In die Zukunft investieren: BPI drängt auf steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE)

(PresseBox) ( Berlin, )
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) fordert die Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung in Deutschland. Diesen Schritt empfiehlt auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die heute in Berlin Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft ihr Jahresgutachten vorgestellt hat. In dem Bericht wird wie schon in den Vorjahren klargestellt, dass eine FuE-Förderung dringend erforderlich ist, um den Innovationsstandort Deutschland zu sichern. "Die Bundesregierung muss dem Koalitionsvertrag Taten folgen lassen und die lange überfällige Förderung umsetzen", sagt Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender BPI-Hauptgeschäftsführer. "Der Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern wiegt schwer und kann effektiv beseitigt werden, in dem Unternehmen in Deutschland eine Steuergutschrift in Höhe von 10 Prozent ihrer FuE-Aufwendungen erhalten."

Das EFI-Gutachten zeigt, dass sich eine steuerliche FuE-Förderung in Deutschland sehr positiv auf die gesamtwirtschaftliche Lage auswirken könnte. Die Experten gehen davon aus, dass für jeden Euro, der den Unternehmen erlassen würde, zusätzliche private Ausgaben von 1,25 Euro in Forschung und Entwicklung getätigt würden. Eine 10-prozentige FuE-Förderung, wie sie der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) vorschlägt, würde demnach einer Wachstumssteigerung von 0,1 Prozentpunkten des Bruttoinlandsproduktes entsprechen. Wie wichtig das unbürokratische Instrument im globalen Wettbewerb ist, haben andere längst erkannt. So sind Steuererlässe bei FuE bereits in 26 der 34 OECD-Staaten Standard. In Deutschland, das aktuell rund 2,8 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung investiert und damit das Lissabonziel von drei Prozent FuE am BIP immer noch nicht erreicht hat, ist das alles Zukunftsmusik. "Wenn wir als Exportnation auf Dauer in Europa und der Welt im Wettbewerb um Ideen und Arbeitsplätze mithalten wollen", so Dr. Norbert Gerbsch, "dann müssen wir den Innovatoren bei uns ideale Bedingungen anbieten. Die direkten Förderprogramme, wie sie in Deutschland bisher existieren, können aber nur partiell wirken. Um in der Fläche Investitionsanreize zu setzen und alle Potentiale auszuschöpfen, ist eine steuerliche FuE-Förderung dringend vonnöten. Das ist übrigens keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft: denn aus Forschung und Entwicklung heute werden die Produkte, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen von morgen."
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