"Neue Flugdienstzeiten bedeuten mehr Ruhe für Piloten!"

BDL-Präsident zum Protest der Pilotengewerkschaften gegen EASA-Neuregelung

(PresseBox) ( Berlin, )
"Mit der geplanten Neuregelung der Flugdienstzeiten durch die EU wird noch einmal verschärft, was auch vorher schon ein Spitzenstandard war: Für Europas Piloten gelten in Zukunft noch begrenztere Flugdienstzeiten und noch ausgedehntere Ruhezeiten. Damit bleibt die europäische Luftfahrt die sicherste der Welt", sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch am Dienstag in Berlin.

"Die Luftfahrt unterstützt die strenge Neuregelung der Flug- und Ruhezeiten für Piloten, die die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) als die zuständige neutrale europäische Behörde vorsieht. Sicherheit ist für uns immer das oberste Gebot, denn wir tragen gemeinsam mit unseren Piloten die hohe Verantwortung für unsere Passagiere und Crews", sagte der Präsident des Deutschen Luftverkehrsverbandes.

Gemäß der Neuregelungen gilt in Zukunft zum Beispiel bereits für Flugeinsätze um 17 Uhr - und nicht mehr wie zuvor ab 19 Uhr - die Nachtdienstregelung von maximal 11 Stunden Flugdienstzeit. Ebenfalls begrenzt wurden u.a. die maximalen Dienstzeiten in einem Monat. Klar vorgeschrieben sind auch die Mindestruhezeiten zwischen Diensteinsätzen.

"Im Durchschnitt fliegen die Piloten rund 660 Stunden im Jahr - rein kalkulatorisch sind das 83 mal 8 Stunden. Das zeigt, wie deutlich die Dienstzeiten unserer Piloten und Pilotinnen darauf ausgerichtet sind, dass sie sich zwischen ihren Flügen auch erholen können", sagte Siegloch.

"Es ist eine Verunsicherung der Passagiere, wenn gewerkschaftliche Wünsche in der Öffentlichkeit als neutrale Sicherheitsstandards propagiert werden. Weil es um Sicherheit geht, ist es wichtig, dass eine unabhängige Stelle die Standards setzt und nicht gewerkschaftliche oder wirtschaftliche Interessenvertreter", sagte Siegloch.
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