Altreifenentsorgung: 600.000 Tonnen pro Jahr suchen legale Abnehmer

Bonn, (PresseBox) - Rund 600.000 Tonnen Altreifen fallen jährlich in Deutschland an "Problemmüll“, der vorschriftsmäßig entsorgt werden muss. Da es sowohl umweltschädlich als auch illegal ist, die alten "Schlappen“ klammheimlich irgendwo am Wegesrand zu deponieren, empfiehlt sich die Inanspruchnahme eines seriösen Entsorgungspartners. Für den Autofahrer ist dies in der Regel der Reifenhändler oder die Kfz-Werkstatt seiner Wahl; doch wer nimmt diesen Unternehmen die gesammelten Altreifenberge wieder ab und führt sie einer legalen Verwertung oder Entsorgung zu?

Um hier die Spreu vom Weizen zu trennen, hat der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV, Bonn) vor rund 15 Jahren die Initiative "Zertifizierte Altreifenentsorgung" ins Leben gerufen. Auf der Grundlage der Entsorgungsfachbetriebeverordnung in Verbindung mit einem vom BRV entwickelten Anforderungskatalog speziell für Entsorger und Verwerter von Altreifen können Entsorgungsunternehmen ihren Betrieb auf freiwilliger Basis von einer neutralen Institution prüfen und zertifizieren lassen. Rund 35 Unternehmen dokumentieren auf diese Weise, dass sie die Reifenentsorgung fachgerecht, gesetzeskonform und umweltfreundlich betreiben.

Zahlreiche Prüf- und Zertifizierungsorganisationen in Deutschland "darunter neben den wohl bekanntesten Namen TÜV und DEKRA auch kleinere, oft ganz auf das Thema Umwelt spezialisierte Unternehmen" zertifizieren mittlerweile auf Basis der Kombination Entsorgungsfachbetriebeverordnung/BRV-Kriterien. Die so geprüften Betriebe müssen in regelmäßigen Audits zum einen ihre allgemeine Qualifikation als Entsorgungsfachbetrieb nachweisen. Zum anderen dokumentieren sie, dass sie speziell über das für die Entsorgung, Weiterverarbeitung und Verwertung von Altreifen notwendige Know-how verfügen und dieses umweltverträglich anwenden.

Die aktuelle Liste der zertifizierten Betriebe können Interessenten auf der Website www.bundesverband-reifenhandel.de unter dem Menüpunkt Die Branche -> Altreifenentsorger konsultieren oder - mangels Internetzugang - kostenlos in der BRV-Geschäftsstelle abrufen.

Rund die Hälfte des jährlichen Altreifenaufkommens in Deutschland wird nach Angaben der Gesellschaft für Altgummi-Verwertungssysteme (GAVS, Frankfurt/Main) übrigens mittlerweile einer "energetischen Verwertung“ zugeführt, d.h. größtenteils als Brennstoff in der Zementherstellung verwendet. Etwa 130.000 Tonnen werden zu Granulaten oder Gummimehl verarbeitet, knapp 50.000 Tonnen als Karkassen für die Runderneuerung genutzt. Circa 20.000 Tonnen erfahren eine Wiederverwendung im Inland zu diversen Zwecken, rund doppelt soviel werden ins Ausland exportiert und dort wieder oder weiter genutzt. Der Rest verteilt sich auf *Beseitigung“ bzw. "statistisch nicht erfasst“.

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