RAIL.ONE erhält 9. CNA-Innovationspreis für die klappbare Weichenschwelle

(PresseBox) ( Neumarkt, )
RAIL.ONE, Bereich Forschung & Entwicklung, erhält den 9. CNAInnovationspreis für die Entwicklung einer neuen Lösung für Weichen(schwellen)transporte, der klappbaren Weichenschwelle.
Diese innovative Schwelle wurde in enger Zusammenarbeit mit der DB Netz AG entwickelt. Die überlangen Weichenschwellen werden mit Stahlgelenken ausgestattet, die während des Transports als Knickgelenk funktionieren. Das erleichtert den Transport der vorgefertigten, überdimensionalen Weichensegmente deutlich, da sie nicht mehr über kostenintensive Sondertransporte, so genannte Weichentransporteinheiten (WTE), befördert werden müssen.

Das Center for Transportation & Logistics Neuer Adler e.V. (CNA) vergibt in diesem Jahr zum neunten Mal den Innovationspreis "Intelligenz für Verkehr und Logistik" an Unternehmen, die einen besonderen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum sowie zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft leisten. "Umweltfreundliche Transportoptimierung und Wirtschaftlichkeit der Schiene können mit dieser innovativen Technologie noch weiter gesteigert werden", betonte der Vorstandsvorsitzende des CNA e.V., Dr. Rainer Müller bei der Überreichung des Preises an Jochen Riepl, kaufmännischer Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH.

Rund 60 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien waren bei der Preisverleihung am Hauptsitz der Firma RAIL.ONE in Neumarkt zu Gast. In Vertretung der kurzfristig verhinderten Staatssekretärin Katja Hessel, würdigte Alexander Altthaler, Referent aus der Verkehrsabteilung im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, die "klappbare Weichenschwelle" als "außergewöhnlich pfiffige Idee zur Optimierung im Streckenbau." Die vorgefertigten Stahlgelenke werden bereits im Werk bei der Herstellung der Weichenschwellen im langen Spannbett eingebunden.

Mit dieser Innovation können komplett im Werk vormontierte Weichen auf Standardwagen zum Einbauort transportiert werden.

Dies führt zu einer Reduzierung der Transportkosten. Darüber hinaus minimiert das Verlegen der vorgefertigten Weichensegmente die Einbauzeiten gegenüber der Einzelverlegung. Gleichzeitig hat RAIL.ONE mit der neuen Weichenschwelle die Verfügbarkeit der Weichenelemente optimiert: Da Flachwagen im Vergleich zu den nur in begrenzter Zahl vorrätigen WTE in größeren Mengen und innerhalb kürzerer Fristen abrufbereit sind, kann eine Disposition der Weichen mit integrierten Klappschwellen sehr viel flexibler gestaltet werden. Das bedeutet eine wesentliche Optimierung des logistischen Aufwands.

Der Sonderpreis für "herausragende unternehmerische oder wissenschaftliche Leistungen" geht 2011 an die DB RegioNetz Verkehrs GmbH, Westfrankenbahn (WFB), Aschaffenburg für das Projekt "Umrüstung und Zulassung eines Nahverkehrstriebwagens auf Hybrid-Basis", das Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im Schienenpersonennahverkehr schafft.

Kooperation für die klappbare Weichenschwelle

Das System der klappbaren Weichenschwelle wurde von der Entwicklungsabteilung und dem Betonschwellenwerk Langen der RAIL.ONE GmbH, insbesondere von Arnold Pieringer und Ronald Schlufter, in Zusammenarbeit mit der DB Netz AG, Werk Oberbaustoffe Witten, federführend hier Hans-Dieter Müller, entworfen. Die Entwicklungsabteilung der RAIL.ONE GmbH hat ihren Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz. Das ausführende Betonschwellenwerk befindet sich in Langen

Intelligenter, hocheffizienter und umweltfreundlicher Baustein

Die prämierte "klappbare Weichenschwelle" steigert den Bedarf an vormontierten Weichen. Dies führt zu einer höheren Auslastung der Produktionsanlagen, womit die Entwicklung unmittelbar zu einer Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland beiträgt.

Im Hinblick auf die Umwelt bedeutet die Neuerung keine zusätzliche Belastung der Ressourcen. Auch ist bei der Herstellung kein höherer Energiebedarf erforderlich. Im Gegenteil: Aus den verkürzten Einbauzeiten resultiert letztendlich ein geringerer Energiebedarf. "Darüber hinaus wird durch die Reduzierung der Sperrpausen beim Einbau eine schnellere Streckenverfügbarkeit erzielt. Dadurch wird die Vorreiterrolle der Bahn im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern gestärkt", so Arnold Pieringer, Entwicklungsingenieur bei RAIL.ONE, der sich mit seinen Kollegen über den Preis freute.

"Die Neuentwicklung bedeutet für Bayern eine wesentliche Weiterentwicklung für den Ausbau der Bahninfrastruktur", so Alexander Altthaler in seiner Laudatio. "Die Reduktion von Sondertransporten auf der Schiene entlastet das gesamte Bahnnetz. Verbunden mit den kürzeren Einbauzeiten und der höheren Verfügbarkeit stellt die klappbare Weichenschwelle eine äußerst gelungene Innovation dar."

Tests und Zulassung

Die prämierte Klappweichenschwelle wurde in umfangreichen Labortests geprüft. Darüber hinaus wurden alle Ermüdungstests erfolgreich abgeschlossen und die Nachweise bei Eisenbahn- Bundesamt (EBA) und Prüfingenieur eingereicht. Die nach gültigem Regelwerk EN 13230 und von der Deutschen Bahn vorausgesetzte Dauerschwingfestigkeit für Betonschwellen von zwei Millionen Lastwechseln wurde ebenfalls erfolgreich durchlaufen. Ebenso eine zusätzliche Anforderung an eine andere Komponente auf fünf Millionen Lastwechsel.

Neben diesen Nachweisen werden auch die Ermüdungsanforderungen an eine geschweißte Stahlkonstruktion gemäß den anerkannten Regeln der Technik mit dieser Konstruktion erfüllt. Die endgültige Zulassung durch das EBA steht unmittelbar bevor. "Am kommenden Wochenende wird der erste Prototyp im Netz der Deutschen Bahn eingebaut. Unter fahrendem Betrieb werden hierbei weitere Praxistests durchgeführt. Nach erfolgreichem Verlauf ist die serienmäßige Umsetzung geplant", so Jochen Riepl, kaufmännischer Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH.

Herausragende Projekte vermarkten

Mit dem jährlich vergebenen Innovationspreis des CNA e.V. werden Unternehmen für herausragende Projekte, Produkte oder Dienstleistungen ausgezeichnet, die einen besonderen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum, zur Sicherung von Arbeitsplätzen sowie zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft leisten. Darüber hinaus soll das Innovationspotenzial des Wirtschaftsstandortes Bayern sowie der Metropolregion Nürnberg überregional kommuniziert werden. Der Innovationspreis wird 2011 bereits zum neunten Mal verliehen.

Herausragende unternehmerische oder wissenschaftliche Leistungen können vom Gutachtergremium mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden.
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