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Pressemitteilung BoxID: 630421 (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV))
  • Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV)
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Marktentwicklung Felgen: Kein echter Aufwärtstrend in Sicht!

(PresseBox) (Bonn, ) Am 18. September wurde im BRV-Arbeitskreis Felgenhersteller das Marktforschungsergebnis des Räder-Sell-In-Panels der Felgenhersteller präsentiert. Es wird im Auftrag des beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) angesiedelten Arbeitskreises von der Unternehmensberatung BBE Automotive (Köln) erstellt, die aktuell die Auswertung für das 1. Halbjahr 2013 sowie die Prognose für das Gesamtjahr vorgelegt hat. Hier die wesentlichen Ergebnisse:

Nachdem sich der Gesamtmarkt für Räder in 2012 rückläufig entwickelte, ist die Stimmung der Panelteilnehmer im Vergleich zur Frühjahrsauswertung von der zuletzt ermittelten Durchschnittsnote 3,31 weiter leicht auf jetzt 3,36 gesunken. Zu dem "Befriedigend Minus" führten vor allem die beobachteten negativen Markteinflüsse: weiterhin rückläufige Neuzulassungszahlen, sinkendes Interesse der Endkunden an Umrüstungen, durch Überangebot verursachter Preisdruck im Markt und hier und da Liquiditätsengpässe, die auf hohe Lagerbestände zurückzuführen sind. Einzig positives Element: Die Umfrageteilnehmer meldeten Perspektiven im Premiumsegment.

Betrachtet man die einzelnen Segmente, so zeigt sich, dass im deutschen Ersatzmarkt-Geschäft mit Alurädern im 1. Halbjahr 2013 insgesamt rund 1,53 Millionen Stück von den Felgenherstellern an den Handel verkauft wurden (Vorjahr: 1,56 Mio.). Dieses Ergebnis beruht auf der Auswertung der Daten, die die Panelteilnehmer an die BBE Automotive gemeldet haben, ergänzt um Expertenschätzungen zum Sell-In-Absatz der sonstigen Unternehmen. Die für dieses Jahr erhoffte Wende blieb somit bislang aus: Die Panelteilnehmer verzeichneten in Summe einen Rückgang beim Sell- In von rund 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das wirkt sich auch auf die Erwartungen für das Gesamtjahr aus: Nachdem im Frühjahr für den Gesamtabsatz (Sell-In) noch ein Plus von 6,3 Prozent zum Vorjahr für möglich gehalten wurde, rechnen die Felgenhersteller jetzt nur noch mit einem stagnierenden bis höchstens leicht wachsenden Marktvolumen.

Ein Vergleich des Sell-In-Absatzes von Alurädern nach Größen zeigt, dass sich im 1. Halbjahr die Nachfrage des Handels deutlich polarisiert hat: Bei den Dimensionen 13 bis 16 Zoll war die Entwicklung rückläufig, während in den Größensegmenten ab 17 Zoll Zuwachs zu verzeichnen war.

Expertenschätzungen zufolge werden die kleinen Dimensionen 13 und 14 Zoll aufgrund größerer Serienräder tendenziell weiter an Bedeutung verlieren, interessante Fahrzeuge im Kleinwagensegment könnten aber den Bedarf an 14- und 15-Zoll-Rädern stabilisieren. 17-Zoller entwickeln sich speziell in der Frühjahrssaison zur Hauptgröße, während die Dimensionen 20 Zoll und größer aufgrund des geringen Gesamtvolumens als Impulsgeber nur bedingt interessant sind.

Im Segment Stahlräder, dessen Sell-In-Volumen im vergangenen Jahr um 13,3 Prozent stark gesunken war und für das die Panelteilnehmer schon im Frühjahr einen weiteren Rückgang von 6,1 Prozent prognostiziert hatten, ist nach wie vor keine Besserung in Sicht. Der Rückgang im ersten Halbjahr liegt mit einem Minus von knapp 13 Prozent weiter im zweistelligen Bereich, so dass die Prognose für das Gesamtjahr jetzt bei rund -7,9 Prozent liegt.

An der Einschätzung für die nähere Zukunft hat sich seit der letzten Panelauswertung nichts geändert: Der Konkurrenz- und Preisdruck wird in dem tendenziell stagnierenden Rädermarkt anhalten. Ein Moment der Unsicherheit ergibt sich für die Felgenhersteller aus der Veränderung der Distributionswege für Reifen/Räder: Aufgrund des prognostizierten, weiter steigenden Anteils an Online- Verkäufen über B2B-Plattformen erwarten die Panelteilnehmer eine Instabilität der Vertriebswege.

Die Mehrheit der Befragten geht zudem von einer eher negativen Auswirkung auf ihr Geschäft aus, wenn sich die Distributionsanteile im Sell-Out Pkw-Reifen weiter zu Lasten des Reifenfachhandels und zu Gunsten des Online-Vertriebskanals entwickeln, wie die aktuelle BRV-/BBE-Studie "Reifenfachhandel 2020" prognostiziert.

Hintergrund:

Seit Frühjahr 2007 erfolgt im BRV-Arbeitskreis Felgenhersteller eine regelmäßige, halbjährliche Erhebung der Abverkaufsdaten im Räder-Markt. Diese Sell-In-Erhebung bezieht sich ausschließlich auf den Pkw-Ersatzmarkt. Ausgeschlossen sind Verkäufe an Fahrzeughersteller und -importeure. Ziel der Erhebung ist, ein valides Sell-In-Marktvolumen Räder für Deutschland zu erheben und Trends für die Zukunft aufzuzeigen. Die AK-Mitglieder melden ihre Sell-In-Volumen und schätzen unabhängig voneinander die übrige Nachfrage. Somit sind die Daten repräsentativ und für die Mitglieder exklusiv.

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