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Pressemitteilung BoxID: 182764 (BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.)
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BVMed-Konferenz zur Versorgungsforschung: „Durch Studien über Technologien unter Alltagsbedingungen die Wissenslücken schließen“

(PresseBox) (Bonn, ) Das noch relativ junge Gebiet der Versorgungsforschung wird für den Gesundheitsmarkt und die Unternehmen der Medizintechnologie in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen. Versorgungsforschungsprojekte bieten den Vorteil, moderne MedTech-Therapien unter Alltagsbedingungen zu untersuchen und den medizinischen Nutzen "näher an der Wirklichkeit" aufzuzeigen, so die Experten der BVMed-Konferenz zum aktuellen Stand und den Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland am 11. Juni 2008 in Bonn. Interessant sei für die MedTech-Unternehmen, dass Versorgungsforschung zeigen könne, dass Effekte im Versorgungsalltag größer sind, als unter experimentellen Bedingungen erzielte, so IGES-Leiter Prof. Dr. Bertram Häussler. Realität sei, so Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jürgen Wasem, dass für Erstattungsentscheidungen in Zukunft auch verstärkt Versorgungsforschungsstudien herangezogen werden. "Daran werden die Unternehmen nicht vorbei kommen."

Nach Ansicht von Dr. Jörg Lauterberg vom AOK-Bundesverband besteht ein großer Bedarf an Versorgungsforschung: "Wir müssen die vorhandenen Wissenslücken schließen." Wichtig sei es, versorgungsrelevante Themen zu wählen, die methodische Qualität zu verbessern und die Potentiale von Routinedaten besser auszuschöpfen. BVMed-Vorstandsmitglied Dr. Manfred Elff von Sorin wies darauf hin, dass auch bei den medizinischen Fachgesellschaften der Stellenwert von Versorgungsforschung größer werden müsse. "Gute Daten werden bedeutender bei der Einführung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und bieten den Unternehmen bessere Argumente gegenüber der Politik und den Krankenkassen", so das Fazit von Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Der BVMed vertritt als Wirtschaftsverband rund 220 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnologiebranche. Im BVMed sind u. a. die 20 weltweit größten Medizinproduktehersteller im Verbrauchsgüterbereich organisiert. Die Gesundheitsausgaben im Bereich der Medizinprodukte betragen in Deutschland über 22 Mrd. Euro. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt rund 170.000 Menschen.