EU Emissionshandel: News, Daten und Fakten der KW 1/2011

EUA Preise steigen wieder zu Jahresbeginn und liegen nun konstant über der EUR 14,50 Marke - Spot EUAs EUR 14,32 - Spot CERs EUR 11,50

(PresseBox) ( Mödling, )
Am Montag war die ECX Börse aufgrund eines Feiertages in England geschlossen. Dadurch konnten noch keine aussagekräftigen Werte für das neue Jahr publiziert werden.

Trotz eines relativ schwachen Energiekomplexes, konnten sich die EUAs am ersten vollen Handelstag des neuen Jahres am Dienstag von den an den Vortagen erzielten Verlusten wieder erholen. Nachdem der Markt bei EUR 14,00 (ECX) geöffnet hatte, wanderte der EUA Dez 11 Kontrakt kontinuierlich nach oben und notierte am Ende des Tages bei EUR 14,43. In Deutschland wurden unterdessen am Vormittag 300.000 Spot EUAs bei einem Preis von EUR 13,97 versteigert.

Der positive Trend konnte auch am Mittwoch fortgesetzt werden. Bei erneut schwächeren deutschen Strompreisen und inmitten eines weiteren ruhigen Handelstages wanderten die Verschmutzungsrechte davon unberührt in Richtung Norden und konnten die EUR 14,50 Marke durchbrechen. Am Ende des Tages waren die EUAs dann EUR 14,53 wert (+10c). Die deutsche Regierung verkaufte unterdessen 570.000 EUA-Dez11 Kontrakte am Nachmittag bei EUR 14,45.

Bei einem positiven Energiekomplex und steigenden deutschen Strompreisen gewannen die EUAs am Donnerstag weiter an Terrain und konnten am Nachmittag das Wochenhoch von EUR 14,74 erreichen. Am Tagesende notierten die EUAs immerhin noch bei EUR 14,69, was einem Plus von 16c im Vergleich zum Vortag entsprach. Die Handelsvolumen waren aufgrund der Feiertagskonstellationen weiterhin unter Durchschnitt.

Schließlich endete der EUA Dez 11 Kontrakt am Freitag bei einem Preis von EUR 14,63, was einem geringfügigen Minus von 6c entsprach im Vergleich zum Vortag. Über die Woche gesehen konnten die Verschmutzungsrechte insgesamt jedoch 39c gewinnen.

Am Spot Markt entwickelte sich der Preis der EUAs noch besser. Dadurch notierten die EUAs am Ende der Woche bei EUR 14,32 (+57c).

Die CERs verloren hingegen insgesamt 35c und notierten am Freitag nur mehr bei EUR 11,50. Dadurch erhöhte sich der EUA/CER Spot Spread wieder auf EUR 2,82. Vor allem die in den letzten Tagen/Wochen gestiegene Anzahl der Ausschüttungen der UN war für diese Tatsache mitverantwortlich.

UNFCCC räumt CDM-Rückstau auf

Das Bonner Klimasekretariat UNFCCC hat Abhilfe gegen den Rückstau bei der Abarbeitung der Projekte im Clean Development Mechanism geschaffen. Das Klimareferat der UN habe im Dezember 27 externe Experten hinzugezogen und die Arbeitsstunden ausgeweitet und damit den Rückstand von 90 auf unter 30 Tage gedrückt, teilte das UNFCCC mit.

Insgesamt hätten die externen Kräfte ein Drittel der 814 seit November 2010 ausstehenden Projekte abgearbeitet. Der Rückstau war eine Last und eine Frustrationsquelle für jeden , sagte Clifford Mahlung, Chairman des CDM Executive Board.

Während des Klimagipfels in Cancún hatten Marktteilnehmer das UNFCCC dazu gedrängt, im neuen Jahr die übliche Wartezeit zwischen Eingang des Ausschreibungsangebots und Start des sogenannten Completeness Check auf 15 Kalendertage zu reduzieren.

Das Rahmenprogramm, das die Abläufe der Kyoto-Protokoll-Instrumente wie CDM unterstützt, sei ebenfalls aktualisiert worden, hieß es weiter. Bisher sind laut UNFCCC 2.718 CDM-Projekte in 70 Ländern registriert und eine Gesamtmenge von 498 Mio Certified Emission Reductions (CER) an 847 Projekte ausgegeben worden. Aus CDM-Projekten werden CERs generiert, die jeweils einer Tonne CO2-Ausstoß entsprechen.

Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews Emissions

EU-Kommission bereitet «Energiegipfel» vor

Energiekommissar Günther Oettinger will dem Vernehmen nach mit seinen 26 Kollegen über die Finanzierung von neuen Strom- und Gasnetzen in Europa sprechen. Dafür müssen in den kommenden Jahren rund 200 Milliarden Euro ausgegeben werden. «Wir wissen, dass wir neue Infrastruktur brauchen. Die Frage ist, wer sie bezahlen soll und ob ein Teil von der öffentlichen Hand kommt», sagte ein Experte.

Der deutsche Kommissar in Brüssel will laut Angaben aus Kommissionskreisen auch das umstrittene Thema Energieeffizienz ansprechen. Diese soll nach schon bekannten Plänen der Kommission künftig bei öffentlichen Ausschreibungen - beispielsweise für Gebäude - ein verbindliches Kriterium werden.

Die EU hat sich vorgenommen, die Energieeffizienz bis 2020 um ein Fünftel zu verbessern. Falls sie weitermacht wie bisher, droht die Union dieses Ziel jedoch zu verfehlen, warnen Experten. Es gibt deshalb Forderungen, den Mitgliedstaaten - wie bei den erneuerbaren Energien - bindende Ziele vorzugeben, um die Ziele doch noch zu erreichen.

Ein weiteres Debattenthema dürfte die sogenannte Energie- Außenpolitik der EU sein - dabei geht es unter anderem darum, wie die EU gegenüber großen Energielieferanten auftritt. Bisher verhandeln Staaten und Unternehmen allein; einige kleinere Länder würden eine stärkere Rolle der EU vorziehen, um ihre Verhandlungsmacht zu stärken, hieß es.
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