EU-Kommission gefährdet Erfolg von Galileo

(PresseBox) ( Berlin, )
„Die Mitteilung der Europäischen Kommission, das Satellitennavigationssystem Galileo selbst neu ausschreiben zu wollen, verzögert den bestehenden Zeitplan weiter und gefährdet damit das Projekt insgesamt“, so BDI-Präsident Jürgen Thumann zu entsprechenden Plänen der Kommission, die am Mittwoch vorgelegt wurden.

„Für Europa und die deutsche Industrie besteht mit Galileo die Chance, wertvolles Systemwissen aufzubauen und für neue Anwendungslösungen nutzen zu können. Es ist aber völlig unverständlich, weshalb die Europäische Kommission für die Auftragsvergabe der einzelnen Module nicht auf die in diesen Fragen erfahrene Europäische Raumfahrtagentur ESA zurückgreifen will, nachdem auf diesem politischen Markt nach langem Ringen endlich entsprechende Vereinbarungen bereits getroffen waren, die die Vielfalt der europäischen Anbieter berücksichtigt“, erläuterte Thumann.

„Galileo öffnet als Schlüsseltechnologie und neue Infrastruktur einen hochinnovativen und wachstumsstarken Markt. Das Projekt verträgt aber keinen weiteren Aufschub. Auch sollte Deutschland als größter Beitragszahler bei der Wertschöpfung angemessen berücksichtigt bleiben, um auch für die anschließende Anwendungsforschung ein attraktives Technologiecluster weiterentwickeln zu können“, unterstrich Thumann. Daher plädiert der BDI klar dafür, jetzt rasch die ESA mit ihrer Erfahrung und ihren auf diesem Markt seit vielen Jahren erprobten Verfahren mit der Auftragsvergabe zu betrauen und nicht über das Instrument der finanziellen Vorausschau die Büchse der Pandora neu zu öffnen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.