Absatz weiter international ausgebaut

Quartalsverluste gegenüber Vorjahr verringert

München, (PresseBox) - Die CENTROSOLAR hat im zweiten Quartal ihren internationalen Absatz an Modulen und Systemen weiter ausgebaut. Mit 38,6 MWp konnten im zweiten Quartal 41 % mehr Produkte abgesetzt werden als noch im ersten Quartal und auch 5 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit lag der Absatz im ersten Halbjahr mit 65,9 MWp um 6 % über dem Vorjahr (62,3 MWp). Dabei sorgten die Absenkung der Einspeisevergütung für Dachanlagen in Deutschland, der Preiskampf infolge vorhandener Überkapazitäten vor allem in China sowie Lagerräumungen von insolventen und austretenden Wettbewerbern für herausfordernde Rahmenbedingungen in der Photovoltaikbranche. Erschwerend kam hinzu, dass insbesondere durch den schwachen Euro in den letzten Monaten der Zelleinkaufspreis weitgehend stabil geblieben ist, während die Modulverkaufspreise weiter unter Druck waren. So lag der durchschnittliche Verkaufspreis eines Standardmoduls im 1. Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 38 % niedriger.

Der starke Preisverfall bei Modulen und auch Solarglas spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung wider. Mit 119,9 Mio. EUR lag der Umsatz 20 % unter dem Vorjahreswert von 150,5 Mio. EUR. Trotz der Vorzieheffekte in Deutschland zum Ende des ersten Quartals konnte der Anteil des im Ausland erzielten Umsatzes mit 69 % deutlich ausgebaut werden. Durch starkes Wachstum in Italien, Großbritannien, USA und Griechenland konnte die Absatzbasis weiter diversifiziert werden. In den traditionell starken Absatzmärkten Deutschland und Frankreich sorgten die erheblichen regulatorischen Einschränkungen hingegen für einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil des Geschäftssegments Solar Key Components an den Umsätzen mit Dritten hat sich von 24 % auf 27 % erhöht. Dabei konnte insbesondere der Bereich Befestigungssysteme ein erfreuliches Umsatzwachstum generieren.

Trotz der erheblich verschlechterten Rahmenbedingungen konnten die operativen Verluste vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem zweiten Quartal 2011 von -3,0 Mio. EUR auf -1,9 Mio. EUR reduziert werden. Damit ergibt sich für das 1. Halbjahr ein kumuliertes EBITDA von -4,4 Mio. EUR (Vorjahr -0,6 Mio. EUR). Das erste Quartal des Vorjahres war allerdings durch Vorzieheffekte in Italien positiv geprägt. Das Nettoergebnis je Aktie lag bei -0,52 EUR (Vorjahr -0,32 EUR).

Das negative operative Ergebnis lässt sich neben dem allgemeinen Preisverfall auf drei temporäre Faktoren des ersten Halbjahres zurückführen: Zum einen hat die im Januar akquirierte Gecko Energies GmbH Anlaufverluste in Höhe von 1,6 Mio. EUR kumuliert. Darüber hinaus belasteten die Insolvenzen von Q-Cells und Sovello unter anderem in Form von Wertberichtigungsbedarf bei Anzahlungen und Forderungen mit circa 1,0 Mio. EUR das Ergebnis. Schließlich wirkte sich der erforderliche Wechsel des Produktionspartners in China mit circa 0,9 Mio. EUR negativ auf das operative Ergebnis aus. Die Geschäfte mit vorwiegend kleinen Dachanlagen in Europa und USA sowie mit Befestigungssystemen können hingegen ein ausgeglichenes oder nahezu ausgeglichenes operatives Ergebnis vorweisen.

Das derzeitige Marktumfeld ist nach wie vor geprägt von einem sehr aggressiven Wettbewerb, der die Konsolidierung der Industrie vorantreibt. Daher wird 2012 ein schwieriges Jahr für die gesamte Branche bleiben. CENTROSOLAR sieht sich gut aufgestellt, um in einem solchen Wettbewerbsumfeld zu bestehen und gestärkt am erwarteten Wachstum der Branche nach der Konsolidierungsphase zu partizipieren. Durch die über Jahre aufgebaute, starke Vertriebsorganisation, die flexible Einkaufspolitik sowie die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse zur Kostenoptimierung wurde das Unternehmen frühzeitig auf ein intensives Wettbewerbsumfeld ausgerichtet. Darüber hinaus kann sich die CENTROSOLAR vom Wettbewerb durch ihre Fokussierung auf Dachanlagen sowie durch patentierte Schlüsselkomponenten wie das antireflexbeschichtete Solarglas absetzen. Mit einer breit aufgestellten Finanzierungsstruktur hat sich das Unternehmen zudem Handlungsspielraum geschaffen und die Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern reduziert.

Für das Gesamtjahr liegt das Unternehmen beim Umsatz auf Kurs, der Jahresumsatz wird weiterhin bei gut 250 Mio. EUR erwartet. Demgegenüber erschweren zahlreiche Faktoren die Erstellung belastbarer Ergebnisprognosen: Die Förderkürzungen in wichtigen Absatzmärkten werden den Preisdruck in allen Geschäftsbereichen möglicherweise noch intensivieren. Das damit verbundene dynamische Marktumfeld kann erneut zu Kunden- oder Lieferantenausfällen führen. Das Unternehmen strebt zwar weiterhin ein Ergebnis an, das über dem Vorjahresniveau liegt, sieht jedoch von einer Ergebnisprognose vor dem Hintergrund der instabilen Rahmenbedingungen ab.

Photovoltaikanlagen können bereits heute in vielen Märkten Strom zur Verfügung stellen, dessen Gestehungskosten unter dem Strompreis für Endverbraucher liegen. Damit sind Dachanlagen, die der Stromgeneration für den Eigenverbrauch dienen, die ersten Lösungen, die im Wettbewerb mit dem vom Energieversorger angebotenen Strom konkurrieren können. CENTROSOLAR hat seine Strategie schon immer auf das Segment der kleineren und mittleren Dachanlagen ausgerichtet und sich hier eine starke Wettbewerbsposition auch bei Lösungen zur Optimierung des Eigenverbrauchs geschaffen. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen gut aufgestellt, um nach Abschluss der Konsolidierungsphase der Branche gestärkt das profitable Wachstum der vergangenen Jahre auch in den Folgejahren fortzusetzen.

CENTROSOLAR Group AG

Die börsennotierte CENTROSOLAR Group AG, München, (WKN 514850) ist mit über 1.000 Mitarbeitern in Europa und Nordamerika und einem Jahresumsatz von knapp 300 Millionen EUR (2011) einer der führenden Anbieter von Photovoltaik (PV) Anlagen für Dächer und Schlüsselkomponenten. Das Programm umfasst PV-Komplettsysteme, Module, Wechselrichter, Befestigungssysteme und Solarglas. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird im Ausland erzielt. Es gibt CENTROSOLAR-Niederlassungen in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und den USA.

CENTROSOLAR verfügt über Produktionsstätten für Solarglas in Deutschland und China sowie ein Modulproduktionswerk in Wismar/Deutschland. Die Fertigungslinien für die Veredelung von Glas wurden in den vergangenen Jahren aufgrund gestiegener Nachfrage massiv ausgebaut und erreichen nun eine jährliche Produktionskapazität von acht Millionen Quadratmetern. Auch die Modulproduktion wurde deutlich erweitert. Das nach DIN ISO 9001:2008 zertifizierte Modulwerk in Wismar zählt mit einer Jahreskapazität von 350 MWp zu den größten und effizientesten Fabriken Europas.

Weitere Informationen unter: www.centrosolar-group.com.

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