware. Das automobilgerechte Design und die Vernetzung mit den anderen Systemen im Auto, sowie die Weiterentwicklung der Navigationssoftware übernehmen die Entwickler von Continental.

Die Hardware
Die MMP von Continental wird im ersten Schritt in zwei unterschiedlichen Hardware-Versionen entwickelt. Die Basishardware der MMP liefert alle Voraussetzungen für modernstes Infotainment im Auto. Die High-End-Version wird eine noch leistungsfähigere grafische Darstellung bieten.

Herzstück der MMP-Hardware ist ein Dual Core-Hochleistungsprozessor, in dem die anfallende Arbeitslast von zwei Prozessorkernen abgearbeitet wird. Ein Prozessor übernimmt alle Standardaufgaben in der MMP. Der andere Prozessor ist ein mit mehr als 500 Megahertz getakteter digitaler Signalprozessor. Hier werden unter anderem alle analogen Signale der verschiedenen Audio- und Videoquellen schnell in digitale Daten umgewandelt und dabei für die Weiterverarbeitung komprimiert. Darüber hinaus bietet das System Schnittstellen zu mobilen Audio- und Videoplayern, USB-Geräten und Speicherkarten. Zum drahtlosen Anschluss mobiler Geräte integriert Continental auf Wunsch Bluetooth- und WLAN-Schnittstellen. Mit den anderen Fahrzeugsystemen steht die MMP über den CAN-Bus (Controller Area Network, ein Datenbus mit einer Datenübertragungsrate von bis zu einem Megabit pro Sekunde) oder dem MOST-Bus (Media Oriented Systems Transport, dem Fahrzeugnetzwerk für Multimediadaten im Auto mit einer Datenübertragungsrate von zukünftig bis zu 150 Megabit pro Sekunde) in Verbindung. Um Zusatzausstattung wie eine Rückfahrkamera anzubinden, ist an entsprechende Videoschnittstellen gedacht.

In der High-End-Version der MMP wird der Hauptprozessor zusätzlich um einen 3D Grafikchip mit WXGA-Auflösung (1280 × 768 Bildpunkte) ergänzt. So wird auch die Darstellung der digitalen Landschaft aus Datenquellen wie Microsoft VirtualEarth realisiert. Um eine noch größere Flexibilität für Multimedia-Anwendungen zu bieten, ist in der 3D-Version der MMP außerdem ein weiterer mit 600 Megahertz getakteter zusätzlicher Prozessor integriert. Zusätzlich wird die 3D-Variante der MMP eine Festplatte als schnellen Datenlieferant beinhalten.

Bewährtes bleibt: GPS, Gyroskop und Geschwindigkeitssignal sorgen für zuverlässige Positionsbestimmung Damit die Navigation auch im Infotainmentsystem der Zukunft bestmögliche Unterstützung in allen Fahrsituationen bietet, setzt Continental in der MMP auf langjährig Bewährtes: heute müssen Autofahrer bei mobilen Navigationssystemen unter schwierigen Bedingungen wie Tunneldurchfahrten oder der Fahrt in einem anderen "GPS-Schatten" auf die genaue Positionsbestimmung und rechtzeitige Richtungshinweise verzichten. In diesen "GPS-Schatten" wird das fest im Fahrzeug integrierte Navigationssystem der MMP dennoch zuverlässig die Position bestimmen. Es kombiniert hierfür die Daten des so genannten Gyroskops mit den CAN-Bus-Informationen. Das Gyroskop erkennt jede Richtungsänderung des Autos. Über den CAN-Bus erhält die MMP die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit. Fährt ein Fahrzeug in einen "GPS-Schatten" wird dennoch mit einer hohen Genauigkeit weiterhin die aktuelle Position ermittelt und bei Bedarf auf notwendige Richtungsänderungen rechtzeitig hingewiesen.

Darüber hinaus stellt die MMP Daten über den weiteren Straßenverlauf, Kreuzungen, enge Kurven und die Topographie in Form des elektronischen Horizonts (eHorizon) anderen Fahrzeugsystemen zu Verfügung. Insbesondere für ContiGuard®, das umfassende Sicherheitssystem von Continental, bietet diese Technik die Basis für eine noch bessere Unterstützung des Fahrers bei der Vermeidung kritischer Fahrsituationen.

Ausblick
Continental präsentiert mit der MMP eine neue Dimension von Fahrzeug-Infotainment auf der CeBIT. Zukünftig wird die Multi Media Platform (MMP) von Continental perfekt in die Fahrzeugbedienung integriert sein. Die Aktualisierbarkeit der Software wird dafür sorgen, dass die MMP auch Jahre nach dem Fahrzeugkauf neue Unterhaltungselektronik erkennt. So wird die MMP die heute vielfach noch herrschende Kluft der Entwicklungszyklen zwischen der Automobilindustrie und der Unterhaltungselektronik überbrücken und den Automobilherstellern die Möglichkeit bieten, ihren Kunden aktuelle Trends und Technologie im Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Der Continental-Konzern gehört mit einem anvisierten Umsatz von mehr als 26,4 Mrd Euro im Jahr 2008 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt das Unternehmen zu mehr Fahrsicherheit und zum Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter an nahezu 200 Standorten in 36 Ländern.

Die Division Interior der Continental AG entwickelt und produziert weltweit für Automobilhersteller und Nachausrüstung elektronische Systeme, mit denen Informationen im Fahrzeug fahrer- und situationsgerecht gesteuert und präsentiert werden. Die Division erzielt derzeit mit mehr als 33.000 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von über 6 Milliarden Euro (Basis 2006). Zum Produktspektrum gehören unter anderem Instrumente und Multifunktionsdisplays, Kontroll- und Steuergeräte, elektronische Fahrzeug-Zugangssysteme, Reifeninformationssysteme, Radios, Multimedia- und Navigationssysteme, Klimaanlagensteuerungen und -bedienungen, Telematiklösungen sowie Cockpits. Die Division Interior entwickelt die Fahrzeugelektronik, die für die Verbindung zu anderen Fahrzeugen (Car2Car), zu Verkehrs- und Mobilitätszentralen (Car2Infrastructure), dem Internet und zur nahtlosen Integration von mobilen Endgeräten (Car2Device) notwendig ist. Durch konsequente Systemintegration bietet sie ihren Kunden eine Reduktion von Komplexität und sorgt so für effiziente, kostengünstige Lösungen für das Informationsmanagement in Pkw, Nutz- und Spezialfahrzeugen.
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