Vom Braunkohlegebiet zum Hightech-Standort

Auf der 11. Digitalisierungskonferenz wurden heute Konzepte zur Entwicklung des Mitteldeutschen Reviers vorgestellt und diskutiert / Potenzialstudie belegt Bedeutung digitaler Technologien für die Region

(PresseBox) ( Zeitz, )
Wenn die großen Braunkohlebagger 2038 endgültig außer Dienst gehen, beginnt für das Mitteldeutsche Revier eine neue Ära. Modern, nachhaltig und zukunftsfähig soll die Region dann sein. Für die Zeit „nach der Braunkohle“ heißt es, komplett neue Wirtschaftsstrukturen zu etablieren und den hier lebenden Menschen eine echte Perspektive zu bieten. Wie das gelingen kann, war Thema der heutigen 11. Digitalisierungskonferenz „Digitalisierung und Strukturwandel“. Der Cluster IT Mitteldeutschland e.V., der Wirtschaftsrat der CDU e.V. Sachsen-Anhalt und das Digitalisierungszentrum der Stadt Zeitz haben die Veranstaltung gemeinsam ausgerichtet. Rund 130 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen dazu virtuell zusammen. Sie tauschten sich zu Chancen und Herausforderungen für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger in den betreffenden Gebieten aus. Mit dabei waren hochrangige Referenten wie Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dieter Stier, Mitglied des Bundestags, und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und Christian Thieme, Oberbürgermeister der Stadt Zeitz.  

Die Veranstaltung hat deutlich gezeigt: Strukturwandel und Digitalisierung gehen Hand in Hand. Informationstechnologie ist Wachstumsbranche vor Ort und gleichzeitig Innovationstreiber für andere Wirtschaftszweige. Die Potenzialstudie der Innovationsregion Mitteldeutschland belegte den Trend mit Zahlen. Die auf der Veranstaltung erstmals vorgestellte Erhebung zeigt, wo Chancen der Digitalisierung existieren, und identifiziert Zukunftsfelder in der Informationstechnologie – von Autonomen Fahren, Big Data, Cloud, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz bis zu Robots und XR-Technologie. Diese Zukunftsfelder gelten als besonders vielversprechend für die Schaffung eines Hightech-Standorts in den Braunkohlegebieten. Insgesamt sind bereits 27 Prozent der ortsansässigen IT-Unternehmen digitale Vorreiter, das heißt, in mindestens einem Zukunftsfeld aktiv. 

Häufig beflügeln junge, innovative Unternehmen die Entwicklung. „Das Mitteldeutschen Revier zeichnet sich durch eine sehr aktive Startup-Kultur aus. Gemeinsam mit den etablierten Unternehmen liefern sie mit ihren Ideen einen wertvollen Beitrag für den Standort. Sie sorgen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. In die innovativen Konzepte, z.B. zu Virtual Reality, New Work und digitalisierte Gesundheitsversorgung, haben wir heute auf der Digitalisierungskonferenz einen vielversprechenden Eindruck erhalten“, sagt Sirko Scheffler, Vorstand Cluster IT Mitteldeutschland e.V., Landesvorstandsmitglied, Vorsitzender der LFK Internet und Digitale Wirtschaft, Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Sachsen-Anhalt, Geschäftsführer brain-SCC GmbH. Die Veranstaltung zeichnete sich auch dadurch aus, dass sie viele unterschiedliche Akteure zusammengeführt hat Akteure.  „Will man erfolgreich Veränderungen in der Region erzielen, kommt es darauf an, regional zu handeln. Der Austausch untereinander liefert dafür eine wichtige Grundlage“, so Sirko Scheffler, „Außerdem braucht es die nötigen Freiräume, damit sich die Unternehmen in der Region entfalten können. Unser Appell aus der Wirtschaft lautet, diese Räume zu schaffen, genauso wie die dafür notwendige Infrastruktur und finanzielle Förderungen. Damit der Strukturwandel mithilfe von Digitalisierung gelingt, sollte die Wirtschaft als aktiver Partner in den Prozess einbezogen werden.“ 

Dass gerade aus der hiesigen Unternehmerlandschaft entscheidende Impulse für den Strukturwandel kommen, betont auch Marco Langhof, Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt, Vorsitzender des Digitalisierungsbeirates Sachsen-Anhalt, Vorstand Cluster IT Mitteldeutschland e.V., Vorstandsvorsitzender, Verband der IT und Multimediaindustrie Sachsen-Anhalt e.V., Geschäftsführer TELEPORT GmbH: „Strukturwandel braucht echte Wertschöpfung. Die kommt nicht aus Staatsbetrieben, nicht aus Umweltinformationszentren, nicht aus modernisierten Kommunen, sondern zuvorderst aus Unternehmen. Unternehmen mit nachgefragten Produkten und Dienstleistungen, die im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen können. Wirtschaft und Unternehmen müssen im Fokus stehen, sonst verpufft der gesamte Geldsegen des Strukturwandels wie ein Strohfeuer.“ 

„Mit der ersten Digitalisierungskonferenz im Jahre 2016 des Wirtschaftsrats in Sachsen-Anhalt und der Forderung bereits im Rahmen der vorletzten Landtagswahl nach einem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung hat der Wirtschaftsrat in Sachen-Anhalt sich schon früh als einer der Vorreiter mit der Digitalisierung in Sachsen-Anhalt beschäftigt“, führt Dr. Michael Moeskes, Landesvorsitzender des Landesverbands Sachsen-Anhalts des Wirtschaftsrats der CDU e.V., Anwälte am Dom in Magdeburg, in seinem Grußwort aus. Gerade der Strukturwandel kann mit Hilfe der Digitalisierung effektiv gestaltet werden, denn diese leistet dafür einen wesentlichen Beitrag. Aber auch digitale Gesundheitsversorgung und die Entwicklung im ländlichen Raum zum Beispiel im Bereich Künstliche Intelligenz können mit der Digitalisierung – nicht nur im Bereich des Strukturwandels erreicht werden, so Dr. Michael Moeskes. 

„Die Ideen und Strategien für die Region im Strukturwandel sind bemerkenswert – ganz nach dem Motto ‚Unser Revier-unsere Zukunft“ ist Marcel Schmidt, Mitglied des erweiterten Landesvorstands und Sektionssprecher der Sektion Sachsen-Anhalt Süd des Wirtschaftsrats der CDU e.V. in Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der GALA-MIBRAG überzeugt. 

„Die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Strukturwandel sind bekannt, jetzt gilt es, gemeinsam zu Handeln um die Zukunft unserer Region zu gestalten“ so Christian Thieme, Oberbürgermeister der Stadt Zeitz. Im Auftrag der Stadt unterstützt das Digitalisierungszentrum Zeitz aktiv den Strukturwandel in Zeitz und seinem Umland und ist dabei ein wichtiger Anker- und Treffpunkt für den Austausch und die Entwicklung innovativer Ansätze in der Wirtschaft. Neue Technologien müssen vorangetrieben, aber eben auch an Wissen, das hier traditionell verankert ist, angeknüpft werden.  

Zum Wirtschaftsrat der CDU e.V. 

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und Europa. Unternehmen und Unternehmern bietet er eine branchenübergreifende Plattform, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne Ludwig Erhards für Fortschritt durch Wettbewerb, Chancen durch Freiheit und Wohlstand durch Leistung mitzugestalten. Erfahren Sie mehr und engagieren auch Sie sich für die Soziale Marktwirtschaft im Landesverband Sachsen-Anhalt unter:
https://www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/sachsen-anhalt-de 

Zum Digitalisierungszentrum Stadt Zeitz 

Das Digitalisierungszentrum Zeitz (DZZ) hat zur Aufgabe, den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier zu unterstützen und erfolgreich mitzugestalten. Die Wirtschaft vor Ort wird tatkräftig und zielführend bei der digitalen Transformation begleitet. Durch die enge Vernetzung im Revier gestalten wir die Kooperation zwischen den Akteuren aktiv mit und machen so Synergieeffekte in der Region nutzbar. Mit Angeboten zur digitalen Bildung fördern wir außerdem das digitale Know-how der Fachkräfte von morgen. Das DZZ ist ein Modellvorhaben im Bundesprogramms Region Gestalten und wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (90%) sowie dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt (10%) finanziert. Weiteres zu Angeboten und aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter:  https://www.zeitz-digital.de 
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