Altpapiererlöse im Sinkflug

bvse: Vorausschauende Altpapier-Beschaffung seitens der Papierindustrie ist unerlässlich

(PresseBox) ( Bonn, )
Die Preise für Altpapier geraten mehr und mehr unter Druck. Bereits im vierten Monat in Folge werden der Altpapierentsorgungswirtschaft die Vergütungen für den Rohstoff Altpapier massiv reduziert. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf die gesamte Altpapierkette, berichtet der bvse-Fachverband Papierrecycling.

Die in vielen Segmenten der in- und ausländischen Papierindustrie nachfragebedingt verschlechterte Auftragslage führt dazu, dass zahlreiche Fabriken ihre Altpapier-Ordermenge reduzieren und ihre Rohstoffläger herunterfahren. Abstellmaßnahmen, die sonst auf die Weihnachtstage beschränkt waren, werden teils ausgeweitet. Auch aus Fernost sind die Altpapierbestellungen verhalten. Dieser Effekt verstärkt sich durch die übliche Order-Zurückhaltung vor dem Chinesischen Neujahrsfest.

Die Altpapiersammelmenge hingegen befindet sich in Deutschland angesichts der sehr guten Produktionslage in Handwerk und Industrie auf unverändert hohem Niveau. Damit öffnet sich die Schere zwischen steigendem Altpapieraufkommen und rückläufiger Nachfrage zunehmend.

Der monatelange Sinkflug der Altpapiererlöse greift den Altpapierentsorgungsunternehmen an die Substanz. Dies verstärkt sich durch die parallel drastisch gestiegenen Kosten für Treibstoffe und Energie. Um kostendeckend arbeiten zu können drängt sich daher den Altpapierentsorgern die Notwendigkeit auf, ihre Altpapieranfallstellen mit ins Boot zu nehmen.

Im Interesse aller an der Altpapierkette Beteiligten sei für die nächsten Monate zu hoffen, so Reinhold Schmidt, bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des bvse-Fachverbands Papierrecycling, dass die Altpapier einsetzende Papierindustrie ihre Rohstoffplanung vorausschauend, bedarfsgerecht und mit einer soliden Preispolitik gestalte.
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