Verbraucher kaufen abends und samstags gerne online ein

Berlin/Neuss, (PresseBox) - Die Mehrheit der deutschen Verbraucher gibt an, keine bestimmten Tageszeiten oder Wochentage für das Einkaufen im Internet zu bevorzugen. Jedoch lassen sich Nutzungsschwerpunkte erkennen: Die Befragten shoppen am liebsten abends und samstags im Internet. Dies ergab die aktuelle Verbraucherbefragung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH.
 
Das „digitale Einkaufen“ hat sich von den vorgegebenen festgelegten Zeitfenstern des „analogen Einkaufs“ befreit und eröffnet dem Verbraucher im Online- und Versandhandel neue zeitlich unabhängige Möglichkeiten für Konsum und spontane Bedürfnisbefriedigung. Und diese werden von den Verbrauchern genutzt. Rund 80 Prozent aller Befragten geben an, keine speziellen Wochentage für Online-Einkäufe zu bevorzugen, und auch nur knapp 44 Prozent nutzen bestimmte Zeitfenster für das Einkaufen im Internet.
 
Nutzungsschwerpunkte für Online-Einkäufe: abends und samstags
Der beliebteste Wochentag für Online-Shopping ist mit rund 30 Prozent der Samstag. Danach folgen mit Abstand der Freitag (16 Prozent) und der Sonntag (15 Prozent). Der Dienstag erreicht mit rund 7 Prozent Nutzungsanteil den letzten Rang. Bei Betrachtung der Verteilung der zwölf Warengruppen über die Wochentage fällt auf, dass „Lebensmittel“ und „Medikamente“ im Vergleich überdurchschnittlich häufig am Wochenanfang (montags: jeweils 16 Prozent; dienstags: jeweils 9 Prozent; summarisch 25 Prozent) online erworben werden. Dieser Nutzungstrend lässt sich augenscheinlich mit der Zugehörigkeit beider Warengruppen zur Grundversorgung der Verbraucher erklären. Besonders der Einkauf von Lebensmitteln erfolgt stärker als bei anderen Warengruppen nach Notwendigkeit und oft auch nach unterschiedlich fest gelegten Zeitfenstern.
 
Darüber hinaus zeigen sich erwartbare Nutzungsschwerpunkte, wenn man die tageszeit- und wochentagsbezogenen Angaben der Verbraucher zu ihren Online-Einkäufen nach den abgefragten zwölf Warengruppen differenziert. Die meisten Onlinekäufe werden am Abend, also zwischen 18 und 24 Uhr, getätigt. Auf dieses Zeitfenster entfallen nach Angaben der Verbraucher 61 Prozent der Online-Einkäufe. Danach folgen Einkäufe am Nachmittag, also zwischen 12 und 18 Uhr, mit rund 25 Prozent Anteil. Die Verbraucher nutzen die Zentfenster am Vormittag, also von 6 bis 12 Uhr (9 Prozent), und in der Nacht, also von 0 bis 6 Uhr (5 Prozent), deutlich weniger stark.
 
Besonders gerne werden abends Artikel aus den Warengruppen „Bild- und Tonträger / Video- und Music-Files“ (67 Prozent), „Computer / Zubehör / Spiele / Software“ (66 Prozent) und „Elektronik-Artikel / Telekommunikation“ (65 Prozent) in den Warenkorb gelegt. „Medikamente“ und „Lebensmittel“ (46 Prozent) werden dagegen überdurchschnittlich stark am Vormittag und am Nachmittag gekauft.
 
Individuell vorhandene Zeitfenster und Notwendigkeiten bestimmen den Online-Einkauf
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Verbraucher offensichtlich in hohem Maße situativ und oft auch spontan Online-Einkäufe tätigen. Der „digitale Einkauf“ hat sich „entritualisiert“. Individuell vorhandene Zeitfenster und Notwendigkeiten bestimmen den Online-Einkauf und nicht die Öffnungszeiten der analogen Einkaufsangebote. Dennoch können mit den Ergebnissen der vorliegenden Umfrage Schwerpunkte des Online-Einkaufsverhalten aufgezeigt werden, die mit den vorhandenen Zeitfenstern der „arbeitenden“ Bevölkerung korrespondieren und zugleich spezifische Nachfragemuster abbilden.
 
Für die repräsentative Erhebung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH wurden über 1.000 Personen zwischen 18 bis 69 Jahre befragt.

Über Bomiversum

Die Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) ist einer der größten Anbieter von Bonitätsinformationen über Privatpersonen in Deutschland. Regelmäßig veröffentlicht Boniversum in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern und Instituten umfangreiche Studien wie den SchuldnerAtlas und Verbraucherumfragen, um Trends frühzeitig vorherzusehen und Veränderungen im Schuldnerverhalten oder in der Kreditaffinität sicher zu prognostizieren. Boniversum wurde 1997 gegründet und ist ein Unternehmen der Creditreform Gruppe.

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)

Dank E-Commerce und Internet ist der Versandhandel so vital wie nie. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Branchenvereinigung der Interaktiven Händler (d.h. der Online- und Versandhändler). Die Branche setzt aktuell jährlich im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 52,4 Mrd. Euro um, mehrheitlich durch Mitglieder des bevh. Der Online-Handel mit Waren hat daran aktuell einen Anteil von über 90 Prozent. Der jährliche Gesamtumsatz im Geschäft mit gewerblichen Kunden wird auf mindestens 8,1 Mrd. Euro geschätzt. Neben den Versendern sind dem bevh auch namhafte Dienstleister angeschlossen. Nach Fusionen mit dem Bundesverband Lebensmittel-Onlinehandel und dem Bundesverband der Deutschen Versandbuchhändler, repräsentiert der bevh die kleinen und großen Player der Branche. Der bevh vertritt die Brancheninteressen aller Mitglieder gegenüber dem Gesetzgeber sowie Institutionen aus Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus gehören die Information der Mitglieder über aktuelle Entwicklungen und Trends, die Organisation des gegenseitigen Erfahrungsaustausches sowie fachliche Beratung zu den Aufgaben des Verbands.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.