"Loadster" geht in Serie und überzeugt vor Investoren

citkar schickt sein E-Cargo-Bike "Loadster" in Serie und überzeugt vor Investoren beim "Pitch Club" in Frankfurt am Main

(PresseBox) ( Berlin, )
Das Berliner Mobilitäts-Startup citkar steht vor spannenden Wochen. Schon in der kommenden Woche rollen die ersten Serien-Modelle des vierrädrigen und vollüberdachten Lastenfahrrads „Loadster“ vom Band. Gleichzeitig neigt sich die zweite Finanzierungsrunde ihrem Ende zu. So konnte die „Plattform für urbane Mobilität“, wie sich citkar bezeichnet, in Frankfurt am Main beim renommierten „Pitch Club“ vor einem vollen Saal mit Investoren überzeugen und gewann den Publikumspreis.

„Wenn du seit sechs Jahren an einer Idee jeden Tag arbeitest und dann steht sie endlich serienreif vor dir, dann ist das ein ganz besonderer Moment“, erzählt citkar Gründer und CEO Jonas Kremer. In der vergangenen Woche wurde dazu das allererste Serienmodell noch in der heimischen Werkstätte, dem MotionLab Berlin, aufgebaut. In diesem einzigartigen Hardware-Coworking-Space, europaweit der derzeit größte, konnte das Unternehmen innerhalb von anderthalb Jahren von zwei auf zwölf Mitarbeitern wachsen und vier Prototypen-Phasen erfolgreich abschließen.
 
Nun geht das Modell in Serie. Dazu haben sich die kreativen Köpfe aus der Hauptstadt etwas besonderes einfallen lassen: Ab kommenden Dienstag, den 16. Juli, kann täglich auf den sozialen Kanälen des Unternehmens der Aufbau mitverfolgt werden. „Wir öffnen immer gerne unsere Tür und zeigen, wie wir die Mobilität von morgen entstehen lassen“, so Kremer weiter. Das gelte sowohl für interessierte Besucher als auch für den Austausch in der Branche. So waren auch mehrmals Vertreter der Automobil-Industrie zu Besuch und nicht unbeeindruckt, wie Kremer zu berichten weiß.
 
Der Loadster ist ein elektronisches Lastenfahrrad, welches als Nutzfahrzeug vor allem für Gewerbetreibende eingesetzt werden soll. Es ist überdacht und kann mit einer Tür ausgestattet werden, dadurch schützt es den Fahrenden vor fast allen Witterungen. Zudem hat es eine große Transportfläche, die auch unter die Bundesförderung von bis zu 2.500€ fällt. Mit insgesamt bis zu 50 km Reichweite pro Akku ist es dazu bestens geeignet für Auslieferungen vor allem in städtischen Umfeld – wobei der Akku austauschbar ist und es drei Steckplätze hat, die Reichweite also deutlich erweitert werden kann.
 
Um als Nutzfahrzeug infrage zu kommen, wird das aber nicht ausreichen, sagt Kremer: „Wir wissen von Lastenrädern großer Konzerne, dass sie nach 800 km im Schnitt kaputtgehen. Und damit meinen die nicht, dass eine Speiche verbogen ist oder die Kette durchhängt – denen bricht der Rahmen!“ Auf den Dauereinsatz mit großen Lasten auf unebenen Radwegen und großen Bordsteinkanten seien herkömmliche Lastenräder, die sich zumeist an Privatkunden richten, nicht geeignet. Der Loadster setze deshalb auf einen robusten Stahl-Rahmen, eine Aluminium-Verstärkung des Gehäuses und eine vollgefederte Einzelradaufhängung.
 
So konnte Kremer zuletzt auch auf eine große Anzahl von Gesprächspartnern aus der Logistik, Industrie und dem Dienstleistungssektor verweisen. Auf dem Event des renommierten Pitch Clubs in Frankfurt am Main stellte er sein Konzept vor und auch, dass bereits diverse Testphasen in den Startlöchern stehen. „Für uns gilt es jetzt, so viele Loadster wie möglich in den Einsatz zu bringen, damit die potentiellen Kunden sie in ihrem Alltag testen können. Bisher hat noch jeder nach einer Testphase gekauft“, so Kremer.
 
Das kam gut an. Nach einem sechsminütigen Kurzvortrag und mit einem eigens angefertigten Faktenblatt räumte Kremer den begehrten Publikumspreis ab. „Ich freue mich darüber vor allem, weil wir es als Hardware-Unternehmen sehr viel schwieriger haben, Risiko-Kapital von uns zu überzeugen“, erklärte Kremer. So konnte er berichten, dass sich elektronische Lastenräder häufiger verkauften, als beispielsweise E-Autos und der Markt allein in 2018 um 80% gestiegen sei. Die Revolution fände, ungeachtet der medialen Aufmerksamkeit, auf dem Radweg statt, stellte Kremer vor dem Investoren-Publikum überzeugend dar.

Dafür soll nun in der zweiten Finanzrunde das nötige Kapital eingesammelt werden. In der ersten Finanzrunde stieg im August 2018 die TEC Venture GmbH von Investor Sebastian Seitz, einer Tochtergruppe der GÖDE Holding GmbH & Co. KG, ein. Nun sei man mit vielen Partnern im Gespräch, auch den Investoren aus der Frankfurter Runde. „Wir haben schon gute Angebote und suchen nun noch Interessierte, die das Paket rund machen wollen“, so Kremer, der schon in wenigen Wochen mehr berichten will.
 
Die Anlaufserie aus der Heimstätte wird derweil auch unterstützt durch Mitarbeiter der Berliner „VfJ Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen“. Mit dieser landläufig bezeichneten Behindertenwerkstatt hat citkar bereits im vergangenen Jahr zwei Prototypen-Serien aufgebaut und dort wird ab Herbst auch die Produktion starten, die Auslieferung an Kunden ist für das Jahresende angesetzt. Gemeinsam mit Beratungen des PEM Motion, einer Ausgründung der RWTH Aachen um Prof. Schuh („e.Go“, „Streetscooter“) ist der Aufbau einer volldigitalisierten Werkshalle geplant, die viele neue Arbeitsplätze schaffen soll.
 
In Anbetracht der Offenheit und auch der Öffnung seiner Werkstüren scheut Kremer den Austausch mit Mitbewerbern nicht. „Wir sind als Plattform breit aufgestellt und auch der Loadster selbst entpuppt sich immer mehr als Plattform“, beschreibt Kremer. Durch seine Bauweise sei er für viele interessant, die sich sonst nie auf ein Fahrrad setzen würden und zudem sei er den vielen Anwendungszwecken individuell anpassbar. Bei vielen Unternehmen ginge es um eine sehr langfristige Zusammenarbeit, denn: „Viele Kunden kommen mit einem Problem, gehen aber mit drei Möglichkeiten“, erzählt Kremer. Ob das auch aufgeht, wird sich nun zeigen.
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