Zum Ende der Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren: Luftfahrt verbindet - damals wie heute

(PresseBox) ( Berlin, )
Anlässlich des Endes der Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren erklärte Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Die Luftbrücke hat im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben und Hilfe dorthin gebracht, wo sie am dringendsten benötigt wurde. Diese Geschichte setzen unsere Unternehmen heute mit ihrem Engagement für Menschen auf der ganzen Welt fort – denn auch heute verbindet Luftfahrt Menschen und Märkte weltweit und rettet häufig auch Leben“.

Am 12. Mai 2019 jährt sich zum 70. Mal die Aufhebung der sowjetischen Blockade West-Berlins und damit auch das Ende der Berliner Luftbrücke. Zwischen Juni 1948 und Mai 1949 transportierten die berühmten „Rosinenbomber“ über 485.000 Tonnen Lebensmittel, mehr als 1.430.000 Tonnen Kohle und über 180.000 Tonnen andere Güter nach West-Berlin und sicherten somit die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Dingen. Zur begehrten Fracht der „Rosinenbomber“ gehörten auch Süßigkeiten wie Schokoladentafeln und Kaugummis, die der amerikanische Pilot Gail Halvorsen als einer der ersten an selbstgebastelte Fallschirme aus Taschentüchern band und für die am Tempelhofer Flughafen wartenden Kinder abwarf. Zahlreiche Piloten folgten seinem Beispiel. Der Einsatz der „Rosinenbomber“ für die Berliner Bevölkerung ist als beispielloser Akt der Solidarität und Menschlichkeit in die Geschichte eingegangen, hat zahlreichen Menschen das Leben gerettet und steht damit wie kein anderes Nachkriegsereignis für die humanitäre Hilfe über den Luftweg.

Luftfahrt verbindet auch heute noch Menschen über nationale Grenzen hinweg. Allein Deutschland ist auf dem Luftweg direkt an über 400 Ziele weltweit angebunden. Dies leistet einen entscheidenden Beitrag zum kulturellen Austausch und zur Völkerverständigung. Erst die Luftfahrt hat es vielen Menschen hierzulande und anderswo ermöglicht, die Welt etwa durch Au-Pair-Aufenthalte und Auslandssemester auch einmal mit anderen Augen zu sehen und sich in fremde Kulturen hineinzudenken.

Gleichzeitig sichert die Luftfahrt auch die Anbindung des Wirtschaftsstandorts Deutschlands an die Weltwirtschaft und somit auch Wohlstand hierzulande. Der Transport per Luftfracht beflügelt die deutsche Exportwirtschaft, die existentiell wichtig ist für den deutschen Wirtschaftsstandort. Dabei werden vor allem zeitkritische und verderbliche Güter mit dem Flugzeug transportiert. Das können etwa Ersatzteile sein, wohl aber auch Medikamente, Blutkonserven und Transplantationsorgane.

So wie die Berliner Luftbrücke Leben gerettet hat, leistet die Luftfahrt auch heute noch einen Beitrag zur humanitären Hilfe bei Naturkatastrophen und Konflikten. In solchen Situationen ist meist schnelles Handeln gefragt. Hilfsgüter wie Medikamente, Nahrungsmittel, Trinkwasser oder Zelte müssen unmittelbar zu den Betroffenen gelangen. Da sich Transporte in viele Gebiete nicht per LKW oder Schiff durchführen lassen, sind Flugzeugtransporte elementar für die humanitäre Hilfe in vielen Krisenregionen. Schließlich gibt es über große Distanzen kein schnelleres Beförderungsmittel als das Flugzeug.

Die zivilen Fluggesellschaften und Flughäfen sind in das internationale Hilfsnetzwerk eingebunden. Dabei arbeiten sie in der Regel eng mit Partnern wie Luftfahrt ohne Grenzen oder dem Roten Kreuz zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation führen sie Passagier- oder Frachtflüge durch – sowohl in der unmittelbaren Krisensituation als auch danach. Sie sorgen so beispielsweise nach schweren Erdbeben dafür, dass neben Medikamenten auch Zelte, Decken, Kindernahrung oder Wasseraufbereitungsanlagen in die betroffenen Regionen gelangen und Seuchen verhindert werden.

Einige Beispiele zu humanitären Hilfsprojekten der deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen finden Sie online unter: https://www.bdl.aero/de/themen-positionen/bedeutung-des-luftverkehrs/humanitaere-hilfe/
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