Finanzkrise greift auf Luftfahrtbranche über - industrieller Mittelstand in Zulieferindustrie gefährdet

Absatzfinanzierung für Flugzeuge und Überbrückungshilfen für die mittelständische Zulieferindustrie gewinnen an Bedeutung

(PresseBox) ( Berlin, )
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie BDLI sieht die jüngsten Entwicklungen im internationalen Markt für Flugzeuge, Hubschrauber und Fluglinien als äußerst kritisch für die langfristige Entwicklung der Branche. Die aktuelle Finanzkrise bedrängt die mittelständisch geprägte deutsche Zuliefer- und Ausrüstungsindustrie.

"Die speziell betroffenen Ausrüster und Zulieferer im Unternehmenssegment bis 500 Mitarbeiter benötigen jetzt schnell Kapitalhilfen, um genügend Spielraum dafür zu haben, in neue Technologien und zukünftige Programme zu investieren.

Sonst könnte der Standort den technologischen Anschluss verlieren", sagt BDLI-Präsident Dr. Thomas Enders. Dies belegt eine aktuelle Blitzumfrage des BDLI unter seinen 163 Mitgliedsunternehmen. Demnach hat fast jedes vierte Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern kurzfristigen Kapitalbedarf aufgrund einer akut verschlechterten Finanzlage. In der Bemühung um kurzfristige Finanzierungshilfen erlebt rund ein Drittel der betroffenen Firmen eine deutlich restriktive Kreditvergabepolitik ihrer Banken.

Die meisten befragten Unternehmen fürchten um das langfristige Wachstum ihrer Firmen und sehen sich nicht in der Lage, ausreichend in Geschäftserweiterung, neue Programme oder Technologieentwicklungen zu investieren, wenn das Finanzierungsproblem nicht gelöst wird.

"In der jetzigen Situation riskiert nicht nur der Mittelstand vorhandenes Wachstumspotenzial und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Es besteht vielmehr auch für die großen Systemfirmen die konkrete Gefahr, eine bis dato funktionierende Lieferkette zu verlieren", so Enders.

Der BDLI sieht es zur langfristigen Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Branchenzulieferer als unabdingbar an, dass nach den ersten Initiativen von Airbus zur Ankurbelung des Flugzeugabsatzes über Finanzierungshilfen für Kunden nun auch ein "Luftfahrtfond" aufgelegt wird. "Die Flugzeuge, die wir heute nicht verkaufen, werden sich in der Auslastung unserer Branche in ein paar Jahren bemerkbar machen", so Enders. Hinsichtlich eines "Luftfahrtfonds" hat Airbus gegenüber dem BMWi seine Bereitschaft erklärt, sich daran finanziell zu beteiligen. Das Vorhaben wird vom BMWi grundsätzlich begrüßt.

Beim 5. Luftverkehrskongress am 11. November in Berlin, der vom BDI, dem BDLI, der Lufthansa und der ADV veranstaltet wird, steht das Thema laut BDLI ebenfalls auf der Agenda.
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