Erstes europäisches Forschungszentrum für Voice Commerce eröffnet

Neues Forschungslabor bringt den Computern das Sprechen bei

(PresseBox) ( Bad Homburg, )
Das erste europäische Forschungszentrum für Voice Commerce hat in Bad Homburg bei Frankfurt am Main den Betrieb aufgenommen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftsinitiative des europäischen Branchenverbandes Voice Application Standard Committee e.V. (VASCom), der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der TechnologieStiftung Hessen GmbH (TSH) gemeinsam mit dem auf Sprachdialogsysteme spezialisiertem Softwarehersteller Clarity AG, dem Rechenzentrumsbetreiber Interxion Telecom GmbH, dem Handyportal Jamba AG, der Multimedia-Agentur NEUE DIGITALE GmbH, der Skill Portal AG als Betreiber der Börse für IT-Services und dem Lufthansa Cargo-Expresskurierservice time:matters GmbH. Die operationale Leitung des neuen "European Voice Commerce Research Center" obliegt der Clarity AG, die auch die Räume für das neue Forschungszentrum stellt.

"Voice Commerce" gilt als eine Zukunftstechnologie mit fundamentaler Bedeutung für die Informations- und Kommunikationstechnologie. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um Computersysteme, mit denen man sich (fast) wie mit einem Menschen unterhalten kann. So genannte Sprachdialogsysteme verstehen die gesprochene Sprache, erkennen die Bedeutung, recherchieren die Antworten im Bruchteil einer Sekunde in Datenbanken und geben per Sprachausgabe, Fax, SMS oder MMS Auskunft.

Typische Einsatzgebiete sind die Telefonauskunft, Reservierungssysteme in der Hotel- und Reisebranche, Telefonzentralen, Call Center und Telefonshopping. Während ältere Systeme nur auf Einzelworte begrenzt sind ("Sagen Sie ,ja' oder ,nein'"), verstehen moderne Systeme ganze Sätze wie
"Wann geht der nächste Zug von Frankfurt nach Berlin" oder "Verbinden Sie mich mit einem Hotel in München, bei dem die Übernachtung maximal 80 Euro kostet" und kann diese Anfragen vollautomatisch beantworten.

Drei Viertel der Verbraucher halten den Computer für zuverlässiger als den Menschen

Die potenzielle Nachfrage nach Voice Commerce ist groß, hat eine Studie des Branchenverbandes Voice Application Standard Committee (VASCom) ergeben. 72 Prozent der Verbraucher in Deutschland würden gerne ganze Sätze ins Handy sprechen und die Antwort in Computersprache erhalten. 87 Prozent halten die Sprachsteuerung für sicherer und komfortabler als das Eintippen von Zahlen und Buchstaben per Tastatur. 65 Prozent wollen sich die Antworten mobiler Dienste lieber von einer Computerstimme vorlesen lassen als sie auf den Mini-Displays der Handys anzusehen. Im Rahmen der Studie wurden die Verbraucher auch gefragt, ob sie beim Anruf in einem Call Center lieber mit einem menschlichen Ansprechpartner oder mit einem Sprachcomputer verbunden werden möchten - die paradoxe Antwort: Zwei Drittel bevorzugen zwar das Gespräch mit dem Live-Operator, aber drei Viertel halten die Auskunft des Computers für zuverlässiger.

Das neue European Voice Commerce Research Center ist als virtuelles Forschungszentrum organisiert. Die Ergebnisse der europaweit verteilten Forschergruppen fließen im Bad Homburger Zentrum zusammen.

"Es laufen derzeit an zahlreichen Standorten in Europa interessante und zum Teil bahnbrechende Forschungsprojekte zum Themenkomplex Spracherkennung, Sprachdialogsysteme und natürlichsprachliche Applikationen. Mit dem neuen Research Center haben wir einen zentralen Fokuspunkt zur Konsolidierung der Ergebnisse geschaffen, nachdem die Voice-Branche schon länger gesucht hat", sagt Christoph Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender der Clarity AG und zugleich Präsident des neuen Forschungszentrums. Nach Angaben von Pfeiffer werden schon zum Start elf Projekte über das neue Zentrum koordiniert.

Das European Voice Commerce Research Center in Bad Homburg bei Frankfurt am Main ist das europäische Forschungszentrum für Voice Commerce. Es wird unterstützt von der TechnologieStiftung Hessen GmbH (TSH), dem Branchenverband Voice Application Standard Committee e.V. (VASCom), der Fachhochschule Gießen-Friedberg, sowie von namhaften Unternehmen wie Clarity AG, Interxion Telecom GmbH, Jamba AG, Skill Portal AG, NEUE DIGITALE GmbH und der Lufthansa Cargo-Tochtergesellschaft time:matters GmbH.
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