Continental Automotive Systems stellt mit neuem Steuergerät / Weichen für Kostensenkung beim ESC

Sensoren werden in Hauptplatine integriert. Sensorentwicklung ist Kernkompetenz des Unternehmens und ebnet erschwinglicher Sicherheit für alle den Weg

(PresseBox) ( Frankfurt/Main, )
Mitte 2008 wird bei Continental Automotive Systems eine neue Generation von ESC-Steuergeräten in Serie gehen. Die Integration der für eine ESC-Regelung (ESC = Electronic Stability Control) erforderlichen Gierraten- und Beschleunigungssensoren direkt ins Steuergerät verringert den Bau- und Integrationsaufwand, erhöht die Zuverlässigkeit und senkt die Systemkosten. „Die Entwicklung von Sensoren ist eine unserer Kernkompetenzen. Das verdeutlicht diese Innovation einmal mehr“, sagte Dr. Ralf Cramer, Leiter des Geschäftsbereiches Elektronische Brems- und Sicherheitssysteme Continental Automotive Systems. „Wir widmen uns diesem Thema besonders intensiv, weil es dazu beiträgt, dass Sicherheitssysteme schon sehr bald für jeden Autokäufer auf der Welt erschwinglich
werden.“

PYA Steuergerät: Gierraten- und Beschleunigungssensorik in
ESC-Hauptplatine integriert

Während die Sensorik zur Ermittlung des Bremsdruckes schon länger in den elektrohydraulischen ESC-Regler integriert ist, werden der Gierraten- und der Quer-, gegebenenfalls auch Längsbeschleunigungssensor heute in einem gemeinsamen Gehäuse (Cluster) im Innenraum des Autos verbaut. Der Grund hierfür liegt im Bestreben, die Sensorik an einem geschützten Ort zu montieren.

Continental Automotive Systems ist es nun gelungen, die Gierraten-und Beschleunigungssensoren erheblich kleiner und gleichzeitig robuster zu gestalten. So können sie im Motorraum montiert werden – integriert in die Hauptplatine des neuen PYA Steuergerätes (Pressure, Yaw, Acceleration – Druck, Gierrate, Beschleunigung). Wie die anderen im Motorraum montierten Komponenten des Electronic Stability Control ESC sind die Sensoren für den Einsatz in dieser rauen Umgebung darauf ausgelegt, im weiten Temperaturbereich von -40 bis

125° Celsius zuverlässig zu funktionieren.

Der Automobilhersteller profitiert von dieser Innovation durch sinkenden Material- und Integrationsaufwand, da keine zusätzlichen Gehäuse, Leitungen und Stecker erforderlich sind. ESC kann daher bei erhöhter Zuverlässigkeit zu geringeren Kosten angeboten werden.

Verzahnte Kernkompetenz: Entwicklung von Systemen und
Sensoren unter einem Dach

Die Entwicklung von Sensoren zählt zu den Kernkompetenzen von Continental Automotive Systems. „Sie läuft eng verzahnt unter einem Dach mit der Entwicklung elektronischer Bremssysteme, elektronisch geregelter Fahrwerke sowie Systemen zur Fahrzeugumfeldüberwachung und zum Insassenschutz“, sagte Dr. Cramer. „So können wir unter einem Dach Komplettsysteme realisieren, die in der weiten Range zwischen innovativem Highend-Produkt und erschwinglicher Sicherheit Benchmark-Charakter haben.“

Das PYA-Steuergerät zeige dies ebenso wie ein berührungslos
arbeitender Lenkradwinkelsensor, der 2009 die Serienreife erlangen wird.

Dieser hochpräzise Sensor muss nicht mehr im oberen, lenkradnahen

Bereich der Lenksäule montiert werden. Dank seiner robusten
Bauweise kann er ebenfalls im Motorraum untergebracht werden. Im Falle eines Sensortausches senkt dies die Instandsetzungskosten gegenüber heute erheblich. Der Lenkwinkelsensor nutzt eine Technologie, die Continental Automotive Systems gemeinsam mit einem französischen Unternehmen als Innovationstreiber Mitte der neunziger Jahre zur Messung der Raddrehzahlen entwickelt hat. Der
damals neuartige, ins Radlager integrierte aktive Raddrehzahlsensor (Active Sensor Bearing ASB®) ist mittlerweile mit einem Marktanteil von 80 Prozent Weltstandard zur hochpräzisen Messung der Raddrehzahlen.

„Diese Produkte, sind wie auch unsere Sensoren zur Steuerung passiver Sicherheitssysteme, zur Regelung von Luftfederfahrwerken mit adaptiver Dämpfung oder zur Überwachung des Fahrzeugumfeldes wichtige Bausteine auf unserem Weg hin zum Unfall vermeidenden Auto der Zukunft“, sagte Dr. Cramer. Der Weg dahin sei lang, doch die wichtigsten Weichen seien gestellt. „Nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa wird Electronic Stability Control in wenigen Jahren für jeden Neuwagen verpflichtend sein. ESC kann bei normalen Straßenbedingungen die Zahl der Unfälle um mehr als 20 Prozent reduzieren, bei nassen oder vereisten Bedingungen kann die Zahl sogar um 30 bis 40 Prozent reduziert werden“, sagte Dr. Cramer.

„ESC ist somit ein wesentlicher Baustein im gesamteuropäischen Bestreben, die Zahl der Verkehrsopfer bis 2010 zu halbieren. Unser Beitrag hierzu sind Produkte, die auch für die Käufer preisgünstiger Fahrzeuge erschwinglich sind. Nicht nur in Europa, sondern auch in den boomenden Schwellenländern.“

Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 14,9 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 89.000 Mitarbeiter.
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