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Pressemitteilung BoxID: 178353 (BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.)
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Ergebnis einer EU-Konsultation

Aufbereitung von medizinischen Einmalprodukten wird mit Sorge betrachtet

(PresseBox) (Berlin/Brüssel, ) Die EU-Kommission hat am 27. Mai 2008 das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation über die Aufbereitung von Medizinprodukten vorgelegt. Darin heißt es, die Mehrheit der Antwortenden sei der Ansicht, dass kein medizinisches Einmalprodukt ohne Risiko aufbereitet werden kann. Als mögliche Gefahren wurden die Übertragung von Pathogenen, Kreuzinfektionen und die Beeinträchtigung der Funktionalität der Produkte betrachtet. Darauf weist der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, in einer ersten Reaktion hin.

Im Jahr 2007 wurde die Richtlinie über Medizinprodukte novelliert. Daraus resultierte der Auftrag an die EU-Kommission, zu ermitteln, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Patientensicherheit in Hinblick auf die Aufbereitung von Medizinprodukten zu verbessern. Bis zum Jahr 2010 soll die Kommission einen Bericht vorlegen und Vorschläge unterbreiten, um ein hohes Maß an Gesundheitsschutz sicherzustellen.

In einem ersten Schritt erhielten Behörden, Hersteller, Aufbereiter, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Einzelpersonen Gelegenheit, einen Fragebogen zu beantworten. Darin sollte unter anderem zu Fragen der Wirtschaftlichkeit und der Patientensicherheit sowie zu ethischen und Haftungsaspekten Stellung bezogen werden.

Nach Auskunft des BVMed gingen rund 60 Antworten ein. Die Aufbereitung von Einmalprodukten wurde als wirtschaftlich attraktiv dargestellt. Andererseits wurde auf indirekte Kosten, beispielsweise für Personal, Validierungs- und Dokumentationsprozesse hingewiesen - und auf die versteckten Kosten, die aus der Aufbereitung resultieren können, beispielsweise durch Infektionserkrankungen.

Dabei wurden Gesundheitsrisiken insbesondere bei der Aufbereitung von Einmalprodukten gesehen. Die Bedenken betrafen insbesondere die folgenden Möglichkeiten:

- Gefahr der Übertragung von Pathogenen durch mangelhafte Säuberung
- Einschränkung der Funktionalität durch Reinigung und Sterilisation
- Gefahr der Kreuzinfektion, insbesondere bei invasiven Produkten.

Mehrheitlich waren die Antwortenden der Ansicht, dass kein Einmalprodukt ohne Risiko aufbereitet werden kann.

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter: www.bvmed.de/themen/reuse.

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