Studie: Sprachanwendungen machen sich nach fünf bis neun Monaten bezahlt

(PresseBox) ( Bad Homburg, )
Bei der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten sollten Unternehmen der Automatisierung der Telefonzentrale besonderes Augenmerk widmen. Darauf macht eine aktuelle Studie des Voice Commerce Research Centers in Bad Homburg aufmerksam.

Die gemeinsame Forschungseinrichtung der Clarity AG mit der Universität Frankfurt am Main, der Fachhochschule Giessen-Friedberg, der Technologiestiftung Hessen und dem europäischen Branchenverband für Voice Commerce hat eine Untersuchung durchgeführt, nach der sich die Investition in eine automatische sprachgesteuerte Vermittlung innerhalb von fünf bis neun Monaten bezahlt macht. Diese virtuelle Telefonzentrale besteht aus einem Sprachcomputer, der natürliche Sätze versteht und Anrufer automatisch mit dem gewünschten Gesprächspartner verbindet.

Das Voice Commerce Research Center hat berechnet, in welchem Zeitraum sich die Amortisation ("Return on Investment") beim Einsatz einer solchen Sprachanwendung einstellt. Größter Faktor dabei war die Entlastung der Telefonzentrale. Sie kann durch den Einsatz von Sprachtechnologie entweder deutlich reduziert oder gänzlich überflüssig werden. Die Mitarbeiter stehen dem Unternehmen dann für wertschöpfendere Tätigkeiten zur Verfügung.

Ein weiterer Faktor sind die Kosten für Schulung, Raum, Mobiliar und technischer Infrastruktur der Telefonzentrale. Auch diese können durch Sprachanwendungen auf Null heruntergesetzt werden. Insgesamt beziffert das Voice Commerce Research Center die Kosten für einen Arbeitsplatz in der Telefonzentrale auf rund 33.000 Euro im Jahr.

Auf der Gegenseite der Rechnung stehen die Investitionen für Computer-Hardware, Software und Dienstleistungen bei der virtuellen Telefonzentrale. Das Voice Commerce Research Center hat nach eigenen Angaben als Beispiel für seine Berechnung den "Contact Manager" des Bad Homburger Herstellers Clarity gewählt, weil diese Anwendung modular aufgebaut sei, so dass die Gesamtkosten je nach Konfiguration einfach zu ermitteln seien.

Das Voice Commerce Research Center hat zwei Szenarien entwickelt - eins für kleine, eins für mittlere Unternehmen. Im ersten Fall wird die mit einem Mitarbeiter besetzte Telefonzentrale durch den Contact Manager ersetzt, im zweiten Fall die Telefonzentrale von fünf auf vier Mitarbeiter reduziert.
Ergebnis: Im ersten Fall stellt sich der Return on Investment in neun Monaten ein (mit einer Gesamtersparnis von rund 100.000 Euro über vier Jahre hinweg); im zweiten Fall hat sich der Contact Manager schon nach fünf Monaten bezahlt gemacht (Ersparnis: rund 450.000 Euro).

In diesen Fallbeispielen ist, wie das Voice Commerce Research Center betont, eine Reihe von "weichen" Faktoren noch nicht eingeflossen - wie zum Beispiel
Image- und Umsatzsteigerung durch eine bessere telefonische Erreichbarkeit.
"Insgesamt sind diese Zahlen eher konservativ geschätzt. Durch den verbesserten Telefon-Service dürfte der Nutzwert, den Kunden durch Sprachanwendungen erreichen, in der Praxis deutlich höher ausfallen", sagt Christoph Pfeiffer, Präsident des Forschungszentrums.

Das European Voice Commerce Research Center in Bad Homburg bei Frankfurt am Main ist das europäische Forschungszentrum für Voice Commerce. Das unter der Federführung der Clarity AG gegründete European Voice Commerce Research Center wird unterstützt von der TechnologieStiftung Hessen GmbH (TSH), dem Branchenverband Voice Application Standard Committee e.V. (VASCom), der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.