BDI zur UN-Klimakonferenz in Nairobi: Keine sichtbaren Fortschritte auf dem Weg zu einem internationalen Klimaschutzabkommen

(PresseBox) ( Berlin, )
„Um überhaupt eine Chance zu haben, gefährliche Klimaänderungen zu verhindern, müssen alle großen Emittenten von Klimagasen sich an dieser äußerst anspruchsvollen Aufgabe beteiligen. Gleichwohl erkennen wir auch nach dieser Klimakonferenz keine sichtbaren Fortschritte bei der Lösung dieses Problems - und das, obwohl 6000 Experten aus fast allen Ländern der Erde auf dieser Konferenz mit diskutierten.“ Dies erklärte BDI-Präsident Jürgen Thumann zum Ende der 12. UN-Klimakonferenz, die vom 6. bis 17. November in Nairobi stattgefunden hat.

Die deutsche Industrie begrüße auch weiterhin eine EU-Vorreiterrolle mit Augenmaß. „Die europäische Industrie darf am Ende jedoch nicht der wirtschaftliche Verlierer sein. Nur wenn wir glaubhaft nachweisen können, dass sich Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg in einer win-win-Strategie verbinden lassen, besteht eine Chance, die Entwicklungs- und Schwellenländer mit an Bord zu bekommen“, betonte Thumann. Die Emissionen dieser Länder würden nach einhelliger Einschätzung in naher Zukunft die der OECD-Staaten überschreiten. „Vorreiter zu sein ist gut und sinnvoll, wir müssen aber sicherstellen, dass uns die wichtigsten Emittenten auch folgen – und zwar sehr bald. Wenn die Wissenschaft Recht hat, beginnt sich das Zeitfenster bald zu schließen, innerhalb dessen wir überhaupt noch gegensteuern können“, so Thumann.

Die Festlegung autonomer Ziele für die Zeit nach 2012, wie das für Deutschland beabsichtigte Minus-40-Prozentziel bis 2020, würde nicht weiter helfen. Es sei nicht klar, wie eine solche erhebliche zusätzliche Minderung überhaupt erreicht werden könnte, Deutschland leiste bekanntlich bis 2012 schon den mit Abstand größten Minderungsbeitrag aller Industrieländer.

Mit bereits vorhandenen energieeffizienten Technologien könnten nach Angaben der Internationalen Energieagentur weltweit erhebliche Minderungen erreicht werden. „Doch es kommt nicht nur auf das Vorhandensein dieser Technologien an, sondern vor allem darauf, wie breit sie angewendet werden. Noch ist die Anwendung relativ begrenzt. Damit sich dies ändern kann, sind gewaltige Investitionen erforderlich. Nahezu jede Neu-Investition ist ein Gewinn für das Klima. Dafür müssen umgehend die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden."
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