BDL-Forum "Lärmschutz im Luftverkehr"

Siegloch: Wir müssen den Verkehrslärm insgesamt verringern

(PresseBox) ( Berlin, )
"Verursacher von Lärm haben immer auch die Verantwortung, zu tun was sie können, um die Belastung der Menschen so gering wie möglich zu halten. Ganz besonders gilt das für den Verkehrsbereich", sagte Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft in Berlin zum Auftakt des zweiten BDL-Forums, das dieses Jahr unter dem Motto "Lärmschutz im Luftverkehr" stand.

Die deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen investieren sehr viel, um die Lärmbelastung auch in Zukunft weiter zu verringern. Allerdings sei für diese Investitionen auch die Unterstützung der Politik gefragt: "Die Luftverkehrsteuer und andere einseitige Belastungen entziehen den Fluggesellschaften und Flughäfen immer mehr Geld, das dann fehlt, um in neue, leisere Flugzeuge zu investieren."

Siegloch erinnerte zugleich aber auch daran, das Thema Verkehrslärm ganzheitlich zu betrachten. "Von Straßenlärm und Schienenlärm sind insgesamt 15mal mehr Menschen betroffen", rückte Siegloch die Diskussion um Fluglärm zurecht. "Nur 5 Prozent der Deutschen fühlen sich von Fluglärm wirklich gestört", so Siegloch über die Ergebnisse einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. "Wir wollen über Lärm reden, aber wir müssen dann über alle Verkehrsmittel reden."

Siegloch sprach sich zugleich für einen offenen Dialog aus. "Nur wenn wir uns wechselseitig nicht den guten Willen absprechen, dann kann Dialog, dann kann Verständigung wirklich gelingen."

Das BDL-Forum ist ein jährliches Veranstaltungsformat und soll einen neuen Dialog zwischen Experten aus Luftfahrt, Umweltverbänden, Wirtschaft und Politik ermöglichen. Rund 150 Teilnehmer/innen diskutierten u.a. Fragen zu Lärmwirkung, Schallschutz, Lärmvermeidung und innovativen Technologien im Luftverkehr.
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