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Pressemitteilung BoxID: 234709 (Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV))
  • Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)
  • Berliner Allee 57
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Abwrackprämie wirkt und führt zu großer Nachfrage

Rohstoffsicherung durch staatliches Hilfsprogramm

(PresseBox) (Düsseldorf, ) "Nach Jahren zurückgehender Altfahrzeugeingänge bei den Demontage- und Shredderbetrieben ist aufgrund der "Abwrackprämie" eine erfreuliche Belebung zu erkennen", sagte Ulrich Leuning, Geschäftsführer BDSV- Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen Dabei sei das Altfahrzeugaufkommen nach einem ersten Überblick in den Regionen sehr unterschiedlich. In Ballungszentren werde das Regierungsprogramm bisher deutlich besser angenommen worden als im ländlichen Bereich. Besonders begrüßt Leuning die Stärkung der zertifizierten Demontagebetriebe, die die sachgerechte Verwertung sicherstellen und im Antragsverfahren fest eingebunden sind. Seit Jahren beklage der Verband die Bedeutungslosigkeit des Verwertungsnachweises - ein Instrument, das die Verwertungskette unter Mitwirkung der Zulassungsbehörden sicherer machen soll. Die behördliche Mitwirkung funktioniere oft nicht und eröffne damit Missbrauchsmöglichkeiten des Nachweises.

Zudem beklagt der Verband seit vielen Jahren, dass die abgemeldeten Gebrauchtwagen und Altfahrzeuge zu über 80% den deutschen Markt verlassen. Dies habe dazu geführt, dass Demontagebetriebe und Shredderbetriebe für einen immer kleineren Anteil - im Jahr 2008 etwa 400000 Fahrzeuge von mehr als 3 Mio. gelöschter Fahrzeuge - an zurückbleibenden Altfahrzeugen teure Aufbereitungsanlagen vorgehalten haben, ohne entsprechende wirtschaftliche Auslastung. Dies könnte in 2009 nun deutlich günstiger aussehen. "Wir gehen davon aus, dass mindestens 200000 Fahrzeuge mehr in der Verwertung ankommen, was einer Steigerung von immerhin 50 % entsprechen würde," sagte Ulrich Leuning. Die BDSV habe die Hoffnung, dass endlich die über 100 Mio. Euro, die seit Inkrafttreten der Altfahrzeugverordnung in der Shredderwirtschaft investiert wurden, auch Früchte tragen werden. Als positiven Effekt der "Umweltprämie", wie sie offiziell heißt, streicht die BDSV heraus, dass die Rohstoffe aus der Verwertung Deutschland erhalten bleiben. Allein der durchschnittliche Schrottanteil eines Altfahrzeuges liegt bei 75 %. Dieser wird direkt der Stahlindustrie zugeführt. Die Umweltprämie dient aber auch der Luftreinhaltung, da die Fahrzeuge durch moderne ersetzt werden müssen und durch das Verbot des sonst üblichen Gebrauchtwagenexports auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr zur Luftbelastung beitragen können.

Die Umweltprämie von 2500 € soll nach der Vorstellung der Bundesregierung nur dann ausgezahlt werden, wenn das Altfahrzeug ein Mindestalter von 9 Jahren erreicht hat. Anträge können nur von Privatpersonen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle(1)I gestellt werden. Insgesamt können bis Ende 2009 1,5 Mrd. Euro ausgeschüttet werden. Von der Prämie können also im günstigsten Fall 600 000 Fahrzeughalter profitieren.

(1) BAFA: Frankfurter Str. 29-35, www.bafa.de, Mail: umweltpraemie@bafa.bund.de, Förderrichtlinie:
http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/index.html,
Antrag: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/index.html

Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)

Die BDSV ist ein bundesweit tätiger Wirtschaftsverband. Sie vertritt die Interessen von über 600 Unternehmen, die in den Bereichen Stahlrecycling und weiteren Entsorgungsdienstleistungen tätig sind. Die Unternehmen beschäftigen derzeit etwa 35 000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 10 Mrd. Euro. Die BDSV ist damit der größte Stahlrecycling-Verband in Europa.