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Pressemitteilung BoxID: 235903 (Bundesverband Gesundheits-IT - bvitg e. V.)
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conhIT 2009 - Der Branchentreff für Healthcare IT

Die Kliniken gehen ans Netz

(PresseBox) (Berlin , ) Wie wäre es, wenn sich Klinikärzte bei einem Patienten per Mausklick den ambulant angefertigten Ultraschallfilm auf den Monitor holen könnten? Wenn der Hausarzt Zugriff hätte auf die Röntgenbilder aus der Klinik, statt deswegen telefonieren zu müssen? Mit Hilfe elektronischer Patientenakten wird genau dieses Szenario Wirklichkeit. Bei der conhIT 2009 zeigen zahlreiche Unternehmen entsprechende Produkte. Patienten kommen damit bald in Kontakt.

Wenn es um den Umgang mit Patientendaten geht, sind medizinische Einrichtungen heutzutage noch immer weitgehend geschlossene Systeme. Röntgenbilder, Labordaten, Operationsberichte: Was immer in einem Krankenhaus an Dokumenten erzeugt wird, bleibt in aller Regel innerhalb des Hauses. Umgekehrt ist es genauso: Wenn niedergelassene Ärzte selbst Untersuchungen machen, dann erhält die Klinik davon allenfalls einen Ausdruck in einem Briefumschlag, sonst nichts.

Aktuelle Entwicklungen der Healthcare IT werden auf der conhIT 2009 vorgestellt

Doch diese "alte Welt" ändert sich gerade radikal. Wer sich davon überzeugen will, macht das am besten auf der conhIT 2009, die vom 21. bis 23. April 2009 in Berlin stattfindet. Die conhIT ist der deutsche Branchentreff für Healthcare IT und vereint die Elemente Industrie-Messe, Kongress / Akademie und Networking, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt, unter einem Dach. Diese integrierte Gesamtveranstaltung, vom Verband der Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen (VHitG e.V.) initiiert, richtet der VHitG e.V. gemeinsam mit der Messe Berlin aus. Sie findet 2009 in Kooperation von VHitG e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V.) und GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V.) statt. BVMI e.V. und GMDS e.V. sind dabei unter anderem federführend an der inhaltlichen Gestaltung des conhIT-Kongresses beteiligt.

Zu den Ausstellern der conhIT-Industrie-Messe zählen 2009 fast alle großen Player der Healthcare IT-Branche, darunter die wichtigsten Anbieter von so genannten einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakten.

Weniger Bürokratie, höhere Versorgungsqualität

Vor allem die Krankenhäuser haben an solchen Akten ein großes Interesse. Zusammen mit Fraunhofer haben sie in den letzten Jahren an einer speziellen Variante der elektronischen Patientenakte gearbeitet, der elektronischen Fallakte (eFA). "Das Ziel der elektronischen Fallakte ist es, medizinische Dokumente und auch medizinisches Bild- und Filmmaterial für Kollegen in anderen Einrichtungen zugänglich zu machen", betont Uwe Pöttgen von den Asklepios-Kliniken.

Zusammen mit anderen privaten Klinikketten wie Rhön, Helios und Sana gehört der Hamburger Klinikkonzern zu den treibenden Kräften bei den elektronischen Patientenakten in Deutschland. Ärzte, die Patienten einweisen, sollen der Klinik künftig relevante Befunde über eine sichere Onlineverbindung zugänglich machen. Umgekehrt erhalten sie unmittelbaren Zugriff auf relevante Dokumente und Untersuchungsergebnisse der Klinik, sofern der Patient dazu vorher sein Einverständnis erteilt hat.

Aus einer Vision sind fertige Produkte geworden

Nach einer Pilotphase geht die elektronische Fallakte in diesem Jahr in vielen Einrichtungen in den Regelbetrieb. Die Healthcare IT-Industrie stellt dafür ein breites Spektrum an maßgeschneiderten Lösungen zur Verfügung, die bei der conhIT 2009 in Augenschein genommen werden können. Beispiel Siemens: Der Erlanger Konzern hat eine elektronische Fallakte auf Basis seiner IT-Lösung Soarian Integrated Care entwickelt. Sie wird jetzt unter anderem von den Rhön-Kliniken eingesetzt, um untereinander und mit zuweisenden Ärzten elektronisch zu kommunizieren. Andere stehen dem in nichts nach. Die Helios-Kliniken haben bei ihrem Fallaktenprojekt bisher all jene Krankenhäuser mit der neuen Kommunikationsmöglichkeit ausgestattet, die auf Basis von SAP-Software arbeiten. Partner ist hier das Unternehmen Ispro, ein Tochterunternehmen der CompuGroup. Bei den Sana-Kliniken schließlich, einer weiteren privaten Klinikkette, wird die elektronische Fallakte von dem IT-Spezialisten NoemaLife realisiert. Auch dieses Unternehmen ist auf der conhIT 2009 vertreten.

Datenschutz hat oberste Priorität

Immer wenn sensible Patientendaten über die Grenzen einer medizinischen Einrichtung hinweg kommuniziert werden sollen, muss natürlich gewährleistet sein, dass die Daten vor unbefugten Blicken geschützt sind. Das von Fraunhofer entwickelte, technische Grundgerüst der eFA wird deswegen mit dem Arbeitskreis der Landesdatenschützer der deutschen Bundesländer abgestimmt. Zu den anstehenden Herausforderungen zählt jetzt noch die technische Abstimmung mit einem weiteren IT-Großprojekt im deutschen Gesundheitswesen, der elektronischen Gesundheitskarte. Auch darüber können sich Besucher auf der conhIT selbstverständlich ausführlich informieren.

conhIT - Der Branchentreff für Healthcare IT, 21. bis 23. April 2009, Messegelände Berlin

Im Mittelpunkt der conhIT steht der aktive Dialog zwischen Herstellern, Anwendern und Wissenschaft. Die conhIT versammelt die Akteure der gesamten Branche in der Hauptstadt - Entscheider und Entscheidungsvorbereiter in den IT-Abteilungen, im Management, in der Medizin, der Pflege, der Industrie, der Wissenschaft und der Politik. Die in Deutschland einzigartige Kombination aus Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking bietet optimale Voraussetzungen für alle Beteiligten, sich aktuell zu informieren, weiterzubilden, auszutauschen und zu vernetzen.