Zeitung goes Zukunft

Forum Kundenmanagement 2008 der CONCEPT CARD GmbH

(PresseBox) ( Bayreuth, )
Hat die klassische Tageszeitung angesichts der digitalen Medienmacht eine Zukunft? Was müssen Verlagshäuser tun, um ihre Marktposition zu verteidigen? Und welche Möglichkeiten bietet das Web 2.0 für ein ureigentliches Printmedium? Fragen, auf die das vierte Forum Kundenmanagement der CONCEPT CARD GmbH konkrete Antworten und vor allem zahlreiche Anregungen lieferte.

Zahlreiche Vertreter der deutschen Presselandschaft aus Verlagshäusern mittlerer bis großer Tageszeitungen trafen sich vor der beeindruckenden Kulisse des Düsseldorfer Medienhafens, um über ein wichtiges Thema zu sprechen: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung. Angesichts der konstant sinkenden Reichweite regionaler Abonnement-Zeitungen und des generellen Leserschwunds ist die Nachfrage nach Lösungen und zeitgenössischen Modellen groß - so auch bei jenen Zeitungsmachern, die sich auf Einladung des Kundenbindungsspezialisten CONCEPT CARD von den insgesamt acht Fachvorträgen des eintägigen Forums inspirieren ließen. Das Dachthema der alljährlichen Veranstaltung bestimmte dabei die Inhalte der einzelnen Expertenbeiträge: "Web 2.0 - Veränderungen erfolgreich managen". Ein Ziel, das sich deutsche Verlagshäuser schon lange gesetzt und zum Teil auch schon effektiv umgesetzt haben. Notwendigerweise. Zwar verliert laut aktueller Studien das Fernsehen verhältnismäßig mehr "User" an das Internet, als die Zeitungsbranche - trotzdem ist Handeln angesagt, um mit der Zeit zu gehen. Und um den neuen Zielgruppen, den sogenannten "digital natives", die das Internet sozusagen schon mit der Muttermilch aufsaugen, ein attraktives Produkt bieten zu können.

Vom Zeitungsleser zum "Prosumenten"

Die dialogischen Grundelemente des Web 2.0 wie Foren, Blogs und Communitys müssten zum festen Bestandteil von Onlinepräsenzen regionaler Tageszeitungen werden, so die einhellige Meinung der Referenten aus Verlagsbranche und Wissenschaft. Schließlich hätten sich Internetnutzer mittlerweile zu "Prosumenten" entwickelt, die gleichzeitig konsumieren und selbst Inhalte produzieren. Eine Kreativitäts- und Informationsquelle, die außerdem unbedingt genutzt werden sollte. Für den Wandel in ein digitales Medium auf Web 2.0-Niveau gibt es allerdings eine wichtige Bedingung: Nur wenn in Verlagen und Redaktionen ein wirkliches "Change Management" betrieben würde, so die Forderung des Multimedia-Zuständigen des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger, Holger Kansky, kann ein gleichwertiges Online-Produkt entstehen, das im Hinblick auf das Printmedium mehrere Funktionen erfüllt. Neben der Gewinnung neuer und der Bindung bestehender Kunden solle die digitale Version der Zeitung als Inspirationsquelle und Marketingtool für das klassische Print-Produkt gesehen werden.

Dreamteam Print und Internet

Eine gegenseitige Befruchtung also, von der am Ende alle Seiten profitieren - solange beide Versionen gleichberechtigt und vor allem individuell behandelt würden. "Der häufigste Fehler von Zeitungsverlagen auf dem Weg ins World Wide Web ist der Versuch, die Print-Kultur eins zu eins auf die Online-Präsenz zu übertragen. Ein Vorhaben, das von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist", betonte Oliver Eckert, Geschäftsführer des Bereichs Online/Neue Medien der Rheinischen Post Verlagsgesellschaft GmbH. Der Grund: Beiden Kanälen lägen völlig unterschiedliche Kernkompetenzen zugrunde, die es entsprechend einzusetzen gelte - redaktionelles Know-how im Printmedium und technische Effizienz bei der digitalen Version. Beides müsse laut Holger Kansky genutzt werden, um von dem großen Alleinstellungsmerkmal einer Tageszeitung - egal ob gedruckt oder digital - zu profitieren: Dem starken Regionalbezug und der daraus resultierenden großen Glaubwürdigkeit des klassischen Informationskanals. Und selbst wenn, so die Aussage von Oliver Eckert im Rahmen der Podiumsdiskussion des CCC-Forums, die Tageszeitung, wie wir sie heute kennen, wahrscheinlich irgendwann zum Teaser-Medium für das Online-Produkt eines Verlagshauses wird, ist sie doch ein elementarer Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.

Eine optimistischere Vorstellung vom Zeitungsverlag der Zukunft wagte im Vergleich dazu BDZV-Vertreter Holger Kansky. Er prognostizierte modernen Medienhäusern, die sich auf beide Kernkompetenzen - Redaktion und Technik - konzentrieren und stets den Nutzer in den Mittelpunkt stellen, gute Erfolgschancen.


Weitere Infos unter: www.conceptcard.de.
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